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Potsdam Die Künstler können kommen
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11:58 05.08.2015
Bert Nicke vom Sanierungsträger Potsdam (4.v.l.) und SPI-Chefin Birgit Hoppe (3.v.r.) mit dem Vertrag. Oberbürgermeister Jann Jakobs (2.v.r.) sieht zu. Quelle: Jacqueline Schulz - meistermaedchen.de
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Eine Woche nach der Eröffnung der Bewerbungsfrist für Kreativ-Arbeitsplätze im Rechenzentrum an der Breiten Straße sind 25 der zunächst verfügbaren 90 Räume von Künstlern unterschiedlichster Genres reserviert worden. Das gab Andreas von Essen, Standortleiter der Stiftung SPI für Potsdam, am Dienstag am Rande der Unterzeichnung eines Konzessionsvertrages bekannt, nach dem die Stiftung zum 1. September den Betrieb des Kunst- und Kreativhauses im Rechenzentrum übernimmt. Vertragspartner ist der Sanierungsträger Potsdam, ein Unternehmen der städtischen Pro Potsdam, der das Grundstück für die Stadt verwaltet. Wie berichtet, sollen zunächst das Obergeschoss und Teile der dritten Etage mit einer Gesamtfläche von rund 1500 Quadratmetern bezogen werden. Der Chef des Sanierungsträgers, Bert Nicke, gab am Dienstag bekannt, dass die übrigen Büros voraussichtlich zum Jahresende freigezogen sind. Dann stehen insgesamt mehr als 5000 Quadratmeter Fläche auf vier Etagen für das neue Kunst- und Kreativhaus bereit.

Laut Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) stehen die Räume zunächst befristet für dreieinhalb Jahre zur Verfügung. Eine längere Nutzung sei „möglich“, doch er wolle „der Zukunft nicht vorauseilen“, so Jakobs. Er hatte die Idee eines zeitweiligen Kunsthauses im Alten Rechenzentrum zum Jahresbeginn aufgegriffen und forciert, wie Pro-Potsdam-Chef Horst Müller-Zinsius würdigte.

Ursprünglich sollte der Verwaltungsbau an der Breiten Straße nach dem Auszug der bisherigen Nutzer drei Jahre leer stehen und dann für die Wiedererrichtung der Garnisonkirche abgerissen werden. Allerdings ist offen, ob das Kirchenschiff, für das der Platz benötigt würde, je gebaut wird. Noch ist nicht einmal der Turm finanziert. Die Garnisonkirchenstiftung hat von Anfang an ihre Sympathie mit dem Kunsthaus nebenan bekundet und wird laut Nicke neben Vertretern aus Politik, Verwaltung und Kulturszene auch in einem Beirat vertreten sein, der der Stiftung SPI beratend zur Seite steht.

Erfahrung mit solchen Projekten bringt die Stiftung, die in Potsdam führt, nicht zuletzt durch ihre Tochtergesellschaft GSE ein, die in Berlin rund 40 größere Zentren für Kunst, Soziokultur und Jugendarbeit betreibt. Das namhafteste ist das Kunsthaus Bethanien am Kreuzberger Mariannenplatz.

Von Volker Oelschläger

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