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Betrunkener droht mit Küchenbeil und Messer

Potsdamer Polizisten setzen Pfefferspray ein Betrunkener droht mit Küchenbeil und Messer

Als sie am Dienstagabend nach Drewitz gerufen werden, ahnen die Polizisten noch nichts von der Gefahr, die auf sie lauert. Nachbarn hatten Alarm geschlagen, weil ein Mann im Block laut Musik hörte. Als der Ruhestörer die Wohnungstür öffnet, eskaliert die Situation. Ein Polizist zieht sogar seine Waffe. Böse Erinnerungen wurden wach.

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Die Polizei im Einsatz.

Quelle: dpa

Drewitz. Ein Betrunkener hat in Drewitz zwei Polizisten mit einem Küchenbeil und einem großen Messer bedroht. Die Beamten setzten Pfefferspray gegen den 45-Jährigen ein, um ihn entwaffnen und niederringen zu können. Niemand wurde verletzt.

Der Vorfall hat sich am späten Dienstagabend ereignet. Nachbarn hatten gegen 22.50 Uhr die Polizei gerufen, weil der 45-Jährige, der dem Vernehmen nach noch nicht allzu lange in dem Haus wohnt, laut Musik hörte. Die Situation spitzte sich zu, als der Streifenwagen vorfuhr. Der Ruhestörer beschimpfte die Nachbarn aus seiner Wohnung heraus derb und bedrohte sie massiv. Unter anderem bot er diversen Anwohnern Schläge an.

Die Situation eskaliert

Die Polizisten gingen daraufhin zu der Wohnung des Ruhestörers. Als er die Tür öffnete, stand er den beiden Beamten plötzlich links und rechts mit einem großen Messer und einem Küchenbeil bewaffnet gegenüber und nahm laut Polizei „eine drohende Position“ ein.

Die Beamten schätzten die Situation als so heikel ein – erst im April war ein Polizist in Potsdam bei einer Messerattacke schwer verletzt worden–, dass einer von ihnen laut Polizeisprecherin Jana Birnbaum die Dienstwaffe zog. „Als es aber gelang, den Mann mit Worten ein wenig zu beruhigen, konnte der Kollege die Waffe wieder ins Holster zurückstecken“, sagte Jana Birnbaum der MAZ. Dennoch wollte der Mann nicht einlenken, so dass die Polizisten ihn schließlich mit Hilfe von Pfefferspray überwältigten und fesselten. Dabei tauchte eine dritte Waffe auf. „Dem Mann fiel – vermutlich aus dem Hosenbund – ein Einhandmesser auf den Boden“, so Jana Birnbaum.

Die Polizisten nahmen den Mann zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam. Der 45-Jährige durfte seinen Rausch in einer Zelle ausschlafen – er stand mit 2,29 Promille unter erheblichem Alkoholeinfluss.

Die Messer und das Küchenbeil wurden sichergestellt. Nun ermittelt die Kripo gegen den Mann wegen zweifacher Bedrohung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

Von Nadine Fabian

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