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Betrunkener greift Syrerin an

Potsdamer Polizei prüft fremdenfeindlichen Hintergrund Betrunkener greift Syrerin an

In der Potsdamer City ist es am Dienstag zu einem äußerst bedenklichen Vorfall gekommen. Ein Betrunkener hat an der Tram-Haltestelle in der Charlottenstraße eine Frau angegriffen – sie ist Syrerin und trug ein Kopftuch. Die Polizei ermittelt derzeit wegen Beleidigung und Körperverletzung, prüft aber auch, ob ein fremdenfeindlicher Hintergrund besteht.

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Die Polizei im Einsatz.

Quelle: dpa

Innenstadt. Noch prüft die Polizei, ob ein fremdenfeindlicher Hintergrund vorliegt. Bis zu einem Ergebnis, verbuchen die Beamten den Vorfall, der sich am Dienstagnachmittag in der Potsdamer City ereignet hat, derweil unter Beleidigung und Körperverletzung. „Zur genauen Motivlage ist noch nichts bekannt“, sagt Polizeisprecherin Jana Birnbaum. „Wir prüfen den Vorfall aber sehr sensibel.“ Einschlägig bekannt sei der Tatverdächtige aber nicht. „Der Mann suchte offenbar Streit. Sehr wahrscheinlich hätte es jeden treffen können“, so Birnbaum.

Fakt ist, dass die Frau, die am Dienstagnachmittag gegen 14.45 Uhr an der Tram-Haltestelle in der Charlottenstraße angegriffen und beleidigt wurde, aus Syrien stammt und ein Kopftuch trug. Als die 40-Jährige – sie kommt aus Berlin – aus der Straßenbahn stieg, wurde sie von einem Potsdamer (29) zunächst mit Worten und Gesten beleidigt. Dann schlug ihr der Mann mit der flachen Hand ins Gesicht. Ein Passant, der die Situation beobachtet hatte, schritt ein und sprach beruhigend auf den volltrunkenen Angreifer ein. Der allerdings versuchte nun, auch dem Vermittler (36) einen Schlag zu verpassen und warf eine Bierflasche nach ihm. Anschließend packte der Betrunkene einen Werbeaufsteller und schleuderte ihn in Richtung weiterer Passanten. Als ein zweiter Mann in die Situation eingreifen wollte, drohte der Randalierer, eine Schusswaffe einzusetzen.

Inzwischen war aber die Polizei alarmiert. Um sich der anrückenden Einsatzkräfte zu entziehen, flüchtete der Betrunkene in die Friedrich-Ebert-Straße. Dort stellte ihn ein Beamter in einem Geschäft. Weil der Angreifer aggressiv und unkooperativ war, brachten ihn die Polizisten zur Wache, wo er einige Stunden bleiben musste. Bei seiner Durchsuchung fanden die Beamten eine Schreckschusswaffe und entsprechende Munition. Der Mann pustete beim Atemalkoholtest 2,03 Promille. Gegen ihn wird nun wegen folgender Delikte ermittelt: Beleidigung, Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Verstoß gegen das Waffengesetz.

Von Nadine Fabian

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