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Bezugsfertig im Sommer 2016

Neues Zentrum der Schlösserstiftung Bezugsfertig im Sommer 2016

Das Wissenschafts- und Restaurierungszentrum der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten zieht im Sommer 2016 ins ehemalige Potsdamer Hans-Otto-Theater und in Neubauten an der Zimmerstraße. Der Innenausbau bereitet dem Projektkoordinator Demir Arslantepe „Kopfschmerzen“.

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Projektkoordinator Demir Arslantepe an der Baustelle Zimmerstraße.

Quelle: Christel Köster

Brandenburger Vorstadt . An einen geschichtsträchtigen Ort zieht das Wissenschafts- und Restaurierungszentrum (WRZ) der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) im nächsten Jahr. 1946 zwangsvereinigten sich SPD und KPD zur SED in der Zimmerstraße 10, drei Jahre später fand das Hans-Otto-Theater für lange Zeit seine Spielstätte. Der neue Nutzer erhält Gedenkplakette und Schriftzug an der Fassade als „integralen Bestandteil des Hauses“, sagte WRZ-Projektkoordinator Demir Arslantepe am Dienstag.

Seit dem Richtfest im November hat das neue Zentrum deutlich Gestalt angenommen. Gebaut wird seit 2013. Mit der Hülle befinde man sich im Plan: 60 Prozent des Rohbaus seien geschafft, jedoch die technische Innenausstattung „bereitet uns Kopfschmerzen“, sagte Arslantepe. Grund dafür ist die Pleite der Scholze-Ingenieurgesellschaft Berlin im vergangenen Jahr. Die Planungen für die Lüftung sowie für elektrische und Wasserleitungen sei nicht zu Ende geplant worden. Diesen Zustand vergleicht Arslantepe mit einem „Musiker, der bis Seite 27 eine Komposition hat, dann kommt auf Seite 28 etwas Unvollständiges und dann gar nichts mehr“. Im Sommer 2016 soll das Wissenschafts- und Restaurierungszentrum In Betrieb genommen werden.

Für 26 Millionen Euro – aus dem von Bund, Berlin und Brandenburg aufgelegten Sonderinvestitionsprogramm für die preußischen Schlösser und Gärten – entstehen fünf neue Gebäude auf 10 000 Quadratmetern Areal der einstigen Theaterspielstätte. In die Bauten mit den hellockerfarbenen Ziegelfassaden ziehen die Sammlungen, Restaurierungswerkstätten für Gemälde und Textilien sowie die Bibliothek, das Informations- und Dokumentationszentrum ein. An der sensiblen Schnittstelle zwischen urbanem Raum und Weltkulturerbe am Rande Sanssoucis habe die Stiftung „ein Stück Baukultur hergestellt, mit dem wir uns nicht verstecken müssen“, sagte Arslantepe.

70 Beschäftigte werden in den neuen Komplex einziehen – „mit einem weinenden und einem lachenden Auge“, so Arslantepe. Noch sind nicht nur die Kollegen – auch Sammlungen und Dokumentation – über weite Strecken der Stiftung verteilt, darunter im Neuen Palais und anderen Schlössern und Nebengebäuden. Die neuen Räume seien deutlich zweckmäßiger, die alten „Wirkungsstätten“ im Neuen Palais sollen künftig museal genutzt werden. Was in die bautechnisch „sehr bedürftige“ Villa Liegnitz, Noch-Sitz des Doku- und Informationszentrums, in Zukunft passiert, sei noch unklar.

Ein Überbleibsel aus Theaterzeiten ist der Trompetenbaum, gepflanzt Mitte der 1950er und immer noch ein grünes Schmuckstück am Zimmerplatz.

Von Ricarda Nowak

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