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Potsdam Bierselig: 10.000 Menschen feiern in Potsdam
Lokales Potsdam Bierselig: 10.000 Menschen feiern in Potsdam
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10:45 25.04.2016
Die erste Brandenburger Bierkönigin Carolin Käbermann genießt einen Gerstensaft mit den Langen Kerls. Quelle: bernd gartenschläger
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Innenstadt

Buchweizen-Honig-Ale, F 60 Paranoid IPA, Rauchbier, Märzen, – Bier, das nicht in jedem Supermarktregal steht, wurde am vergangenen Wochenende auf dem Luisenplatz ausgeschenkt. Schätzungsweise waren mehr als 10 000 Besucher zum dritten Brandenburger Brauereitreffen gepilgert. Das sagte Jörg Kirchhoff vom Verein zur Förderung Brandenburger Klein- und Gasthausbrauereien und regionaler Infrastrukturen.

Märzen, Rauchbier, Dunkles, Pils, Potsdamer Stange, Buchweizen-Honig-Ale – durch diese und diverse andere Sorten konnten sich Besucher beim dritten Brandeburger Brauereitreffen süffeln.

Durch 30 Biersorten von 13 Brauereien durften sich die Gerstensaftfans probieren. Zeitgleich wurde der 500. Jahrestag des Deutschen Reinheitsgebotes begangen. Und das besagt, dass in ein Bier nur Hopfen, Malz, Hefe und Wasser gehören. „Wo sonst kann man auf einem Fleck so viel frisches, unfiltriertes Bier trinken?“, sagte Kirchhoff, der als Chef der Braumanufaktur Templin („Potsdamer Stange“) – zusammen mit Thomas Köhler – eine feste hiesige Größe in der Welt der hochwertigen Biere ist.

„Der Erlass des Reinheitsgebots für Bier 1516 war ein Meilenstein in der Geschichte der Produktqualität. In diesem Qualitätswettbewerb kann das Bierland Brandenburg gut mithalten“, sagte Wirtschaftsminister Albrecht Gerber, der das Bierfest am Sonnabend mit Oberbürgermeister Jann Jakobs (beide SPD) eröffnete. Nachdem die meisten Brauereien in der Region nach dem Ende der DDR schließen mussten, gibt es inzwischen wieder mehr als zwanzig kleine Brauereien in Brandenburg, die „einen regional wichtigen und wachsenden Beitrag zur touristischen Wertschöpfung leisten“, so Gerber. „Der Trend geht hin zu regionalen Bieren, weg von der Einheitsmasse“, sagte Kirchhoff. Immer mehr Brauereien entstehen in Brandenburg, alte Sorten werden wiederbelebt, die Vielfalt wird größer. Erst seit fünf Monaten sind Anja Braun und Olaf Wirths mit dem „Labieratorium“ am Start. „Wir lieben Bier und folgen jetzt unserer Leidenschaft. Und es läuft toll“, erzählte die Cottbusserin, die mit ihrem Mann Ende 2016 eine eigene Brauerei eröffnet. Bis dahin ist das Paar als „Fremdbrauer“ unterwegs. Ihr zitrusfrisches F 60 Paranoid Ale wurde bereits ausgezeichnet. Mindestens so gut wie das Bier – Pils, Dunkles, Märzen – gingen die zünftigen Tonkrüge vom Hotel und Brauhaus „Alte Ölmühle“ aus Wittenberge weg. Kurzerhand wurde der Pfandpreis von drei auf fünf Euro heraufgesetzt. Wie hoch der Krug-Schwund war, konnte Marketingchefin Cornelia Leue (Prignitz) nicht sagen. Im kommenden Jahr soll das Brauereitreffen erneut – wie 2015 – in Finsterwalde stattfinden. Die bürokratischen Hürden seien in dem Sängerstädtchen einfacher zu meistern als in Potsdam, wo unter anderem eine Schussgenehmigung für die Traditionsgarde der Langen Kerls gebraucht wurde.

Von Ricarda Nowak

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