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Bild-Chef spendet Potsdam zwei Bilder

Kultur in Potsdam Bild-Chef spendet Potsdam zwei Bilder

Bild-Chef Kai Diekmann (52), ein bekennender Potsdam-Fan, hat dem Museum der Landeshauptstadt zwei bemerkenswerte Landschaftsbilder des Malers Ludwig Martin Wilberg (1853-1936) geschenkt, der von 1904 bis zu seinem Tod in Neubabelsberg lebte. Museumschefin Jutta Götzmann zeigte sich begeistert von der „Seenlandschaft“.

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Museums-Chefin Jutta Götzmann und Bild-Herausgeber Kai Diekmann mit den Landschaftsbildern des Malers Ludwig Martin Wilberg.

Quelle: Friedrich Bungert

Potsdam. Über ein nettes Geschenk konnte sich am Montag die Direktorin des Potsdam Museums, Jutta Götzmann, freuen. Bild-Herausgeber Kai Diekmann brachte zwei Landschaftsbilder des Malers Ludwig Martin Wilberg mit, der ab 1912 in Neubabelsberg gelebt und gearbeitet hatte. Die Schenkung wurde durch den Förderverein des Museums vermittelt. „Es ist die allererste Arbeit von Wilberg. Eine Seenlandschaft“, erklärte Diekmann gut gelaunt, als er das Ölbild samt Originalrahmen aus vergoldetem Stuck öffentlich überreichte. Quasi als Zugabe gab es noch ein kleines, aber feines Aquarell von Wilberg. Es zeigt ebenfalls eine Landschaft.

Der bekennende Potsdam-Fan Diekmann hatte gemeinsam mit seiner Ehefrau, der Buchautorin Katja Kessler („Das muss Liebe sein“), im Jahr 2014 die Villa Wilberg in der Karl-Marx-Straße 35 erworben. Während der umfangreichen Sanierung, bei der im Treppenhaus zahlreiche bezaubernde Wandmalereien sichtbar wurden, begann sich das Paar intensiver mit der Geschichte der Villa und mit deren Bauherrn zu beschäftigen. Unterstützt wurden sie dabei von Denkmalpfleger Jörg Limberg, der die Neubabelsberger Villenkolonie wie kein Zweiter kennt. „Wir haben mit der Denkmalpflege nur die besten Erfahrungen gemacht. Sie war unser kostenloser Stilberater und hat uns neugierig auf Wilberg gemacht“, sagte Diekmann.

Der Maler Ludwig Martin Wilberg wurde 1853 in Havelberg geboren, lebte um 1892 am Berliner Lützowufer und von 1904 bis zu seinem Tod 1936 in Neubabelsberg. Sein Grabstein befindet sich in Klein Glienicke. Er absolvierte namhafte Kunstschulen und Akademien, lehrte in Leipzig und übernahm 1883 die Leitung des Berliner Kunstgewerbemuseums, in dessen Unterrichtsanstalt er auch als Lehrer wirkte. Über das Leben Wilbergs als Maler und dessen Beziehungen zur Berliner Secession um Max Liebermann und Walter Leistikow gibt es indes nur wenig Verlässliches. „Hier gilt es, Forschungsarbeit zu leisten“, so Jutta Götzmann. „Das Bild erweitert unsere Gemäldesammlung um einen regional ansässigen Künstler“, freute sie sich.

Diekmann indes hat längst das Sammlerfieber gepackt. Mittlerweile habe er 40 Arbeiten Wilbergs ersteigert. Sie zeigen hügelige Landschaften, Berge, bayerische Landhäuser. Einen Teil konnten Besucher beim bundesweiten Tag des Denkmals im September in der Babelsberger Villa bestaunen. „Da sind 500 Leute zu uns gekommen“, erzählte der Journalist. Mittlerweile sind zwei der drei äußerst großzügigen Wohnungen mit ihrem herrlichen Panoramablick auf den Griebnitzsee vermietet. Diekmann bedauert das ein klein wenig. „Jetzt kann ich nicht mehr so einfach hereinschneien und mir die Pracht anschauen.“ Aber vielleicht hängt die „Seenlandschaft“ ja bald im Potsdam-Museum.

Ludwig Martin Wilberg

Ludwig Martin Wilberg (1853 – 1936) absolvierte von 1872 bis 1875 ein Studium an der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule Weimar, führte das Studium in der Königlichen Akademie der Künste in Berlin fort und lehrte von 1880 bis 1883 an der Akademie zu Leipzig.

Von 1883 bis 1905 leitete Wilberg das Berliner Kunstgewerbemuseum.

1886 beteiligte er sich an der Jubiläumsausstellung der Akademie der Künste und 1891 an der vom Verein Berliner Künstler veranstalteten internationalen Kunstausstellung.

Von Jens Trommer

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