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Potsdam So sieht es heute im „Minsk“ aus
Lokales Potsdam So sieht es heute im „Minsk“ aus
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02:20 26.05.2018
Lost Place: Von der langen Bar konnten Besucher direkt auf die Terrasse nach draußen treten. Heute sind die Fensterfronten vergittert und das Gebäude rund um die Uhr gesichert. Quelle: MAZ
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Potsdam

Wer das Terrassenrestaurant „Minsk“ noch als Gast besucht hat, schwärmt von Ausstattung und Ausblick. Heute ist der 1977 fertiggestellte Bau am Brauhausberg verfallen und aus Sicherheitsgründen gegen Eindringlinge gesichert. Von der einstigen Pracht ist nicht mehr viel übrig. Die Wandverkleidung aus russischer Mooreiche wurde entfernt, die Wände sind kahl – oder mit Graffiti „verziert“.

Der Tresen der Bar ist bis auf seinen steinernen Kern demontiert, die fest installierten Hocker sind ihrer Polster beraubt. Fast jedes Fenster ist zerstört. Immerhin schwingt die Treppe von der Lounge noch immer elegant ins Restaurant.

Graffiti an den Wänden und verstaubte Barhocker vor einem verfallenen Tresen: Der DDR-Bau ist stark heruntergekommen. Hier sind Bilder aus dem Inneren.

Am 6. Juni entscheiden die Stadtverordneten über die Zukunft des „Minsk“

Mancher wird in diesen Fotos einen Beweis dafür sehen, dass die Tage des Hauses gezählt sind. Am 6. Juni entscheiden die Stadtverordneten endgültig, ob der Höchstbietende das Grundstück erhält und das „Minsk“ abgerissen wird. Die Alternative ist eine neue Ausschreibung der Grundstücke am Brauhausberg und ein Erhalt des „Minsk“ – vielleicht sogar für eine öffentliche Nutzung.

Die MAZ hat ihre Leser vor einiger Zeit aufgerufen, persönliche Erinnerungen an ihre Zeit im „Minsk“ mit uns zu teilen. Daraufhin haben uns viele eindrucksvolle Geschichten und Bilder erreicht. Einige davon werden wir demnächst an dieser Stelle veröffentlichen – vor der Entscheidung der Stadtverordneten.

Hauptausschuss votiert gegen das „Minsk“

Die Tage des ehemaligen Terrassenrestaurants „Minsk“ am Fuße des Brauhausberges scheinen endgültig gezählt: Nach dem Bauausschuss der Stadt Potsdam und dem Hauptausschuss könnten nur noch die Stadtverordneten am 6. Juni einen wahrscheinlichen Abriss verhindern.

Von Peter Degener

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