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Bilder von „Ich und Kaminski“ ausgestellt

Potsdam Kultur Bilder von „Ich und Kaminski“ ausgestellt

Mit Daniel Brühl und Jesper Christensen in den Hauptrollen wurde Daniel Kehlmanns Erfolgsroman „Ich und Kaminski“ verfilmt. Doch wer schuf die Bilder des fiktiven Malers Kaminski? Drei Ausstellungen in der Landeshauptstadt anlässlich des Literaturfestivals Lit:potsdam lüften das Geheimnis.

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Der Maler und Bühnenbildern Manfred Gruber

Quelle: Foto: Ingo Kuzia

Potsdam. Kaminski gibt es nicht. Der Maler, dem sich der aufdringliche Kunstkritiker Sebastian Zöllner in Daniel Kehlmanns Roman „Ich und Kaminski“ an die Fersen heftet, ist eine Kunstfigur. In der Verfilmung des schmalen Buches, das Kehlmann den Durchbruch bescherte, spielt Jesper Christensen den alternden Manuel Kaminski, Schüler von Matisse und befreundet mit Picasso. Doch Jesper Christensen mag den Maler gut mimen können – malen kann der dänische Schauspieler nicht.

Für die Verfilmung durch Wolfgang Becker musste ein anderer zum Pinsel greifen und die Werke des fiktiven Manuel Kaminski erschaffen: Der in Berlin lebende Maler Manfred Gruber hat insgesamt rund 350 Bilder für den Kinofilm „Ich und Kaminiski“ gemalt und gezeichnet. Ab dem morgigen Dienstag werden sie anlässlich des Literaturfestivals Lit:Potsdam mit Daniel Kelhmann als diesjährigem „Writer in residence“ an drei Potsdamer Orten ausgestellt.

Zwei Jahre intensive Arbeit

Manfred Gruber wurde per Zufall zu Kaminski. Regisseur Wolfgang Becker (Good Bye, Lenin) besuchte eine Ausstellung Grubers in Berlin, war angetan und rief den Maler und Bühnenbildern wenig später an. Zwei Jahre lang habe er intensiv an dem Werk des Fantasiekünstlers gearbeitet, erzählt Gruber. „Das war schon eine besondere Herausforderung“, sagt der 65-Jährige. Vor allem, weil Kaminski im Kehlmann-Roman quasi in einem Atemzug mit Meistern wie Matisse und Picasso genannt wird. „Da kriegt man erst mal Angst“, sagt Gruber und lacht. Der gebürtige Hesse, der Bühnenbilder für Staatstheater und Opernhäuser schuf und den deutschen Beitrag zur Weltausstellung Expo 1992 in Sevilla realisierte, stellte sich der Herausforderung. „Ich habe das Buch von Kehlmann intensiv gelesen“, erzählt Gruber. Darin ist der erblindende Maler gut beschrieben. Jesper Christensen habe dann gut in seine Vorstellung von Kaminski gepasst. Gruber studierte die Physiognomie des Schauspielers, war bei den ersten Vorbesprechungen für den Film mit dem Fotoapparat dabei, um das „Lebenswerk“ des todkranken Malers authentisch zu erfinden, darunter die „Blinde Serie“, die Kaminski bereits mit nachlassendem Augenlicht gemalt haben soll. Bleistiftskizzen, Tuschezeichnungen, Aquarelle und großformatige Acryl- und Ölgemälde sind so entstanden. „Am schwierigsten war ein Selbstporträt“, erklärt Manfred Gruber, „das verlangte schon viel Abstraktion“. Am Ende ist der Ghost-Maler aber mit seinem Werk zufrieden. „Ich stehe hinter jedem Bild.“ Die Gemälde sind echte Kaminskis – „und echte Grubers“, sagt ihr Schöpfer.

Ausstellungen an drei Orten


Die Ausstellung mit den Bildern von Manfred Gruber wir am Dienstag um 15 Uhr im Potsdamer Kulturministerium in der Dortustraße 36 eröffnet.

In der Stadt- und Landesbibliothek am Kanal 47 wird die Schau im Anschluss um 17.30 Uhr eröffnet.

An drei Orten werden die Bilder zum Kehlmann-Film anlässlich von Lit:Potsdam gezeigt: im Kulturministerium bis 19. August, in der Stadt- und Landesbibliothek bis 8. August und im Foyer des Filmmuseums von 9. bis 31. Juli.

Von Marion Kaufmann

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