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Potsdam Biosphäre Potsdam wird Multifunktionshalle
Lokales Potsdam Biosphäre Potsdam wird Multifunktionshalle
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17:15 14.07.2016
Die Biosphäre vom Buga-Park aus gesehen.   Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam, Bornstedter Feld

 Neue Wege für die Nachnutzung der Biosphäre: In seltener Einmütigkeit stimmten die Stadtverordneten am Mittwoch im Hauptausschuss für eine Prüfung des Umbaus zur Multifunktionshalle. Wie berichtet, wird die Tropenwelt am 30. November 2017 in ihrer jetzigen Form ihre Türen schließen. Für die Nachnutzung ab 2018 ist eine Fusion mit dem Naturkundemuseum angedacht. Außerdem könnten – je nach Variante – in der Halle verpachtete Gastronomie, eine Sporthalle, Wellness-Einrichtungen, Kino, eine Jugendfreizeiteinrichtung oder ein Bürgertreff Platz finden. Bis Jahresende soll in einer Untersuchung – Kostenpunkt: 100 000 Euro – die Multifunktionshalle auf ihre Wirtschaftlichkeit hin geprüft werden. Ergebnisse liegen im Januar 2017 vor.

Kommt noch der Scheich mit einem Koffer um die Ecke?

Bei den Stadtverordneten stießen die Pläne gestern auf breite Zustimmung. „Ich finde, dass da die richtigen Überlegungen angestellt werden“, sagte Linken-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg. CDU-Fraktionschef Matthias Finken betonte die Bedeutung einer Multifunktionshalle für die Entwicklung des Potsdamer Nordens. Die CDU-Fraktion plädierte dafür, die Suche nach einem Privatinvestor für den Hallenbetrieb nicht explizit in der Beschlussvorlage auszuschließen – „falls noch ein Scheich mit einem Koffer um die Ecke kommt“. Den Scheich oder „einen weißen Ritter“ zur Betreibung der Halle würde man gerne willkommen heißen, erklärte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD). Angesichts der bisherigen negativen Erfahrungen bei der Privatinvestoren-Suche werde man aber „nicht aktiv ausschreiben“.

„Als Ausstellungsort für Plaste-Saurier okay, aber nicht als Museum“

Scharfe Kritik an den Fusionsplänen für Naturkundemuseum und Biosphäre kam nach dem Hauptausschuss von Museumsmitarbeitern, die die Sitzung verfolgt hatten. „Die Biosphäre ist als Ausstellungsort für Plaste-Saurier okay, aber nicht für ein Naturkundemuseum“, sagte ein empörter Mitarbeiter. Und: „Wenn wir nur wegen einer Milchmädchenrechnung abgeschoben werden, machen wir da nicht mit.“ Die Stadt begründet die Pläne mit dem Sparpotenzial, das sich aus der Zusammenlegung der beiden defizitären Einrichtungen ergeben würde. In den Augen einiger Mitarbeiter greift diese Argumentation nicht. So sei das Nebengebäude des Naturkundemuseums erst für teures Geld ausgebaut worden mit Magazin, Präparationswerkstatt und Aquarium-Technik. Kurz: „Wir wollen nicht in eine bautechnisch ungeeignete Halle wie die Biosphäre abgeschoben werden.“ Der Wunsch von einigen Mitarbeitern – nicht zuletzt dem Museumsdirektor Detlef Knuth – war immer ein Museumsneubau am Obelisken an der Breiten Straße.

Von Ildiko Röd

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