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Potsdam Biotech-Campus Potsdam wird versteigert
Lokales Potsdam Biotech-Campus Potsdam wird versteigert
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02:16 20.09.2015
Die Erbbaurechte von vier historischen Backsteingebäuden auf Hermannswerder werden von der ILB kommende Woche versteigert. Dort sind Firmen aus der Biotech-Branche angesiedelt. Quelle: Foto: Friedrich Bungert
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Hermannswerder

Einst dienten die roten Backsteingebäude auf Hermannswerder als Schulgebäude und Sozialwohnungen, zuletzt für hochmoderne Forschung unter dem Namen „Biotech-Campus Potsdam“. Jetzt werden vier denkmalgeschützte Gebäude und ein Neubau von der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) versteigert. Kommende Woche sollen in Berlin die Erbbaurechte der Grundstücke für mindestens 5,3 Millionen Euro neue Eigentümer finden.

Die Betreibergesellschaft des Biotech-Campus wird aufgelöst

Seit 1994 sind die Erbbaurechte an den insgesamt 25 000 Quadratmeter großen Flurstücke im Besitz der ILB. Die vier zur Versteigerung stehenden historischen Gebäude wurden bis 1997 von der Förderbank für über 12 Millionen Euro saniert. Das Mindestgebot liegt bei knapp vier Millionen Euro. Der Neubau am Eingang der Halbinsel wurde 2002 errichtet und soll für mindestens 1,35 Millionen Euro versteigert werden. Die Erbbaurechte reichen bis in die Jahre 2072 und 2076.

Der Neubau mit einem Gewächshaus und S2-Sicherheitslabors soll für mindestens 1,35 Millionene Euro versteigert werden. Quelle: Friedrich Bungert

„Weil die dauerhafte Verwaltung von Immobilien nicht zu den Aufgaben der ILB gehört, hat die Förderbank nach vorheriger Abstimmung mit dem Wirtschaftsministerium des Landes Brandenburg und Zustimmung des Verwaltungsrates der ILB bereits im Jahr 2014 den Auftrag erhalten, einen Verkauf des Ensembles zu prüfen“, begründet ILB-Sprecher Matthias Haensch die Veräußerung des Campus. „Dazu wurden Gutachten eingeholt sowie Gespräche mit dem Erbbaurechtgeber, der Landesregierung und der Stadt Potsdam geführt.“ Die ILB-eigene Betreibergesellschaft soll nach dem Verkauf aufgelöst werden. Bestehende Mietverträge der zwölf eingemieteten Firmen hätten bestand und eine Nutzungsänderung sei nur eingeschränkt und mit Zustimmung der Hoffbauer-Stiftung möglich, so Haensch.

Grundstückseigentümer bleibt die Hoffbauer-Stiftung

Denn die Hoffbauer-Stiftung, die in vielen weiteren Backsteingebäuden auf der Halbinsel Hermanswerder eine Reihe sozialer Einrichtungen, Ausbildungsstätten und ein Gymnasium betreibt, ist der eigentliche Grundstückseigentümer. „Unsere Satzung verbietet den Verkauf der Grundstücke“, sagt Stiftungssprecherin Heidrun Spengler.

Vier historische Gebäude aus dem frühen 19. Jahrhundert stehen zur Auktion. Darin sind hochmoderne Labors eingerichtet. Quelle: Friedrich Bungert

Das Interesse an den Immobilien ist groß, wie Gerd Fleischmann, Vorstand des beauftragten Auktionshauses, der Deutsche Grundstücksauktionen AG, bestätigt: „Das sind zwar sehr spezielle Immobilien, aber wir haben bereits mehrere Besichtigungen durchgeführt.“ Demnach seien sowohl Immobilien-Unternehmen als auch wohlhabende Familien an dem Objekt als Investitionsobjekt interessiert. „Was wir nicht festgestellt haben, sind Interessenten aus dem Ausland“, verriet Fleischmann.

Der Biotech-Campus auf Hermannswerder

Seit 1994 betreibt die Investitions- und Landesbank Brandenburg (ILB) den Biotech-Campus auf der Potsdamer Halbinsel Hermannswerder. In vier historischen Gebäuden und einem Neubau stehen 11 500 Quadratmeter Fläche zur Verfügung, wovon etwa 8200 Quadratmeter vermietet sind.

In den Gebäuden befinden sich moderne Laborbereiche für gentechnische Experimente, darunter auch ein Labor der zweithöchsten Sicherheitsstufe S3.

Die ILB ist nur um Besitz der Erbbaurechte, da sich die historischen Backsteingebäude auf dem Grund der Hoffbauer-Stiftung befinden. Deren Satzung verbietet die Veräußerung von Grundstücken.

Derzeit sind dort zwölf Unternehmen mit 250 Mitarbeitern angesiedelt. Die Schwerpunkte der Firmen liegen in der Entwicklung pharmakologischer Stoffe auf pflanzlicher Basis, von Diagnoseprodukten, Lebensmitteltests und Medizintechnik. pede

Von Peter Degener

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