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Bis Jahresende weitere 1500 Flüchtlinge

Potsdam will vier Integrationslotsen einsetzen Bis Jahresende weitere 1500 Flüchtlinge

Bis zum Jahresende rechnet die Stadt Potsdam mit dem Zuzug von weiteren 1500 Flüchtlingen. Um die Integration zu steuern, sollen vier „Lotsen“ eingestellt werden, die sich um die Asylbewerber kümmern werden. Scharfe Kritik übte indes Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) an der Bundesregierung. Sie dürfe sich „keinen schlanken Fuß machen“.

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Die Syrerin Nour (M.) bei einem Deutschkurs an der Uni Potsdam.

Quelle: dpa

Schlaatz. Nach dem Sommer sollen in der Stadtverwaltung vier Stellen für sogenannte Integrationslotsen geschaffen werden. Das hat Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) am Donnerstag nach dem ersten Fachtag zur Integration von Flüchtlingen angekündigt. Die Ausschreibungen starten demnächst. Die Integrationslotsen sollen Ansprechpartner für Flüchtlinge für nahezu alle Lebenslagen sein, um Fragen und Probleme zu klären. Für die Stellen werden Bewerber mit „sozialarbeiterischer Vorbildung“, gern mit Englisch- oder Arabischkenntnissen, gesucht. Ein eigenes Flüchtlingsamt werde die Stadt nicht einreichten.

Momentan leben in Potsdam 1500 Frauen, Männer und Kinder mit anerkanntem Flüchtlingsstatus, sagte die Sozialbeigeordnete Elona Müller-Preinesberger (parteilos).

Seit Sommer vergangenes Jahres sei es wichtig gewesen, den Flüchtlingen „ein Dach über dem Kopf zu verschaffen“, so Jakobs. Die nächsten Schritte werden „weitaus komplexer“. Der Integrationsprozess

Fachtagung im Bürgerhaus Schlaatz zur Integration

Am Fachtag im Bürgerhaus am Schlaatz haben mehr als 100 Potsdamer – darunter Hans-Otto-Theater-Intendant Tobias Wellemeyer und Treffpunkt-Freizeit-Leiter Uwe Rühling – teilgenommen, die sich in irgendeiner Weise sich um Flüchtlinge kümmern. Der Fachtag diente einem ersten Austausch – viele Helfer aus Initiativen, Vereinen, Verwaltung wissen nicht oder wenig voneinander, von den Angeboten. Das Informations-Management solle verbessert werden, sagte Jakobs.

Bis Jahresende rechnet Elona Müller-Preinesberger mit schätzungsweise weiteren rund 1500 Flüchtlingen. Niemand könne wissen, wie viele Menschen sich in den kommenden warmen Monaten auf den Weg nach Europa machen.

Bund dürfe sich bei Flüchtlingskosten nicht aus der Pflicht nehmen

„Es geht nicht, dass der Bund sich einen schlanken Fuß macht“, sagte Jakobs. In diesem Zusammenhang sprach der Präsident des Städte- und Gemeindebund von einer „kalten Kommunalisierung der Flüchtlingskosten“.

9136 Euro pro Flüchtling bekommt die Stadt jährlich – auf knapp 12 000 Euro beziffert Elona Müller-Preinesberger die tatsächlchen Kosten. Die Differenz übernimmt die Stadt, dazu kommen weitere Kosten beispielsweise für Kindergarten- und Schulbesuche.

Von Ricarda Nowak

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