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Potsdam Bischof lädt Moschee-Vertreter ins Lepsiushaus
Lokales Potsdam Bischof lädt Moschee-Vertreter ins Lepsiushaus
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15:59 10.06.2016
Bischof Markus Dröge Quelle: Michael Hübner
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Potsdam/Berlin

Der Evangelische Landesbischof Markus Dröge hat den Vorsitzenden der Sehitlik-Moschee in Berlin, Ender Cetin, in das Potsdamer Lepsiushaus zum Gespräch eingeladen. Hintergrund ist die Zurücknahme der Einladung an Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) der Türkisch Islamischen Gemeinde Berlins zur Teilnahme am Fastenbrechen. Dies habe der Bischof mit „großem Bedauern“ zur Kenntnis genommen, hieß es. Die Ausladung Lammerts könne in der gegenwärtigen Situation nur als Reaktion auf die jüngst verabschiedete Resolution des Deutschen Bundestags sowie auf die Erklärung des Bundestagspräsidenten zur Armenienfrage verstanden werden kann.

Dröge: „Begegnungen dürfen nicht abgesagt werden.“

In einem Brief an Ender Cetin habe Bischof Dröge dieses Bedauern ausgedrückt. „Gerade dann, wenn es Diskussions- und Gesprächsbedarf gibt, halten wir es für problematisch, Begegnungen abzusagen.“ Im gleichen Schreiben lädt Bischof Dröge Ender Cetin und die Moscheegemeinde ein, mit ihm gemeinsam das Lepsiushaus in Potsdam zu besuchen, um sich dort mit der historischen Forschung zum Völkermord an den Armeniern auseinanderzusetzen und in ein gemeinsames Gespräch einzutreten.

Evangelische Kirche benennt den Völkermord an Armeniern

Die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Sehitlik-Moschee und evangelischer Kirche sollte fortgeführt werden, so Bischof Dröge. „Gemeinsam sollten wir für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen eintreten und den interreligiösen Dialog vertieft und in wahrhaftiger Weise fortführen. Dazu gehört es auch, in schwierigen Fragen das Gespräch miteinander zu suchen.“ Die Einladung von Bischof Dröge verstehe sich als ein solches Gesprächsangebot, ließ die Evangelische Kirche wissen.

Johannes Lepsius – Freund der Armenier

Das Lepsiushaus in Potsdam setzt sich für den zivilgesellschaftlichen Dialog zwischen Türken, Armeniern und Deutschen ein.

Johannes Lepsius (1858-1926) war ein Menschenrechtler, Orientalist und evangelischer Theologe, der sich für die Armenier im Osmanischen Reich in Zeiten genozidaler Gewalt engagierte.

Das Potsdamer Lepsiushaus ist eine in Deutschland und Europa einmalige Forschungs- und Begegnungsstätte. Sie beschäftigt sich mit der Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts, insbesondere mit dem Völkermord an den Armeniern.

Die Evangelische Kirche vertrete dabei eine klare Position. Bereits 2015 sei auf der Landessynode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz eine Erklärung unter dem Titel „100 Jahre Völkermord an den Armeniern“ verabschiedet und veröffentlicht worden.

Von MAZ online

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