Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Blaue Schafe fühlen sich in Potsdam sauwohl

Teil der „Friedensherde“ in der Landeshauptstadt Blaue Schafe fühlen sich in Potsdam sauwohl

Eine blaue Schafherde sorgte für einige Tage im Frühjahr 2013 in der historischen Innenstadt in Potsdam für Aufmerksamkeit sorgen: "Die blaue Friedensherde" gastierte damals Anfang Mai im Rahmen eines Kunstprojektes an drei verschiedenen Orten. Einige Schafe blieben in Potsdam.

Voriger Artikel
Verletzte nach Unfall mit Straßenbahn
Nächster Artikel
Freizeit-Kicker bangen um ihren Fußballplatz

Wer braucht schon einen norddeutschen Deich oder irische Wiesen, wenn er einen Logenplatz in der Potsdamer City haben kann?

Quelle: Julian Stähle

Dem blauen Schaf geht’s gut, das versichert Christiane Weber nachdrücklich. Die Pressesprecherin der Stadtverwaltung hatte sich auf MAZ-Anfrage im labyrinthischen Stadthaus auf die Suche nach dem leuchtenden Polyesterharz-Wiederkäuer gemacht. Schließlich ist es genau ein Jahr her, dass „Die blaue Friedensherde“ am Luisenplatz kampierte. Vom 3. bis 5. Mai 2013 warb das Künstlerpaar Bertamaria Reetz und Rainer Bonk aus Köln und Rheinberg damit „für ein friedliches Miteinander, Toleranz und Akzeptanz des Anderen“.

Im Zuge einer dreijährigen EuropaTour macht die Herde jeweils für kurze Zeit Station in verschiedenen Städten. Die Künstler ließen in jeder Gaststadt ein Schaf zurück – Stadtverordnetenpräsident Peter Schüler (Grüne) nahm das leuchtend-blaue Tier vom Künstler entgegen. Auf einer Abschlussveranstaltung in Italien sollen alle Schafe wieder zusammenfinden. Ob die Stadt daran teilnehmen werde oder zumindest jemanden aus der italienischen Partnerstadt Perugia in Vertretung hinschickt, wusste Weber nicht zu sagen, nur: „Dass das Schaf im Kulturbereich gut aufgehoben ist und sich dort offenbar sehr wohl fühlt“. So wohl, dass es sich sogar zu vermehren scheine, fügte Weber an, die im Büro der Kulturdezernentin Iris Jana Magdowski (CDU) bereits eine blaue Miniausgabe ausgemacht haben will. Ob es vom geliehenen Mutterschaf stammt, könnte nur ein Gentest klären.

Blaue Schafe weiden in der Innenstadt vor dem Brandenburger Tor in Potsdam.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Es fällt auf, dass sich in Potsdam einige dieser Schafe in Gärten und auf Balkonen finden. Die Landeshauptstadt scheint ein Ort zu sein, an dem sich blaue Friedensschafe wohlfühlen. Beim Stadtrundgang mit vom Ostereier-Suchen noch geschärften Blick konnte die MAZ jedenfalls blaue Schafe in der Hebbelstraße, in der Eisenhartstraße, in der Benkertstraße und in einem Garten in der Bornstedter Lendelallee ausmachen. Und vermutlich waren das noch längst nicht alle, hat doch mancher dem Schaf einen Innenschlafplatz zugedacht. Sicher ist indes nur eines: Wenn das Originalschaf zum Abschluss nach Italien reist, bleiben die Nachkommen hier erhalten.

Von Jan Bosschaart

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg