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Potsdam: Bombe wird Donnerstag entschärft

250 Kilogramm schwerer Sprengkörper Potsdam: Bombe wird Donnerstag entschärft

Auf viele Potsdamer kommt am Donnerstag eine Bombenentschärfung zu. In Babelsberg ist am Dienstag eine 250 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Der Sperrkreis betrifft mehr als 3000 Menschen, außerdem wird die Humboldtbrücke gesperrt. Die Entschärfung nimmt ein alter Bekannter vor.

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Am Donnerstag wird in Potsdam ein großer Sperrkreis eingerichtet.

Quelle: MAZ

Potsdam. Eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Dienstag bei einer routinemäßigen Suche im Auftrag der Stadtwerke auf dem Gelände des Strandbades Babelsberg am Tiefen See gefunden worden. Es ist der zwölfte Sprengkörper, der in diesem Jahr in Potsdam geborgen wurde, insgesamt ist es der 170. Weltkriegssprengkörper seit 1990 in der Landeshauptstadt.

Alle Wohnungen innerhalb der roten Linie müssen am Donnerstag geräumt werden

Alle Wohnungen innerhalb der roten Linie müssen am Donnerstag geräumt werden. Die viel befahrene Humboldtbrücke ist ab dem frühen Morgen gesperrt.

Quelle: MAZ

Bombe wird von Mike Schwitzke entschärft

„Die Experten hatten zunächst alte Luftbilder gesichtet und darauf vier Bombentrichter und eine Verdachtsfläche erkannt. Danach wurde das Gelände abgesucht“, sagte Stadtsprecher Jan Brunzlow. Der Blindgänger soll bereits am Donnerstag, 12. November, von Sprengmeister Mike Schwitzke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg entschärft werden.

Mehr als 3000 Menschen leben im Sperrkreis

Etwa 3100 Menschen, von denen 800 älter als 65 Jahre sind, leben im Sperrkreis. Er hat einen Durchmesser von 800 Metern und wird zur Vorbereitung der Entschärfung rund um den Fundort gezogen. Anwohner müssen am Donnerstag bis 8 Uhr ihre Wohnungen und Häuser verlassen.

MAZ-Spezial zu Blindgängern in Potsdam

Von der Sperrung betroffen sind weite Bereiche des Wohngebietes Zentrum-Ost mit der Grundschule am Humboldtring, der Lenné-Gesamtschule sowie den Kitas „Sonnenschein“ und „Grasshoppers“ sowie der Kulturstandort Schiffbauergasse. Der Sperrkreis wird begrenzt durch die Berliner Straße zwischen Holzmarktstraße bis Ecke Ludwig-Richter-Straße, quer durch den Park Babelsberg, die Mühlenstraße in Babelsberg und die Friedrich-List-Straße zwischen Rudolf-Breitscheid- und Lotte-Pulewka-Straße sowie durch die Lotte-Pulewka-Straße bis zur Havel. Sowohl die Berliner Straße und die Mühlenstraße als auch die Lotte-Pulewka-Straße können befahren werden. Gesperrt werden hingegen die Nuthestraße zwischen Friedrich-List-Straße und Berliner Straße, also auch die Humboldtbrücke.

Autofahrer sollten den Bereich rund um den Sperrkreis umfahren

Für Autofahrer auf der Nuthestraße in Richtung Potsdam ist die Friedrich-List-Straße die letzte freie Ausfahrt, die Umleitungsempfehlung stadteinwärts führt über Horstweg und Heinrich-Mann-Allee. Autofahrer werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren. Die Tram-Linien 94 und 99 werden ebenfalls für die Zeit der Munitionsbergung unterbrochen. Der S-Bahn- und Regionalbahnverkehr ist nicht betroffen.

Stadt richtet Sporthalle für Anwohner her

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst plant, den 250 Kilogramm schweren Blindgänger US-amerikanischer Herkunft zu entschärfen. Möglich ist allerdings auch eine Sprengung. Der Blindgänger im Strandbad wurde etwa zehn Meter vom Wasser in einem Meter Tiefe gefunden. Die Bombe liegt senkrecht, mit dem Zünder nach unten, im Erdreich und muss deshalb zunächst von einem Bagger freigelegt werden.

Mehr als 250 Einsatzkräfte der Landeshauptstadt, der Feuerwehr und der Polizei werden im Einsatz sein, um den Sperrkreis abzusichern. Anwohner, die während der Sperrung nicht wissen, wo sie unterkommen, können in der Sporthalle am Oberlinhaus in der Rudolf-Breitscheid-Straße 24 bis zum Ende der Munitionsbergung warten. Menschen, die nicht alleine die Wohnung verlassen können, rufen bitte die Feuerwehr unter 0331/3 70 12 16 an und bestellen einen Transport.

Von Jens Trommer

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