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Blindgänger in Potsdam Bombenfund in Potsdam: Entschärfung am Dienstag
Lokales Potsdam Blindgänger in Potsdam Bombenfund in Potsdam: Entschärfung am Dienstag
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18:45 28.06.2018
Dieser Blindgänger wurde am 26. Juni 2018 gefunden und wird am 3. Juli entschärft. Quelle: MAZonline
Potsdam

Am Hauptbahnhof in Potsdam wurde ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Sprengmeister Mike Schwitzke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg (KMBD) wird die Fliegerbombe am Dienstag, 3. Juli 2018, entschärfen.

Die 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe englischer Herkunft aus dem Zweiten Weltkrieg wurde am vergangenen Dienstag gefunden. Der Blindgänger liegt in rund 3 Meter Tiefe.

Am Hauptbahnhof wird seit vergangenem Jahr nach Blindgängern gesucht. Quelle: MAZonline

Das Areal im Nuthepark wird derzeit auf Munition untersucht.

Insgesamt ist die gefundene Fliegerbombe der Weltkriegssprengkörper 188 seit 1990 in der Landeshauptstadt. In dieser Statistik werden Fliegerbomben ab 100 Kilogramm erfasst, teilte die Stadt Potsdam am Donnerstag mit.

Der Sperrkreis

Der Sperrkreis um den Fundort in der Babelsberger Straße beträgt am Dienstag rund 800 Meter.

Etwa 10.000 Menschen leben in dem Bereich. Sie sind aufgefordert, ihre Wohnungen am Dienstag bis 7.30 Uhr selbstständig zu verlassen.

Von den Sperrungen ist die gesamte südliche Innenstadt zwischen Am Kanal, Humboldtbrücke, Humboldtring, Lotte-Pulewka-Straße, Friedrich-Engels-Straße, Friedhofsgasse, Heinrich-Mann-Allee, Am Brauhausberg, Finkenweg, Leipziger Straße, quer über die Havel bis zum Lustgarten, Schlossstraße und über die Friedrich-Ebert-Straße wieder zur Straße Am Kanal betroffen.

Drei Pflegeheime, die Grundschulen Rosa Luxemburg in der Burgstraße und Am Humboldtring sowie die Lenné-Gesamtschule, sechs Kindertagesstätten, der Hauptbahnhof, die Lange Brücke, das Bildungsforum, das Sport- und Freizeitbad Blu, das Filmmuseum, das Potsdam-Museum, das Museum Barberini, das Hotel Mercure und der Landtag befinden sich im Sperrkreis.

Die Nacht von Potsdam

Potsdam ist am 14. April 1945 das Ziel eines alliierten Bombenangriffs. Nach dem Luftangriff herrscht ein „Dante’sches Inferno“. Tote und Verletzte liegen in den Trümmern. Der Bahnhof und ein Großteil der historischen Altstadt sind zerstört. Das Protokoll der Bombennacht in Echtzeit: Zeitzeugenberichte, Hintergründe und Bilddokumente.

Ausweichquartiere

Als Aufenthaltsorte während der Evakuierung und Entschärfung stehen das

Freiland Potsdam in der Friedrich-Engels-Straße 22,

– der Treffpunkt Freizeit in der Straße Am Neuen Garten 64 und das

Bürgerhaus am Schlaatz, Schilfhof 28, zur Verfügung.

Die Landeshauptstadt setzt Busse aus dem Evakuierungsgebiet ein, die zu den jeweiligen Aufenthaltsorten pendeln. Vom Parkplatz ab Am Kanal Ecke Burgstraße fährt der Bus zum Treffpunkt Freizeit, ab Haltestelle Humboldtring fährt der Shuttlebus zum Bürgerhaus am Schlaatz und ab Friedrich-Engels-Straße Höhe Pflegequartier fährt der Bus zum Freiland.

Bahnverkehr unterbrochen

Der Bahnverkehr wird während der Entschärfung zwischen S-Bahnhof Babelsberg und Bahnhof Charlottenhof unterbrochen. Auch der Straßenbahn- sowie der Busverkehr sind zwischen Am Friedhof und Platz der Einheit unterbrochen.

Für Autofahrer geht am Hauptbahnhof nichts. Sie sollten das Gebiet weiträumig umfahren. Die Nuthestraße und Humboldtbrücke sind befahrbar. Die Heinrich-Mann-Allee ist ab Am Brauhausberg gesperrt, das Abbiegen in die Straße Am Brauhausberg ist möglich.

Die Leipziger Straße ist ab Höhe Wasserwerk gesperrt. In der Innenstadt sind die Breite Straße sowie die Friedrich-Ebert-Straße ab Yorckstraße bis zum Sperrkreis nur für Anlieger befahrbar.

Hotline der Stadt Potsdam

Etwa 600 Helferinnen und Helfer, unter anderem von der Landeshauptstadt Potsdam, der Berufsfeuerwehr, freiwilligen Feuerwehren, Bundespolizei und Polizei sind im Einsatz, um den Sperrkreis zu räumen und abzusichern.

Informationen rund um die Entschärfung und den Sperrkreis erteilen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landeshauptstadt unter der Nummer (0331) 289 1677 sowie von Freitag 13 Uhr bis Sonntagabend unter der Telefonnummer (0331) 289 1642.

Personen, die nicht selbstständig den Sperrkreis verlassen können, melden sich bitte frühzeitig bei der Potsdamer Feuerwehr unter (0331) 370 1216, um einen Transport zu bestellen.

Von MAZonline

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