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Blindgänger in Potsdam So verlief die Bombenentschärfung in Potsdam
Lokales Potsdam Blindgänger in Potsdam So verlief die Bombenentschärfung in Potsdam
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16:37 10.10.2018
Sprengmeister Mike Schwitzke mit der entschärften Bombe. Quelle: Julian Stähle
Potsdam

Jeden Monat wird eine Bombe in Potsdam gefunden – so muss es den Anwohnern rund um das ehemalige Tramdepot in der Heinrich-Mann-Allee mittlerweile vorkommen. Erst am 3. August und am 13. September waren dort gefundene Blindgänger unschädlich gemacht worden. Am Mittwoch war es erneut so weit.

Bombe Nummer 192 in Potsdam

250 Kilo schwer war die US-amerikanische Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg. 3000 Potsdamer mussten am Mittwoch bis 8.30 Uhr ihre Wohnungen verlassen, damit der Blindgänger entschärft werden konnte.

Erneut ist in Potsdam ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden – an gleicher Stelle wie zwei vorangegangene Fliegerbomben.

Verfolgen Sie die Ereignisse der Bombenentschärfung in Potsdam im Liveticker:

  • 10.10.18 11:03
    Wir hoffen, dass alle schnell wieder zurück in ihre Wohnungen gelangen. Wir beenden den Liveticker an dieser Stelle. Genießen Sie den schönen Tag!
  • 10.10.18 11:01
    Nun geht es zurück in die eigenen vier Wände. Für die Wartenden im Oberlinhaus ist die Bombenentschärfung für heute geschafft.
  • 10.10.18 10:56
  • 10.10.18 10:49
    Gleich geht's los nach Hause. Etwa 30 Menschen sind noch im Oberlinhaus. Besonders Raucher werden langsam ungeduldig.
  • 10.10.18 10:42
    Frau Dr. Julia Kairies vom Gesundheitsamt Potsdam schildert ihre Eindrücke aus dem Oberlinhaus. Sie ist eine von 30 Helfern. Hier warteten insgesamt 70 Menschen auf die Rückfahrt nach Hause.
  • 10.10.18 10:38
    Ein Haufen Anomalien: Nach Auskunft des Sondengängers Maik Schwarz von der Kampfmittelfirma Boskalis Hirdes gibt es noch etwa 200 Verdachtspunkte. Die Sonde unterscheidet nicht zwischen einem alten Rohr und einer Bombe. Die magnetischen Anomalien türmen sich auf dem Gelände als großer Haufen Schrott.
  • 10.10.18 10:34
    Die Sucharbeiten auf dem Areal am alten Straßenbahndepot laufen noch etwa sechs Wochen, sagt Ordnungsdezernent Mike Schubert: "Wir wollen vor dem Winter durch sein."

    Auf dem Gelände plant die ProPotsdam den Bau von 750 Wohnungen.
  • 10.10.18 10:32
    Hans Kunze, 90 Jahre alt, aus dem City-Quartier am Potsdamer Hauptbahnhof, wartet mit Begleitung auf seine Rückfahrt. "Wir wurden hier fantastisch betreut. Das war super und viel besser als beim letzten Mal", sagt er.
  • 10.10.18 10:25
    Die Feuerwehr ist nun dabei, die hilfsbedürftigen Menschen wieder zurück in ihre Wohungen zu bringen.
  • 10.10.18 10:24
    Die Bombe war so verdreckt und verrostet, dass Schwitzke mit Hammer und Meißen der Kruste zu Leibe rücken musste.
  • 10.10.18 10:23
    Der Zünder der amerikanischen Bomben ist aus Stahl und rostet schneller. Die britischen Bomben haben Zünder aus Messing. Die sind besser erhalten und glänzen dann auch.
  • 10.10.18 10:22
    Und auch die Straßenbahnen und Busse verkehren jetzt wieder
  • 10.10.18 10:22
    Gute Nachricht auch für Bahnreisende
  • 10.10.18 10:21
    Eine Stunde und zehn Minuten hatte Schwitzke gebraucht: "Anfangs wollte der Zünder nicht so wie wir wollten. Er drehte sich nicht. Wir dachten, wir müssten ihn mit seiner Reduzierbuchse rausgehen. Aber dann drehte er sich doch."
  • 10.10.18 10:19
    Die Entschärfung war problematischer als gedacht, berichtet Mike Schwitzke.
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Der Sperrkreis der Bombe in Potsdam

Im Sperrgebiet der Bombe befanden sich unter anderem das Viertel Am Brunnen, die Staatskanzlei Brandenburg, die Kolonie Daheim sowie mehrere Ministerien, Landesämter, die Bundespolizei, zwei Pflegeheime, eine Einrichtung des betreuten Wohnens, der Kletterpark, das Humboldt-Gymnasium sowie die beiden Kindertagesstätten „Nuthewinkel“ und „Potsdam-Kids“.

Der Sperrkreis befand sich innerhalb des Bereiches Friedrich-List-Straße, Nuthestraße, Horstweg, Waldstraße, Albert-Einstein-Straße und dem Hauptbahnhof. Auch die MAZ-Redaktion und das Druckzentrum mussten für die Entschärfung evakuiert werden.

Mehr zur Bombe in Potsdam

Der in Potsdam entdeckte Blindgänger ist nicht der erste seiner Art – und wird wohl auch nicht der letzte bleiben. Wie liefen die letzten Entschärfungen? Wie arbeitet Sprengmeister Mike Schwitzke? Und woher kommen die Fliegerbomben, die auch Jahrzehnte nach Kriegsende noch eine Gefahr im Potsdamer Boden darstellen? Antworten auf diese und weitere Fragen haben wir auf unserer Themenseite zu Blindgängerfunden in Potsdam für Sie zusammengestellt.

Von MAZonline

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