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Bombenentschärfung in Potsdam beendet

Sperrkreis aufgehoben Bombenentschärfung in Potsdam beendet

Der Kampfmittelräumdienst hat im Potsdamer Wildpark fünf Weltkriegs-Bomben entschärft. Der Sperrkreis wurde aufgehoben, der Zugverkehr kommt in Kürze wieder ins Rollen. Für zwei Sprengmeister war der Tag besonders aufregend.

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Bombenentschärfung am Donnerstag

Mike Schwitzke mit Potsdams Ordnungsdezernent Mike Schubert (SPD) und zwei Mitgliedern aus Schwitzkes Team (v.l.) mit den entschärften Bomben.

Quelle: Christel Köster

Potsdam. Sprengmeister Mike Schwitzke und sein Team des Kampfmittelbeseitigungsdienstes haben am Mittwochmorgen fünf Weltkriegs-Bomben im Potsdamer Wildpark entschärft. Nach der Sprengung der mechanischen Zünder und von etwa 15 aufgefunden Granaten sei der Sperrkreis wieder aufgehoben worden, teilte Stadtsprecher Jan Brunzlow am Mittwoch mit.

Sprengmeister Mike Schwitzke

Quelle: Christel Köster

Für zwei Sprengmeister war der heutige Tag besonders aufregend: Sie haben im Rahmen der Bombenentschärfung ihre Abschlussprüfungen absolviert – mit Erfolg.

Bahnverkehr unterbrochen

In den nächsten Stunden soll dann auch die seit dem Morgen unterbrochenen Bahnlinien 22 und 23 von Potsdam nach Königs Wusterhausen sowie Michendorf starten. Zunächst müsse die Bahn aber die Oberleitungen wieder in Betrieb nehmen, erläuterte Brunzlow. Weitere Verkehrsbehinderungen hatte es nicht gegeben, weil die Blindgänger in einem Waldstück lagen.

Thermoskannen gegen die Kälte

220 Einsatzkräfte der Landeshauptstadt, der Feuerwehr und der Polizei waren im Einsatz, um den Sperrkreis abzusichern. Am Lagezentrum nahmen die Helfer Warnwesten und Laufzettel entgegen. Sie sorgten an insgesamt vier Abschnitten dafür, dass keiner in das Sperrgebiet eindringt. Die Sicherheit stand an erster Stelle: Im Zweifel durften sie Personen auch festhalten. 

Die Helfer stehen am Lagezentrum an.

Quelle: Jan Bosschaart

Damit die Einsatzkräfte bei Temperaturen um den Gefrierpunkt keine Frostschäden erleiden, wurde bereits nach zwei Stunden die zweite Schicht eingesetzt. Alle Mitarbeiter waren dick angezogen und mit Thermoskannen bewaffnet. Besonders nötig waren diese Vorkehrungen in Abschnitt vier: Dort war die Ablösung um 10 Uhr nicht eingetroffen. Für die Helfer gab es im Anschluss heiße Suppe mit Bockwurst und ein Tütchen mit Weihnachtsleckereien zum Dank.

Aufwärmen mit heißer Suppe.

Quelle: Jan Bosschaart

Bomben 175-179

Die fünf Blindgänger amerikanischer und russischer Bauart waren in der vergangenen Woche in dem Waldstück gefunden worden. Es handelt sich um die Bomben Nummer 175 bis 179, die nach der Wende in der Brandenburger Landeshauptstadt unschädlich gemacht werden. In dieser Statistik werden Fliegerbomben ab 100 Kilogramm erfasst. Sie wurden bei einer systematischen Munitionssuche im Auftrag des Landesbetriebs Forst entdeckt. Entschärft wurden eine 250-kg-Fliegerbombe russischer Bauart, eine 250-kg-Bombe US-amerikanischer Bauart sowie drei 100-kg-Fliegerbomben russischer Bauart.

Die Blindgänger-Funde der letzten Jahre

Von MAZonline

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