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Glück im Unglück

Anneliese Boick erinnert sich an den 14.04.1945 Glück im Unglück

Potsdamer schildern ihre Erlebnisse beim britischen Luftangriff vom 14. April 1945 und in den Tagen danach. Anneliese Boick wurde verschüttet und übrlebte nur, weil ihr Vater schnell reagierte.

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Anneliese Boick

Quelle: MAZ-Archiv (2005)

Potsdam. Anneliese Boick war im April 1945 hochschwanger. Mit ihrer einjährigen Tochter lebte sie in Babelsberg in einem Weberhaus in der Goethestraße. Dort gab es keine Keller mit Notausgang, erzählt sie. Der Vater errichtete im Garten deshalb einen Bunker. Ihre Mutter habe jedesmal geschrien, wenn ein Alarm war. Sie wollte nicht in den Bunker. Als die Flugzeuge über Potsdam waren, hatte Boick den Bunker noch nicht erreicht. Mit ihrer Tochter, die sie eingepackt unterm Arm hatte, war sie unter freiem Himmel, als eine Bombe einschlug.

An Einzelheiten erinnert sie sich nicht. Nur, dass sie plötzlich verschüttet wurde: „Nur die Arme hatte ich noch frei.“ Die Tochter war ihr entglitten. „Was wird nun? Es fängt gleich noch ein Angriff an“, erinnert sich Boick an ihre Todesangst. Dann kam der Vater, grub sie und die Tochter aus. Aus einer Garage hatte es die Autos herausgeschleudert, da erst wusste Boick, was geschehen war. Sie hatte Glück im Unglück. Im nächstgelegenen Luftschutzkeller, erzählt sie, fanden 25 Personen Platz. Elf von ihnen überlebten den Bombenangriff auf Potsdam nicht.

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Mehr aus Die Nacht von Potsdam
Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

Bombenentschärfungen in Potsdam

Immer wieder werden in Potsdam Blindgänger aus dieser Zeit gefunden. Seit der Wende wurden laut Angaben der Stadtverwaltung über 150 Blindgänger in der Landeshauptstadt unschädlich gemacht.

Blindgänger
Weitere Blindgänger in Potsdam vermutet
Weitere Blindgänger vermutet: Die Strohballen bleiben erstmal neben der ILB liegen.

Am Mittwoch wurde in Potsdam ein Blindgänger entschärft. Sprengmeister Mike Schwitzke hat die Stadt wieder ein Stück sicherer gemacht. Nach der Entschärfung gab er sich gewohnt gelassen, dabei war die Bombe eine ungeahnt große Herausforderung. Zudem brachte er gegenüber der MAZ seinen Ärger über die Unvernunft mancher Anwohner zum Ausdruck.

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+++ Liveticker Bombenentschärfung Potsdam +++

Für Potsdam ist dieser Mittwoch ein Tag im Ausnahmezustand: Nahe dem Hauptbahnhof wurde eine Bombe entschärft. Obwohl es keine gewöhnliche Entschärfung war, lief alles glatt. Der Sperrkreis konnte gegen 13 Uhr aufgehoben werden. Die MAZ berichtet im Liveticker.

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Potsdam
S-Bahn- und Bahnverkehr sind am Mittwoch erheblich eingeschränkt.

Aufgrund der Bombenentschärfung am Mittwoch in Potsdam ist der öffentliche Verkehr erheblich eingeschränkt. Da der Potsdamer Hauptbahnhof im Sperrkreis liegt, sind der Bahn- und S-Bahn-Verkehr über viele Stunden hinweg lahmgelegt. Auch bei Bussen und Straßenbahnen gibt es einiges zu beachten. Hier alle Verkehrsinfos im Detail.

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Bombenentschärfung am Hauptbahnhof
Eine Bombe wurde in der Nähe des Hauptbahnhofs gefunden.

In Potsdam steht am Mittwoch die Entschärfung einer Bombe an. Der Blindgänger war am Montag nahe dem Hauptbahnhof gefunden worden. Weite Teile der südlichen Potsdamer Innenstadt werden dann dicht sein - einschließlich des Hauptbahnhofs und der Langen Brücke.

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Bombensprengung in Potsdam-Süd
Mission erfolgreich: Mehr als ein Krater und ein paar umliegende Bäume sind von Mike Schwitzkes Sprengungen nicht übrig.

Wirklich überraschend war der Fund, der am Dienstag verkündete wurde, nicht: Weltkriegsbomben im Wald am südlichen Rand des Stadtgebiets von Potsdam. So unaufgeregt wie Sprengmeister Mike Schwitzke blieb es auch abseits des Sperrkreises, wo der Verkehr rollte und Anwohner zu Hause bleiben konnten.

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Blindgänger in Potsdam entschärft
Der Sperrkreis

Nummer 182 und 183 sind Geschichte: Sprengmeister Mike Schwitzke hat am Donnerstag im Potsdamer Forst-Süd insgesamt zwei 250-Kilogramm-Bomben sowie einen kleineren Blindgänger unschädlich gemacht.

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Weltkriegsbomben in Potsdam gefunden
Mike Schwitzke sprengt und entschärft am Donnerstag wieder in Potsdam.

Sprengmeister Mike Schwitzke ist am Donnerstag in der Landeshauptstadt Potsdam gefragt – auf ihn warten drei Weltkriegsbomben. Für die Entschärfung müssen laut Stadt keine großen Straßen gesperrt oder evakuiert werden. Betroffen ist allerdings der Falkenhof.

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Sperrkreis aufgehoben

Der Kampfmittelräumdienst hat im Potsdamer Wildpark fünf Weltkriegs-Bomben entschärft. Der Sperrkreis wurde aufgehoben, der Zugverkehr kommt in Kürze wieder ins Rollen. Für zwei Sprengmeister war der Tag besonders aufregend.

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Mehrere Blindgänger im Wildpark
Bombenentschärfung am 21. Dezember 2016 in Potsdam.

Sprengmeister Mike Schwitzke und sein Team des Kampfmittelbeseitigungsdienstes des Landes Brandenburgs müssen am kommenden Mittwoch in Potsdam mehrere Fliegerbomben und mehr als ein Dutzend Granaten unschädlich machen. Gefunden wurden die Blindgänger im Wildpark.

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Blindgänger bei Potsdam gesprengt
Sprengmeister Mike Schwitzke am Krater.

Nicht zum ersten Mal wurde eine Weltkriegsbombe im Sacrow-Paretzer-Kanal gefunden. Doch der Fund am Montag hatte es in sich: Für die Sprengung musste auf einem Acker ein tiefes Loch gegraben werden. Die Anwohner waren darüber wenig erfreut. Das wird ein Nachspiel haben.

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Blindgänger im Sacrow-Paretzer-Kanal
Bombenfund im Sacrow-Paretzer-Kanal. Die Bombe liegt abgedeckt in der Baggerschaufel.

Vor den Toren des Potsdamer Ortsteils Uetz ist im Sacrow-Paretzer-Kanal Montagmorgen eine Bombe entdeckt worden. Sie musste kontrolliert gesprengt werden. Die A10 zwischen Leest und Potsdam-Nord war voll gesperrt. Um kurz nach 15:30 Uhr gab es Entwarnung. Die A10 war wieder frei. Zurück blieb ein riesiger Krater.

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Bombensprengung in Potsdam
Roland Sponholz (links) und Jörg Seeger gehören zum Team von Mike Schwitzke.

Sprengmeister Mike Schwitzke ist in Potsdam bekannt wie ein bunter Hund. Kein Wunder, ist er doch schließlich der Mann, der regelmäßig Bomben in der Landeshauptstadt entschärft. Doch wer sind die Männer hinter ihm? Wir stellen sein Team vor, dass für einen reibungslosen Ablauf bei den Bombenentschärfungen sorgt.

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Interview
Widersprüchliche Stadtentwicklung nach dem Krieg
Bei dem Bombenangriff wurden große Teile Potsdams zerstört.

Der Bombenangriff vom 14. April 1945 ist eines der dunkelsten Kapitel der Potsdamer Stadtgeschichte. Im Interview spricht Historiker Thomas Wernicke über die Stadtentwicklung nach dem Krieg. Auf MAZonline kommen am Dienstag ab 13 Uhr Zeitzeugen zu Wort, und im Ticker lesen Sie die Ereignisse der Nacht von Potsdam in Echtzeit.

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Zeitzeugin
Anneliese Sotschek erinnert sich an den 14.04.1945

Potsdamer schildern ihre Erlebnisse beim britischen Luftangriff vom 14. April 1945 und in den Tagen danach. Anneliese Sotschek erinnert sich noch gut an den Angriff - und an den Großvater, der lieber ins Bett als in den Luftschutzkeller ging.

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Alliierte Flugblätter
Horst Goltz sammelt Flugblätter der Alliierten

Horst Goltz hat ungewöhnliche Sammelleidenschaft. Der heute 83-Jährige sammelte Flugblätter der Alliierten und begann damit im Zweiten Weltkrieg, als der Besitz von "Feindpropaganda" lebensgefährlich war.

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Zeitzeuge
Gerhard Burr erinnert sich an den 14.04.1945

Potsdamer schildern ihre Erlebnisse beim britischen Luftangriff vom 14. April 1945 und in den Tagen danach. Gerhard Burr wurde in einem Lazarett auf Hermannswerder versorgt, als die Bomber kamen.

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Zeitzeuge
Horst Wedell erinnert sich an den 14.04.1945

Potsdamer schildern ihre Erlebnisse beim britischen Luftangriff vom 14. April 1945 und in den Tagen danach. Horst Wedell war in dieser Nacht mit seiner Familie nur von einem Unterstand aus Balken geschützt, den sein Vater errichtet hatte.

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Martin Petrzak erinnert sich an den 14.04.1945

Potsdamer schildern ihre Erlebnisse beim britischen Luftangriff vom 14. April 1945 und in den Tagen danach. Martin Petrzak hat am Brauhausberg gelebt als die Bomben fielen. Den Bunker haben sie im alelrletzten Moment erreicht.

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Zeitzeugin
Anneliese Boick erinnert sich an den 14.04.1945

Potsdamer schildern ihre Erlebnisse beim britischen Luftangriff vom 14. April 1945 und in den Tagen danach. Anneliese Boick wurde verschüttet und übrlebte nur, weil ihr Vater schnell reagierte.

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Zeitzeugin
Renate Jungmann erinnert sich an den 14.04.1945

Potsdamer schildern ihre Erlebnisse beim britischen Luftangriff vom 14. April 1945 und in den Tagen danach. Renate Jungmann hatte Glück, sie wurde vorgewarnt.

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Teure Blindgänger
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In Brandenburg werden immer wieder Bomben gefunden.

In Brandenburg werden immer wieder Weltkriegsbomben gefunden. Sie zu entschärfen ist teuer. Das Bundesland fordert daher Unterstützung vom Bund. Nun kommt Bewegung in die Sache, davon könnte Brandenburg profitieren.

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