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"Krach und Poltern war über uns“

Renate Jungmann erinnert sich an den 14.04.1945 "Krach und Poltern war über uns“

Potsdamer schildern ihre Erlebnisse beim britischen Luftangriff vom 14. April 1945 und in den Tagen danach. Renate Jungmann hatte Glück, sie wurde vorgewarnt.

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Flucht in den Splittergraben

Renate Jungmann

Quelle: MAZ-Archiv (2005)

Potsdam. Renate Jungmann war vorgewarnt. Sie hatte Glück. Schon gegen 20 Uhr, erinnert sie sich, rief der Vater an, dass in dieser Nacht ein Großangriff auf Potsdam geflogen würde. Mit ihrer Mutter, ihrem Bruder und der Nachbarfamilie wartete die damals Fünfzehnjährige im Keller in der Saarmunder Straße (heute Heinrich-Mann-Allee).

Die Sirenen, sagt sie, hat sie nicht gehört. Es verging eine Zeit. Dann fielen Brand- und Sprengbomben. „Krach und Poltern war über uns“, sagt Jungmann. Ein Phosphorkanister steckte den Keller nebenan in Brand. Sie hörte die Frauen schreien, die darin verbrannten. Durch die Detonationen war auch die Tür zum Keller weggerissen worden, in dem Jungmanns saßen. Bettgestelle versperrten den Weg nach draußen. Kadetten halfen ihr später heraus: „Ich bin gezogen und geschoben worden. Ich habe nur einen roten Himmel gesehen“, erinnert sie sich. Über Trümmer ging der Weg in den nächstgelegen Luftschutzkeller.

Die ausgebombte Familie zog in den darauffolgenden Tagen mit einem Handwagen zu Verwandten in die Burggrafenstraße (heute Gutenbergstraße). „Da habe ich auch die Garnisonkirche brennen sehen. Es war schrecklich, wie das Glockenspiel runtergekommen ist.“

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Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

Bombenentschärfungen in Potsdam

Immer wieder werden in Potsdam Blindgänger aus dieser Zeit gefunden. Seit der Wende wurden laut Angaben der Stadtverwaltung über 150 Blindgänger in der Landeshauptstadt unschädlich gemacht.

Blindgänger
Weitere Blindgänger in Potsdam vermutet
Weitere Blindgänger vermutet: Die Strohballen bleiben erstmal neben der ILB liegen.

Am Mittwoch wurde in Potsdam ein Blindgänger entschärft. Sprengmeister Mike Schwitzke hat die Stadt wieder ein Stück sicherer gemacht. Nach der Entschärfung gab er sich gewohnt gelassen, dabei war die Bombe eine ungeahnt große Herausforderung. Zudem brachte er gegenüber der MAZ seinen Ärger über die Unvernunft mancher Anwohner zum Ausdruck.

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+++ Liveticker Bombenentschärfung Potsdam +++

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Potsdam
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Aufgrund der Bombenentschärfung am Mittwoch in Potsdam ist der öffentliche Verkehr erheblich eingeschränkt. Da der Potsdamer Hauptbahnhof im Sperrkreis liegt, sind der Bahn- und S-Bahn-Verkehr über viele Stunden hinweg lahmgelegt. Auch bei Bussen und Straßenbahnen gibt es einiges zu beachten. Hier alle Verkehrsinfos im Detail.

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Bombenentschärfung am Hauptbahnhof
Eine Bombe wurde in der Nähe des Hauptbahnhofs gefunden.

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Bombensprengung in Potsdam-Süd
Mission erfolgreich: Mehr als ein Krater und ein paar umliegende Bäume sind von Mike Schwitzkes Sprengungen nicht übrig.

Wirklich überraschend war der Fund, der am Dienstag verkündete wurde, nicht: Weltkriegsbomben im Wald am südlichen Rand des Stadtgebiets von Potsdam. So unaufgeregt wie Sprengmeister Mike Schwitzke blieb es auch abseits des Sperrkreises, wo der Verkehr rollte und Anwohner zu Hause bleiben konnten.

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Blindgänger in Potsdam entschärft
Der Sperrkreis

Nummer 182 und 183 sind Geschichte: Sprengmeister Mike Schwitzke hat am Donnerstag im Potsdamer Forst-Süd insgesamt zwei 250-Kilogramm-Bomben sowie einen kleineren Blindgänger unschädlich gemacht.

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Weltkriegsbomben in Potsdam gefunden
Mike Schwitzke sprengt und entschärft am Donnerstag wieder in Potsdam.

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Der Kampfmittelräumdienst hat im Potsdamer Wildpark fünf Weltkriegs-Bomben entschärft. Der Sperrkreis wurde aufgehoben, der Zugverkehr kommt in Kürze wieder ins Rollen. Für zwei Sprengmeister war der Tag besonders aufregend.

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