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Blindgänger in Potsdam Fünf Störer müssen Bußgeld zahlen
Lokales Potsdam Blindgänger in Potsdam Fünf Störer müssen Bußgeld zahlen
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10:07 09.04.2018
Bombenentschärfung am 8. November in Potsdam: An mehreren Stellen wurde der Sperrkreis durchbrochen. Quelle: Julian Stähle
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Potsdam

Erstmals seit der Wende hat die Stadt Potsdam Bußgeldverfahren gegen Störer einer Bombenentschärfung eingeleitet. Das teilte die Stadtverwaltung heute mit. Gegen fünf der zehn Störer, die die Evakuierungsmaßnahmen am vergangenen Mittwoch (8. November) behindert haben, werden Bußgelder verhängt.

Die Bußgeldverfahren würden noch laufen, doch die Störer müssten sich auf einen Betrag von mindestens mehreren hundert Euro einstellen, so eine Stadtsprecherin. Maximal ist ein Bußgeld bis zu 5000 Euro möglich.

Eigentlich hätte um 8 Uhr niemand mehr im Gefahrenbereich sein dürfen, doch trafen die Einsatzkäfte noch nach 10.45 Uhr Menschen in der Sicherheitszone an. Zehn Verweigerer und Durchbrecher hat man festgestellt, sechs allein in der Burgstraße, die dem Fundort neben dem Bahnhof am nächsten liegt. In der Burgstraße 5 musste der Schlüsseldienst sogar das Türschloss einer offenbar verwirrten alten Dame aufflexen. Die muss zwar den Schlüsseldienst bezahlen, wird aber nicht weiter belangt. Die Fälle bewusster Sperrkreisverletzungen führten dazu, dass bestimmte Evakuierungsabschnitte mehrfach abgesucht werden mussten. Der Sperrkreis wurde erst um 11.12 Uhr für geräumt erklärt.

Laut Kampfmittelverordnung des Landes Brandenburg handelt derjenige ordnungswidrig, der vorsätzlich oder fahrlässig gekennzeichnete Stellen betritt, auf denen Kampfmittel entdeckt worden sind und die als Gefahrenbereich gekennzeichnet sind.

Potsdam, 8. November 2017 – In Potsdam wird nahe dem Hauptbahnhof eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich gemacht. Die Innenstadt ist ab 8 Uhr leer gefegt. 600 Einsatzkräfte sind im Einsatz, um den Sperrkreis zu räumen und abzusichern. Sprengmeister heute: Mike Schwitzke.

Am 8. November war eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe US-amerikanischer Herkunft aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Areal des Nutheparks in der Nähe des Hauptbahnhofes entschärft worden. Um den Fundort war ein Sperrkreis von rund 800 Metern eingerichtet worden. Mehr als 9.700 Menschen mussten zeitweise ihre Wohnungen und Arbeitsplätze verlassen.

> Liveticker zum Nachlesen: Bombenentschärfung vom 8. November

Von Rainer Schüler und MAZonline

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Am Mittwoch wurde in Potsdam ein Blindgänger entschärft. Sprengmeister Mike Schwitzke hat die Stadt wieder ein Stück sicherer gemacht. Nach der Entschärfung gab er sich gewohnt gelassen, dabei war die Bombe eine ungeahnt große Herausforderung. Zudem brachte er gegenüber der MAZ seinen Ärger über die Unvernunft mancher Anwohner zum Ausdruck.

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Aufatmen in Potsdam: Die Bombe, die sich laut Sprengmeister Mike Schwitzke in einem „miserablen Zustand“ befand, konnte am Mittwoch erfolgreich entschärft werden. Zunächst war unklar, ob das überhaupt möglich sei. Vermutlich war es nicht die letzte Bombe, die auf dem Gelände nahe dem Hauptbahnhof gefunden wurde.

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Für Potsdam ist dieser Mittwoch ein Tag im Ausnahmezustand: Nahe dem Hauptbahnhof wurde eine Bombe entschärft. Obwohl es keine gewöhnliche Entschärfung war, lief alles glatt. Der Sperrkreis konnte gegen 13 Uhr aufgehoben werden. Die MAZ berichtet im Liveticker.

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