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Mike Schwitzke macht Potsdam ein Stück sicherer

Blindgänger in Potsdam entschärft Mike Schwitzke macht Potsdam ein Stück sicherer

Nummer 182 und 183 sind Geschichte: Sprengmeister Mike Schwitzke hat am Donnerstag im Potsdamer Forst-Süd insgesamt zwei 250-Kilogramm-Bomben sowie einen kleineren Blindgänger unschädlich gemacht.

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Der Sperrkreis
 

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Im Potsdamer Forst-Süd sind am Donnerstag drei Fliegerbomben unschädlich gemacht worden. Sprengmeister Mike Schwitzke und sein Team haben am Vormittag eine englische Fünf-Zentner-Bombe entschärft und einen weiteren Blindgänger desselben Kalibers gesprengt. Damit ist die offizielle Zahl der entschärften Blindgänger seit 1990 auf 183 gestiehen. In der Statistik werden nur Bomben ab 100 Kilogramm berücksichtigt.

Der Sperrkreis von 1000 Metern im Umkreis des Fundortes wurde kurz nach 13 Uhr aufgehoben. Da der Fundort der Bomben in einem Waldstück lag, mussten keine Menschen in Sicherheit gebracht oder Straßen gesperrt werden.

183 Bomben seit der Wende

Kurz vor Kriegsende, am 14. April, wurde Potsdam von der Royal Air Force bombardiert. Die Folgen sind noch heute zu spüren.  Allein seit 1990 mussten 183 Blindgänger ab 100 Kilo entschärft oder gesprengt werden. 

Der entschärfte Blindgänger.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Wo lagen die Blindgänger?

Die Weltkriegsmunition wurde bei der systematischen Munitionssuche im Forst Potsdam-Süd gefunden. Dort wurden bereits einige Blindgänger entdeckt und unschädlich gemacht. Im Dezember 2008 wurden dort sogar vier Fliegerbomben entschärft. Rund 3000 Menschen mussten damals den Sperrkreis verlassen.

Wie groß war der Sperrkreis?

Der Sperrkreis wurde rund 1000 Meter rund um den Fundort gezogen. Das Gebiet durfte seit 8 Uhr nicht mehr betreten werden.

Wer war vom Sperrkreis betroffen?

Von den Maßnahmen waren keine Anwohner direkt betroffen. Im Sperrkreis befanden sich aber  die Waldschule Falkenhof und der Friedhof sowjetischer Soldaten.

Gab es Verkehrsbeeinträchtigungen während der Entschärfung?

Mehr als 150 Einsatzkräfte der Landeshauptstadt waren am Donnerstag im Einsatz sein, um den Sperrkreis um die Fundorte abzusichern.

Mitarbeiter der Stadt überwachen den Sperrkreis.

Quelle: B.G.

Der Autoverkehr war nicht betroffen, lediglich die Waldwege (Caputher Heuweg) waren gesperrt.

Von MAZonline

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