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Weltkriegsbombe am Potsdamer Hbf

Bombenentschärfung am Mittwoch behindert Bahnverkehr Weltkriegsbombe am Potsdamer Hbf

Wieder Arbeit für Sprengmeister Mike Schwitzke: Der letzte Fund einer Weltkriegsbombe in Potsdam ist noch gar nicht lange her, da steht bereits die nächste Bombenentschärfung an. Am Montag wurde in der Landeshauptstadt erneut ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Die Bombe soll am Mittwoch entschärft werden.

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Am Mittwoch, 7. Januar 2015, wird am Hbf Potsdam eine Bombe entschärft.

Quelle: Friedrich Bungert

Potsdam. Weltkriegsbombe am Hauptbahnhof
Am Montagvormittag wurde in der Landeshauptstadt Potsdam erneut ein Blindgänger gefunden. Die 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe US-amerikanischer Herkunft aus dem Zweiten Weltkrieg wurde erneut auf dem Areal an der Babelsberger Straße entdeckt. Das Gebiet wird derzeit auf Munition untersucht.

Es ist der zweite Fund innerhalb von drei Wochen: Am 18. Dezember wurde ebenfalls eine 250 Kilogramm schwere Bombe gefunden und musste noch am selben Tag entschärft werden.

Zwischen diesen Hügeln hinter dem Hauptbahnhof in Potsdam liegt der Blindgänger.

Quelle: Friedrich Bungert

Der Blindgänger soll am Mittwoch, dem 7. Januar, von Sprengmeister Mike Schwitzke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg entschärft werden.

» Alle Fakten und der MAZonline-Liveticker hier

Sperrkreis am Mittwoch
Der Sperrkreis am Mittwoch um den Fundort in der Babelsberger Straße beträgt wie zuletzt circa 800 Meter. Von den Sperrungen ist die gesamte südliche Innenstadt zwischen

  • Am Kanal,
  • Humboldtbrücke,
  • Humboldtring,
  • Lotte-Pulewka-Straße,
  • Friedrich-Engels-Straße,
  • Friedhofsgasse,
  • Heinrich-Mann-Allee,
  • Am Brauhausberg,
  • Finkenweg,
  • Leipziger Straße,
  • quer über die Havel bis zum Lustgarten,
  • Schlossstraße und über die
  • Friedrich-Ebert-Straße wieder zur Straße Am Kanal

betroffen.

Am 7. Januar 2015 gilt ab 8 Uhr wegen einer Bombenentschärfung dieser Sperrkreis.

Quelle: Scheerbarth/ Stadtverwaltung

Im Sperrgebiet befinden sich drei Pflegeheime, die Grundschulen Rosa Luxemburg in der Burgstraße und Am Humboldtring sowie die Lenné-Gesamtschule, sechs Kindertagesstätten, der Hauptbahnhof, die Lange Brücke, das Bildungsforum, die Schwimmhalle Am Brauhausberg und der Landtag. Mehr als 9700 Menschen in dem Bereich werden gebeten, ihre Wohnungen am Mittwoch bis 8 Uhr selbstständig zu verlassen.

Ausweichquartiere während der Entschärfung
Als Aufenthaltsorte während der Evakuierung und Entschärfung stehen das Freiland Potsdam in der Friedrich-Engels-Straße 22, der Treffpunkt Freizeit in der Straße Am Neuen Garten 64, die Comenius-Schule am Brauhausberg 10 sowie die Sporthalle der Förderschule am Schlaatz, Bisamkiez 107-110, zur Verfügung.

Die Landeshauptstadt setzt Busse aus dem Evakuierungsgebiet ein, die zu den jeweiligen Aufenthaltsorten pendeln. Vom Parkplatz ab Am Kanal Ecke Burgstraße fährt der Bus zum Treffpunkt Freizeit, ab Haltestelle Humboldtring fährt der Shuttlebus zur Förderschule am Schlaatz und ab Friedrich-Engels-Straße Höhe Pflegequartier fährt der Bus zum Freiland.

Bahnverkehr wird eingestellt
Der Bahnverkehr wird während der Entschärfung zwischen S-Bahnhof Babelsberg und Bahnhof Charlottenhof unterbrochen. Auch der Straßenbahn- sowie der Busverkehr sind zwischen Am Friedhof und Platz der Einheit unterbrochen. Autofahrer werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Die Nuthestraße und Humboldtbrücke sind befahrbar. Die Heinrich-Mann-Allee ist ab Am Brauhausberg gesperrt, das Abbiegen in die Straße Am Brauhausberg ist möglich. Die Leipziger Straße ist ab in Höhe Speicherstadt gesperrt. In der Innenstadt sind die Breite Straße sowie die Friedrich-Ebert-Straße ab Yorckstraße bis zum Sperrkreis nur für Anlieger befahrbar.

Mehr als 500 Helferinnen und Helfer, unter anderem von der Landeshauptstadt Potsdam, der Berufsfeuerwehr, freiwilligen Feuerwehren, Bundespolizei und Polizei sind im Einsatz, um den Sperrkreis zu räumen und abzusichern. Informationen rund um die Entschärfung und den Sperrkreis erteilen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landeshauptstadt unter der Nummer (0331) 289 1666.

Nicht gehfähige Personen und Personen, die nicht selbstständig den Sperrkreis verlassen können, melden sich bitte am Dienstag ab 8 Uhr bei der Feuerwehr unter (0331) 370 1216, um einen Transport für Mittwoch zu bestellen.

Schreck vor Weihnachten
Eine 250-Kilogramm-Fliegerbombe ist Donnerstagmorgen gegen 10 Uhr bei Baggerarbeiten auf der Baustelle der künftigen Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) direkt gegenüber des Potsdamer Hauptbahnhofs gefunden worden.Die Bombe wurde offenbar bereits bewegt. Deswegen musste sie aus Sicherheitsgründen noch am gleichen Tag unschädlich gemacht werden.

» Liveticker der Bombenentschärfung am 18. Dezember 2014

Die größten Bombenfunde der letzten Jahre

Brandenburgs Sprengmeister haben gut zu tun

  • 270 Tonnen Altmunition haben die Feuerwerker des Kampfmittelbeseitigungsdienstes 2013 unschädlich gemacht.
  • Die Munitionsbelastung ist in Brandenburg so groß wie in keinem anderen Bundesland. Ende 2013 waren nach Angaben des Innenministeriums zwölf Prozent der Landesfläche mit Blindgängern sowie Artillerie- und Infanterie-Kampfmitteln kontaminiert. Dabei sind ehemalige Militärliegenschaften wie Truppenübungsplätze nicht einbezogen.
  • 335 Millionen Euro hat das Land seit 1990 für die Beseitigung der Altlasten ausgegeben. Etwa ein Drittel erstattete der Bund.
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Potsdam bekam zwei Tage vom Sprengmeister geschenkt

Kurz vor Weihnachten 2014 musste es schnell gehen: Ein Baggerfahrer hatte einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg bewegt. Sprengmeister Mike Schwitzke musste mehr oder weniger sofort ran. Bei der aktuellen Bombe sieht es etwas anders aus und Mike Schwitzke hatte Zeit, um uns die Such-Methodik zu erklären.

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