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So verlief die Bombenentschärfung

Potsdam So verlief die Bombenentschärfung

Aufatmen in Potsdam: Die Bombe, die sich laut Sprengmeister Mike Schwitzke in einem „miserablen Zustand“ befand, konnte am Mittwoch erfolgreich entschärft werden. Zunächst war unklar, ob das überhaupt möglich sei. Vermutlich war es nicht die letzte Bombe, die auf dem Gelände nahe dem Hauptbahnhof gefunden wurde.

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Sprengmeister Mike Schwitzke mit der 187. Bombe, die seit der Wende in Potsdam entschärft wurde.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Die Bombe, die am Montag neben der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) nahe dem Potsdamer Hauptbahnhof gefunden worden war, konnte am Mittwoch erfolgreich entschärft werden.

Es war seit der Wende die 187. Bombenentschärfung in Potsdam – und die dritte auf dem Gelände zwischen Hauptbahnhof und Freundschaftsinsel. Sprengmeister war Mike Schwitzke.

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Potsdam, 8. November 2017 – In Potsdam wird nahe dem Hauptbahnhof eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich gemacht. Die Innenstadt ist ab 8 Uhr leer gefegt. 600 Einsatzkräfte sind im Einsatz, um den Sperrkreis zu räumen und abzusichern. Sprengmeister heute: Mike Schwitzke.

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Einige Zwischenfälle inklusive

Der Bomben-Tag verlief nicht ganz ohne Zwischenfälle. Mehrere Menschen hatten sich in ihren Wohnungen verbarrikadiert und wollten den Sperrkreis nicht verlassen. An einer Stelle gab es Durchbrecher, die Polizei musste erneut den Sperrkreis absuchen. Und auch die Bombe selbst bereitete Probleme: Weil sie von einer betonharten Dreckschicht überzogen war, war lange unklar, ob sie überhaupt entschärft werden kann oder doch gesprengt werden muss.

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Die 250-Kilogramm-Bombe lag nur 20 Meter von der ILB entfernt in einer Tiefe von 1,50 Meter. Wäre sie gesprengt worden, hätte die ILB „eine neue Fassadengestaltung gebraucht“, sagt ein entspannter Mike Schwitzke nach der Entschärfung. Die Strohballen um die Bombe waren drei Meter hoch aufgerichtet.

Mit Hightech und Handarbeit an die Bombe

Bei dieser Entschärfung wurde erstmals in Potsdam folgende Technik angewendet: Vor der Bombe wurde ein Wasserschneider mit Kamera postiert, der ferngesteuert werden konnte. Damit wurde die zentimeterdicke, betonharte Dreckschicht auf der Bombe entfernt, um den Zünder freizulegen. Die Arbeit direkt an der Bombe wäre lebensgefährlich gewesen, so Sprengmeister Schwitzke.

Danach ging es für Mike Schwitzke mit Handarbeit weiter. Mit einer Rohrzange wurde der Zünder aus der Bombe gedreht und anschließend noch auf dem Gelände gesprengt. Gegen 13 Uhr konnte der Sperrkreis wieder freigegeben werden.

Weitere Bombenfunde nicht ausgeschlossen

Auf dem Gelände neben der Investitionsbank soll eine Grünfläche mit Spielanlagen entstehen. Dazu wird die Erde bis in vier Metern Tiefe ausgetauscht. Die Stadtverwaltung rechnet damit, dass bei der folgenden systematischen Absuche weitere Bomben gefunden werden.

“Hervorragende Arbeit“ der Einsatzkräfte

Neben Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) dankte auch Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) den Einsatzkräften. „Sprengmeister Mike Schwitzke und sein Team vom Kampfmittelbeseitigungsdienst KMBD haben wieder hervorragende Arbeit geleistet“. so Schröter. Er dankte auch den vielen Helfern, die die Evakuierung unterstützt haben.

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Von Rainer Schüler, MAZonline

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