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Weltkriegsbomben in Potsdam gefunden

Mehrere Blindgänger im Wildpark Weltkriegsbomben in Potsdam gefunden

Sprengmeister Mike Schwitzke und sein Team des Kampfmittelbeseitigungsdienstes des Landes Brandenburgs müssen am kommenden Mittwoch in Potsdam mehrere Fliegerbomben und mehr als ein Dutzend Granaten unschädlich machen. Gefunden wurden die Blindgänger im Wildpark.

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Bomben in Potsdam: Bahnverkehr betroffen

Bombenentschärfung am 21. Dezember 2016 in Potsdam.
 

Quelle: dpa (Archiv)

Potsdam.  Am kommenden Mittwoch, 21. Dezember 2016, sollen im Wildpark in Potsdam gleich mehrere Fliegerbomben und Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich gemacht werden.

In den vergangenen Tagen wurden bei der systematischen Munitionssuche fünf Fliegerbomben entschärft sowie etwa 15 nicht mehr transportfähige Granaten vor Ort gesprengt werden.

Bei den Fliegerbomben handelt es sich um eine 250-kg-Fliegerbombe russischer Bauart, eine 250-kg-Bombe US-amerikanischer Bauart sowie drei 100-kg-Fliegerbomben russischer Bauart.

Autoverkehr von Sperrkreis nicht betroffen

Aufgrund dessen wird am kommenden Mittwoch die Bahnstrecke durch den Wildpark ab 9 Uhr für voraussichtlich fünf Stunden gesperrt. Betroffen ist vor allem die Linie RB 22 zwischen Golm und Flughafen Schönefeld. Mit weiteren Verkehrseinschränkungen wird nicht gerechnet. Der Sperrkreis im Radius von 1000 Metern um die Fundorte befindet sich im Wildpark und endet an der B1. Die B1 bleibt offen, teilte die Stadt Potsdam am Donnerstagnachmittag mit.

Mehr als 220 Einsatzkräfte der Landeshauptstadt, der Feuerwehr und der Polizei werden am Mittwoch im Einsatz sein, um den Sperrkreis abzusichern.

Der Sperrkreis wird begrenzt durch die B1 Zeppelinstraße im Süden, den Elisenweg zum Hotel Bayrischer Hof im Westen (das Hotel ist nicht im Sperrkreis), den Entenfängerweg im Wildpark im Norden und Wildpark-Wanderwege entlang der Wildmeisterei im Osten. Der Sperrkreis darf ab 8 Uhr nicht mehr betreten werden.

Weitere Informationen zum Sperrkreis erteilen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landeshauptstadt Potsdam unter der Telefonnummer (0331) 289-1642 oder unter der Service-Nummer 115.

Abgesucht wurde der Bereich im Auftrag des Landesbetriebs Forst, die Sucharbeiten sind Ende kommender Woche abgeschlossen.

Bombenfunde in Potsdam

Immer wieder werden in Potsdam Blindgänger aus dieser Zeit gefunden. Seit der Wende wurden laut Angaben der Stadtverwaltung über 150 Blindgänger in der Landeshauptstadt unschädlich gemacht.

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Gefährliches Erbe von 1945

Insgesamt sind die gefundenen Fliegerbomben die Weltkriegssprengkörper 175 bis 179 seit 1990 in der Landeshauptstadt. In dieser Statistik werden Fliegerbomben ab 100 Kilogramm erfasst.

Potsdam war kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges Ziel eines alliierten Bombenangriffs. Am 14. April 1945 zerstörten die Bomber vor allem große Teile der historischen Altstadt und den Bahnhof.

Es ist nach der Sprengung einer Weltkriegsbombe im April in Uetz die zweite Sperrung aufgrund von Munitionsfunden in diesem Jahr in Potsdam.

Von MAZonline

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