Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Bodenpreise in Potsdam stark gestiegen
Lokales Potsdam Bodenpreise in Potsdam stark gestiegen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 27.02.2019
Der neue Richtwert für einen Quadratmeter in der Waldstadt liegt bei 500 Euro – eine Steigerung um zwei Drittel in nur einem Jahr. Quelle: Imago/photo2000
Potsdam

Grund und Boden in Potsdam ist deutlich teurer geworden. Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte hat die neuen Bodenrichtwerte beschlossen, die sich aus den Kaufpreisen für Grundstücke im vergangenen Jahr ergeben. Demnach sind im gesamten Stadtgebiet die Bodenpreise innerhalb des vergangenen Jahres angestiegen. Nur in einer der insgesamt 93 Zonen, in die der Gutachterausschuss das Stadtgebiet aufgeteilt hat, sind die Richtwerte auf dem gleichen Niveau geblieben – im Gewerbegebiet Am Silbergraben in Drewitz.

Innenstadt am teuersten

Die höchsten Preise wurden demnach im vergangenen Jahr in der Innenstadt erzielt. In der Brandenburger Straße liegt der neue Richtwert zum Stichtag 31.12.2018 bei 1500 Euro pro Quadratmeter und damit 200 Euro höher als vor einem Jahr. An zweiter Stelle folgt die Zone „Potsdamer Mitte“, die vom Alten Markt und Staudenhof bis zur Dortustraße am Rechenzentrum reicht. Dort stieg der Richtwert um 100 Euro auf 1100 Euro. Die Berliner Vorstadt ist auf demnach die drittteuerste Richtwert-Zone. Hier sind die Preise im Durchschnitt in einem Jahr um 20 Prozent von 800 auf 1000 Euro pro Quadratmeter gestiegen.

Deutliche Steigerungen verzeichnet der Gutachterausschuss außerdem in den Wohngebieten südlich der Havel. In Zentrum-Ost verdoppelte sich der Wert beinahe von 350 auf 600 Euro. In Waldstadt II stieg er in zwölf Monaten von 300 auf 500 Euro. Ähnliche Werte ergeben sich auch für Drewitz, das Kirchsteigfeld und das Wohngebiet Am Stern.

Was sind Bodenrichtwerte?

Bodenrichtwerte bilden keine echten Grundstückspreise ab, sondern sind Durchschnittswerte für Grundstücksverkäufe in einem Gebiet. Sie kommen zustande, weil jeder Kauf und jeder Tausch eines Grundstücks, sowie jede Eintragung eines Erbbaurechts vom Notar an einen Gutachterausschuss gemeldet wird. Innerhalb einer Zone kommt es je nach konkreter Lage – etwa bei Wassergrundstücken - zu deutlichen Abweichungen vom Richtwert.

Auch Mieten werden immer teurer

Auch bei den durchschnittlichen Mieten in Potsdam gibt es neue Zahlen. Der F+B Mietspiegelindex 2018, der von der Firma F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt aus Hamburg erstellt wird, vergleicht jährlich die Mietspiegel von mittlerweile 573 deutschen Städten miteinander. Dabei wird eine Wohnung in durchschnittlicher Lage, mit normaler Ausstattung und 65 Quadratmeter Wohnfläche betrachtet. Laut Index sind die Durchschnittsmieten in Potsdam für diesen Wohnungstyp seit 2017 um 22 Cent auf 6,39 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Damit liegt Potsdam noch leicht unter dem Bundesdurchschnitt von 6,92 Euro.

Tatsächlich sind die Mieten in 120 deutschen Städten noch höher als in Potsdam. Die Stadt mit den höchsten Mieten ist erstmals seit 20 Jahren nicht mehr München, sondern Karlsfeld im Münchener Umland mit durchschnittlich 10,59 Euro.

Kleinmachnow bleibt bei Mieten noch vor Potsdam

Der Bericht weist aber daraufhin, dass gerade die Altbaumieten im Osten, sowie die Neubauten seit 2005 deutliche Mietsteigerungen verzeichnen würden, „insbesondere im Berliner Ostteil und in Potsdam“, heißt es in der Analyse. So liegt die Potsdamer Durchschnittsmiete bei Gebäuden, die zwischen 2005 und 2014 errichtet wurden, schon bei 7,76 Euro pro Quadratmeter. Bei Neubauten seit 2015 sogar bei 9,91 Euro.

Die höchsten Mieten in Ostdeutschland müssen in Jena, Ostberlin, Erfurt und Rostock gezahlt werden. Auf Platz fünf noch vor Potsdam findet sich Kleinmachnow im Mietspiegelindex. Teltow folgt auf dem achten Platz. Ludwigsfelde liegt auf Platz 14 von 41 betrachteten Kommunen im Osten.

Von Peter Degener

Der Kindertag ist ohnehin ein Grund, zu feiern. Erstmals gibt es in diesem Jahr eine zentrale Party für die Kleinen in der Schiffbauergasse. Eine andere beliebte Feier dort wird hingegen später stattfinden als gewohnt.

27.02.2019

Die Städte Potsdam und Babelsberg treffen in der neuen Sonderausstellung des Potsdam-Museums aufeinander. Dort wird mit vielen kleinen Geschichten und beeindruckenden Bildern aus der Epoche von 1914 bis 1945 erzählt.

27.02.2019

Stolze 20 Jahre hat das freie Theater Poetenpack nun auf dem Buckel. Am Wochenende wurde kräftig gefeiert. Das größte Geschenk machte sich das Theater selbst.

24.02.2019