Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Bombenhagel vor 71 Jahren auf Potsdam
Lokales Potsdam Bombenhagel vor 71 Jahren auf Potsdam
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:29 14.04.2016
Am 14. April 1945 wurde die Innenstadt von alliierten Fliegern angegriffen. Quelle: MAZ-Archiv
Potsdam

Zeitzeugengespräche, Requiem, Andacht: Mit mehreren Veranstaltungen wird am Donnerstag, 14. April, in Potsdam an die Bombardierung der Stadt vor 71 Jahren erinnert. Bis heute sind die Auswirkungen der Luftangriffe von 1945 spürbar, vor allem wenn regelmäßig Kriegsmunition unschädlich gemacht wird. Damals, vor 71 Jahren, wurden große Teile der Innenstadt zerstört und mehr als 1500 Menschen getötet. Zeitzeugenberichte, Hintergründe und Bilddokumente protokollieren das damalige Inferno.

Das Angriffsprotokoll

Potsdam ist am 14. April 1945 das Ziel eines allierten Bombenangriffs. Nach dem Luftangriff herrscht ein „Dante’sches Inferno“. Tote und Verletzte liegen in den Trümmern. Der Bahnhof und ein Großteil der historischen Altstadt sind zerstört. Das Protokoll der Bombennacht in Echtzeit hier »

Zu einer Gedenkveranstaltung mit Zeitzeugengesprächen lädt die Stadt Potsdam um 20.30 Uhr in das Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte ein. Die Erinnerung an den nur wenige Minuten dauernden Angriff in der „NAcht von Potsdam“ vom 14. auf den 15. April 1945 ist bei den heute noch lebenden Zeitzeugen sehr lebendig. Ursula Weyrauch (Jahrgang 1936) und Horst Goltz (Jahrgang 1930) werden über ihre persönlichen Erlebnisse in der Abendveranstaltung berichten. Bürgermeister Burkhard Exner wird die Veranstaltung eröffnen. Die Kammerakademie Potsdam gestaltet das musikalische Programm. Besonders ist, dass das Gedenken inmitten der derzeitigen Sonderausstellung des Potsdam Museums mit Werken des niederländischen Künstlers Armando stattfindet. Auch Armando setzt sich mit Krieg und Gewalt sowie seinen persönlichen Erlebnissen im Zweiten Weltkrieg auseinander – mit seinen künstlerischen Mitteln.

Kirchenglocken läuten zum Zeitpunkt des Luftangriffs

Eine weitere Gedenkveranstaltung, um 19 Uhr in der Nikolaikirche, eröffnet Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs um 19 Uhr mit einer Ansprache. Nach seiner Rede erklingt „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms unter der Leitung des Dirigenten Björn O. Wiede. „Wenn wir an den 14. April 1945 erinnern und uns diesem schrecklichen Teil der Geschichte stellen, dann vergessen wir dabei nicht, dass der ,Nacht von Potsdam‘ zwölf Jahre zuvor der sogenannte ,Tag von Potsdam‘ voranging, auf dem in Potsdam als einstiger Residenz- und Garnisonstadt symbolträchtig die nationalsozialistische Herrschaft legitimiert wurde“, so Oberbürgermeister Jann Jakobs.

Ebenfalls im Gedenken an die „Nacht von Potsdam“ lädt die Nagelkreuz-Kapelle in der Breiten Straße die Potsdamerinnen und Potsdamer um 22.15 Uhr zu einer Andacht ein. Um 22.16 Uhr werden die Kirchenglocken in der Potsdamer Innenstadt läuten und an den Zeitpunkt des Luftangriffs erinnern.

In der Nacht vom 14. auf den 15. April 1945 wurden große Teile der Potsdamer Innenstadt durch einen Luftangriff der britischen Royal Air Force zerstört. 1593 Menschen kamen dabei ums Leben. Diese „Nacht von Potsdam“ bedeutete eine der größten Zäsuren in der Stadtgeschichte Potsdams.

Von MAZonline

Nein, Sie träumen nicht. Ein Rudel Wölfe hält den Platz vor dem Landtagsschloss besetzt. Die Open-air-Ausstellung von Rainer Opolka wird heute offiziell eröffnet. Die Wölfe symbolisieren Rechtsextremisten, blinde Hasser, Mitläufer. Sie sollen die Menschen in diesem Land anregen, sich gegen Fremdenfeindlichkeit, Hass und Gewalt zu engagieren.

14.04.2016
Potsdam Nikolaikantor Bjrön O. Wiede zur „Nacht von Potsdam“ - „Ein Karfreitag für die ganze Stadt“

Am 14. April 1945 wurden große Teile Potsdams bei einem Bombenangriff der Alliierten zerstört, mehr als 1500 Menschen kamen ums Leben. Im MAZ-Interview sagt Nikolaikantor Björn O. Wiede, warum Gedenken so wichtig ist und warum sich die Dresden damit leichter tut als Potsdam.

14.04.2016
Potsdam Zu Hause in... Babelsberg - Action-Regisseur unter Körperkontrolle

Er hat auf der ganzen Welt seinen Kopf hingehalten – doch am liebsten mischt er Babelsberg auf. Armin Sauer ist durch und durch Stuntman. In mehr als zwanzig Jahren war er auf allen möglichen Positionen vom Stuntman bis zum Action-Regisseur an mehr als 180 nationalen wie internationalen Kino- und Fernsehproduktionen beteiligt. Sein neustes Werk verspricht Bombastisches.

13.04.2016