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Potsdam Bombensuche am Tramdepot dauert bis Herbst
Lokales Potsdam Bombensuche am Tramdepot dauert bis Herbst
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18:00 26.07.2018
Seit Jahresbeginn wurde im Raster nach Blindgängern gesucht. Quelle: Foto: p.D.
Teltower Vorstadt

Das große Raster von Erdhaufen ist mittlerweile verschwunden, nur noch punktuell wird derzeit an der Heinrich-Mann-Allee auf Höhe des ehemaligen Tramdepots nach Bomben-Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg gesucht. Bis endgültig die Kampfmittelfreiheit bescheinigt werden und die Erschließung zum Bau von rund 750 Wohnungen beginnen kann, wird es allerdings noch einige Monate dauern.

Die Suche kann erst nach Ende der Vegetationszeit beendet werden

„Eine kleinere Fläche kann erst nach dem Ende der Vegetationsperiode sondiert werden, da dort noch untermaßiges Gehölz entfernt werden muss“, teilt die städtische Immobilienholding Pro Potsdam auf Anfrage mit. Das heißt, dass die Arbeiten frühestens im Oktober abgeschlossen werden können. Allerdings ist der größte Teil des rund fünfeinhalb Hektar umfassenden Areals bereits abgesucht. Der erste Bauabschnitt hinter dem Humboldt-Gymnasium gilt als kampfmittelfrei.

Bislang wurden keine Kampfmittel gefunden

„Die Hauptleistungen der Kampfmittelsondierung und -beräumung, die sowohl die Sondierung des Geländes als auch die Überprüfung ferromagnetischer Anomalien umfassen, werden voraussichtlich Ende August 2018 abgeschlossen sein“, heißt es bei der Pro Potsdam. Die wichtigste Nachricht: „Bei der bisherigen Überprüfung von Anomalien wurden keine Kampfmittel gefunden.“ Das heißt, dass alte Metallreste im Boden aus früheren Jahrzehnten sich glücklicherweise nie als gefährliche Blindgänger herausgestellt haben.

Ein alter Säbel fand sich auf dem alten Exerzierplatz

Immerhin ein alter Säbel, der vermutlich aus dem späten 19. Jahrhundert stammt, wurde auf dem einstigen Exerzierplatz aus der Erde geholt. Weil nicht nur Bomben als Waffen gelten, sondern auch diese Hieb- und Stichwaffe, wurde der Säbel an den Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes übergeben.

Teltower Firma führt die umfangreiche Suche aus

Die aufwendige Suchaktion kostet rund 1,3 Millionen Euro und wird durch die Firma Heinrich Hirdes aus Teltow geleistet. Knapp 25 000 Löcher in einem engen Raster werden auf dem Baufeld sechs Meter tief in die Erde gebohrt. Alle anderthalb Meter wird im Bohrloch mit einer Sonde überprüft, ob sich rundherum magnetische Besonderheiten feststellen lassen. Durch eine von der Firma Hirdes patentierte Technologie lassen sich Granaten oder Fliegerbomben anhand ihrer Signatur von anderen Relikten, etwa Stahlrohren, unterscheiden.

Noch 1000 Bohrungen von knapp 25.000 sind offen

Durch alte Luftaufnahmen hatte man im Vorfeld sieben Vermutungspunkte für Blindgänger ausgemacht. Weil sich das Baufeld nahe des im April 1945 schwer bombardierten Bahnhofs befindet, kann bis zum Herbst und der Sondierung der letzten 1000 Bohrpunkte keine Entwarnung gegeben werden.

Von Peter Degener

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