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Potsdam Wie viel Bomben liegen im Aradosee? Suche beginnt
Lokales Potsdam Wie viel Bomben liegen im Aradosee? Suche beginnt
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00:18 15.01.2019
Morgennebel auf dem Aradosee. Quelle: Bernd Gartenschläger
Teltower Vorstadt

In dieser Woche soll die Suche nach Weltkriegsmunition im Aradosee beginnen. Das hat Rathaussprecherin Christine Homann auf MAZ-Anfrage angekündigt. Dafür wird der Kampfmittelbeseitigungsdienst vom Boot aus Messungen vornehmen. Anschließend erfolge die Auswertung der Daten und die „Überprüfung möglicher Verdachtspunkte“. Die bereits mehrfach aufgeschobene Untersuchung ist Teil einer langfristigen Sanierung des Aradosees. 2016 hatten die Stadtverordneten die Verwaltung auf Antrag der Fraktion Die Andere beauftragt, „geeignete Maßnahmen zur Stärkung des Aradosees als naturnahes Biotop“ vorzuschlagen.

Entstanden ist der See mit Begradigung der Nuthe, von der er durch einen 200 Meter langen Damm getrennt ist. Namenspate waren die zum Kriegsende aufgegebenen Arado-Flugzeugwerke auf dem Gelände der heutigen MAZ-Druckerei. Auf alten Zeichnungen ist ein Gewässerlauf erkennbar, der durch den See führte. Anfang der 1990er Jahre gab es Pläne, den Altarm mit einem Durchstich durch den Plattendamm am Südufer zu öffnen. Das Projekt scheiterte. Bis heute sind See und Nuthe nur durch ein Rohr verbunden. Das Wasser steht.

Bekommt der Aradosee einen zweiten Zufluss?

In den letzten Jahren gab es mehrere Anfragen von Stadtpolitikern zur Wasserqualität. So thematisierte Die Andere 2008 das regelmäßige Fischsterben. Der heutige Oberbürgermeister Mike Schubert erkundigte sich 2009 als SPD-Fraktionschef nach der Nutzbarkeit als Bade- und Erholungssee. Bewegung brachte das Langzeitprojekt „Der Aradosee – ein spannendes Ökosystem“ von Schülern des Babelsberger Bertha-von-Suttner-Gymnasiums, für das die Schule mit dem Landesnaturschutzpreis ausgezeichnet wurde.

Auch die Schüler kamen zu dem Ergebnis, dass der See einen zweiten Zufluss braucht. Eine Machbarkeitsstudie dazu wollte das Rathaus 2017 vorlegen. Doch die gibt es noch immer nicht.

Rathaussprecherin Homann verweist dafür auf eine Studie zur Regenwasserableitung in die Nuthe, die „um eine Betrachtung zum Aradosee“ erweitert werden soll. Die Leistung müsse ausgeschrieben werden, die Kosten lägen bei 20 000 Euro: „Aus finanziellen Gründen kann das erst in diesem Jahr beauftragt werden.“ In der Studie werde „auch die Frage einer möglichen Schaffung einer Verbindung des Aradosees zur Nuthe mitbetrachtet“, sagt Homann. Offen bleibt, wo der Zufluss angelegt werden soll: „Die Frage kann derzeit noch nicht beantwortet werden.“

Von Volker Oelschläger

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