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Potsdam Hortkind mit Klebeband auf dem Mund gemaßregelt
Lokales Potsdam Hortkind mit Klebeband auf dem Mund gemaßregelt
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20:06 21.02.2018
Grundschule und Hort in Bornim. Quelle: Peter Degener
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Bornim

Eine Horterzieherin und ein Praktikant im Freiwilligen Sozialen Jahr haben einem Zweitklässler im Hort der Bornimer Grundschule den Mund mit Klebeband zugeklebt. Der Vorfall liegt drei Wochen zurück, beide Betreuungskräfte wurden durch den Träger Internationaler Bund (IB) vom Dienst suspendiert.

Kinder wurden „beleidigt, geschlagen, bedroht, angebrüllt...“

Doch Robert Gorges, der Vorsitzende des Hortausschusses, warf dem IB am Freitag in einem Brief trotzdem falsches Verhalten vor und schildert weitere Grenzüberschreitungen der Betreuer gegenüber den Kindern. In einer Hortausschusssitzung am 24. Januar, einen Tag nach dem Vorfall, sei vorgetragen worden, „dass die Kinder beleidigt, geschlagen, bedroht, angebrüllt, mit einem Radiergummi beworfen, der Mund mit Klebestreifen zugeklebt und der Toilettengang untersagt worden sein soll“.

Gorges wirft vor allem IB-Betriebsleiter Maik Boldau Untätigkeit vor, da das Jugendamt erst eine Woche später, am 1. Februar, durch ihn selbst und nicht vom Träger von dem Vorfall erfahren habe.

Ministerium: „Wir wurden zeitnah und direkt informiert“

IB-Betriebsleiter Boldau weist den Vorwurf zurück. „Wir versichern nachweislich, dass wir alle relevanten Behörden richtlinienkonform und termingerecht informiert haben“, sagte Boldau auf Anfrage. So wurde das Bildungsministerium „am 31. Januar über eine eingegangene Beschwerde schriftlich informiert, zuvor wurde telefonisch Kontakt gesucht“.

Das Bildungsministerium stützt Boldau. Man sei „zeitnah und direkt vom Träger informiert worden“ und ist seither im engen Gespräch mit dem Träger sowie dem Jugendamt. Die Kita-Fachaufsicht, die auch für Horte verantwortlich ist, prüfe die Vorwürfe, um die Sicherstellung des Kindeswohls in der Einrichtung zu gewährleisten.

Jugendamt erfuhr erst vom Elternvertreter eine Woche später davon

Das Jugendamt bestätigt zugleich, dass es nicht durch den IB, sondern erst durch den Elternvertreter Gorges von dem Vorfall erfahren hat. Ein Rathaussprecher sagte, dass es zu „unangemessenem Verhalten durch Pädagogen des Hortes gegenüber mehreren Kindern“ gekommen sei. Ob tatsächlich alle von Kindern an die Lehrer herangetragenen Vorfälle stattgefunden haben und wie viele Kinder betroffen waren, ist unklar. Weder Jugendamt, noch Ministerium und IB wollen sich zu Details äußern. Kinder und Erzieher hätten die Vorgänge sehr unterschiedlich geschildert.

Elternvertreter werden am Montag umfassend informiert

Die Erzieherin ist bereits am Tag nach dem Vorfall gekündigt worden. Gorges wirft IB-Leiter Boldau vor, die Kündigung als Konsequenz des Fehlverhaltens darzustellen, obwohl die Kündigung bereits wegen anderer Sachverhalte festgestanden hätte. Boldau kündigte an, das am Montag der Hortausschuss und im Laufe der Woche alle Eltern des Horts Bornim über die weiteren Schritte und den aktuellen Stand informiert werden sollen.

Von Peter Degener

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