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Potsdam Bornstedter Feld: Kiez ohne Kiezleben
Lokales Potsdam Bornstedter Feld: Kiez ohne Kiezleben
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19:20 14.10.2016
Das Areal Pappelallee/Reiherweg. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Bornstedt

Ein Kiez ohne Kiezleben, so lässt sich das Bornstedter Feld, die Boomtown im Potsdamer Norden, beschreiben. Zwar hat sich längst ein soziales Leben in dem riesigen Neubauviertel entwickelt, Raum für dessen Entfaltung gibt es, vom Volkspark einmal abgesehen, indes nicht. Über Treffpunkte – gerade für Kinder und Jugendliche – reden die Stadtverordneten seit gut zwei Jahrzehnten. Die weitere Bebauung des Bornstedter Feldes, bei der auch der Volkspark schrumpfen wird, sieht derweil vor allem eines vor: Wohnungen, Wohnungen, Wohnungen.

Die CDU/ANW-Fraktion will nun zumindest einen Flecken Land fürs Kiezleben sichern und fordert, dass im Bebauungsplan für das Areal Pappelallee/Reiherweg Flächen für eine Jugendfreizeiteinrichtung und für Sportanlagen reserviert werden. Einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion am Donnerstagabend im Jugendhilfe­ausschuss vorgestellt.

„Die Vorlage ist in Kooperation mit der Interessengemeinschaft Bornstedter Feld entstanden“, sagte Friederike Harnisch von der CDU/ANW-Fraktion. Die Fläche sei „die einzige Möglichkeit im Norden, wo wir noch etwas machen können“, so Harnisch. „Der P-Plan ist gerade in der Aufstellung und es ist einfach ein Unterschied, ob man über so etwas im Bau- oder im Jugendhilfeausschuss redet.“

Der Potsdamer Norden wächst und wächst. Allein das Bornstedter Feld bringt es inzwischen auf mehr als 9000 Einwohner „mit stark steigender Tendenz“, wie es in dem Antrag heißt. Zwar würden dort mehr und mehr Vereine entstehen und Bornim, Bornstedt und das Bornstedter Feld immer stärker zusammenwachsen. Es fehle aber ein Nachbarschaftshaus, der Bau von Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen werde immer wieder verschoben.

„Der tatsächliche Bedarf sowie die geeignete Standorte müssen ermittelt werden“, fordet die Fraktion. Es bestehe nämlich eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die bisher vorgesehenen 150 Plätze in zwei Jugendfreizeiteinrichtungen nicht ausreichen werden. Ob ein dritter Klub im Potsdamer Norden sinnvoll und gewünscht ist, soll demnach „unter Einbeziehung der Akteure vor Ort“ geprüft werden. Die beiden bereits beschlossenen Jugendfreizeiteinrichtungen sollen zudem kurzfristig realisiert werden. Mit der Biosphäre als Multifunktionshalle könnte zwar für den Potsdamer Norden ein soziales Zentrum entstehen. Das Ergebnis sei aber zum einen noch völlig offen. Zum anderen kritisiert die Fraktion, dass die Biosphäre „seit 2012 als einzige Option verfolgt“ wird. „Es wird daher notwendig zu prüfen, ob in der Biosphärenhalle oder durch Neubau an der gleichen Stelle tatsächlich alle Bedarfe sinnvoll erfüllt werden können.“

Der Ausschuss nahm den Antrag mit einer Enthaltung an.

Von Nadine Fabian

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