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Bronzestele für Hasso Plattner enthült

Ehrung ohne den Geehrten Bronzestele für Hasso Plattner enthült

Eine Ehrung ohne den Geehrten - das hat schon was. Als Donnerstagmittag die 1,40 Meter hohe Bronzestele für Mäzen Hasso Plattner am künftigen Steubenplatz feierlich enthüllt wurde, galten die Dankesworte von Finanzminister Helmuth Markov (Linke) und Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) einem Abwesenden.

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Minister Helmuth Markov (links) und OB Jann Jakobs enthüllen die Plattner-Stele.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Innenstadt. Hasso Plattner, der für seine Verdienste um die originalgetreue Wiederherstellung des ehemaligen Stadtschlosses gewürdigt wurde, weile im Ausland - wohl auf einem Segeltörn in Asien, hieß es am Donnerstag. Ursprünglich hatte man mit einer früheren Fertigstellung des Landtagsumfelds gerechnet. Nachdem sich die Bauarbeiten aber verzögerten und die Stele am Steubenplatz (zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Landtag) erst mit dem Ende der Arbeiten aufgestellt werden konnte, war Plattner zum Termin nicht mehr im Lande.

Er ließ eine Grußbotschaft übermitteln: "Ich hoffe, dass die Potsdamer, ich meine alle Potsdamer, Frieden schließen mit diesem wunderbaren Gebäude. Ich hätte nie gedacht, dass es so schön werden könnte. Es freut mich außerordentlich, einen Beitrag für die Stadt Potsdam erbringen zu dürfen, der hoffentlich wieder Jahrhunderte überdauert." Jann Jakobs zeigte sich überzeugt, dass trotz der vielen Diskussionen im Vorfeld nun ‒ angesichts des Faktischen ‒ "auch der letzte Zweifler" überzeugt sein müsste vom Landtagsbau. Jakobs’ ausdrücklicher Dank galt auch jenen Bürgern, die Plattner letztlich zur Millionenspende für die Original-Fassade motiviert hätten. Mitteschön-Aktivistin Barbara Kuster dürfte den Dank gern vernommen haben. Nicht nur Stadtpolitiker und andere Gäste verfolgten die Enthüllung der Stele mit dem Dank an Plattner. Ein Bauarbeiter, der mit dem Handy mitfilmte, merkte jedoch kritisch an: "Schade, dass die anderen Spender nicht auf der Stele vorkommen."

„Ceci n’est pas un château“

Finanzminister Markov sagte: „Dass die Landeshauptstadt an dieser Stelle mit historischem Antlitz wieder aufersteht, ist in besonderem Maße einer Person zuzuschreiben. Der Dank für das außergewöhnliche Engagement geht an Hasso Plattner. Was sich hier und heute zeigt, ist, dass die Entscheidung richtig war.“

Außerdem prangt nun der Spruch „Ceci n’est pas un château“ („Das ist kein Schloss“) an der Landtagsfassade zum Steubenplatz. Die Potsdamer Künstlerin Anette Paul schlug ihn vor.

Von Ildiko Röd

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