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Brücke soll Kiewitt-Fähre ersetzen

Verkehrsplanung in Potsdam Brücke soll Kiewitt-Fähre ersetzen

Eine Brücke soll die havarieanfällige Fährverbindung zwischen dem Kiewitt und der Insel Hermannswerder in Potsdam ersetzen. SPD und CDU/ANW wollen den Neubau prüfen lassen, um eine verlässliche Passage für Fußgänger und Radfahrer zu sichern. Die Betriebserlaubnis des aktuellen Fährschiffs endet in fünf Jahren.

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Die Fähre nach Hermannswerder.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Die letzte Potsdamer Fähre zwischen Kiewitt und Hermannswerder könnte schon bald durch einen Brückenneubau ersetzt werden. Auf gemeinsamen Antrag von SPD und CDU/ANW soll der Oberbürgermeister prüfen lassen, ob und wie eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke an Stelle der Fährverbindung herzustellen ist. Dabei soll eine Förderung aus Landes- und Bundesmitteln geprüft werden.

Gefordert ist auch ein Kostenvergleich zwischen einem Brückenneubau sowie dem finanziellen Bedarf für die Absicherung des Fährbetriebes inklusive anstehender Neuanschaffungen. Die derzeit genutzte Fähre, die zuletzt von Dezember bis Ende März in Oranienburg gewartet wurde, kann nach Information der Antragsteller „nur noch maximal fünf Jahre eingesetzt werden“. Danach „wäre eine Ersatzbeschaffung notwendig“.

Mit der Brücke müsste nach Schätzung von Kai Weber, SPD-Stadtverordneter aus der Brandenburger Vorstadt, eine rund 200 Meter weite Distanz überwunden werden. Grundlegender Vorteil wäre nach seinen Angaben, dass damit für Fußgänger und Radfahrer eine dauerhafte Passage zwischen Insel und Brandenburger Vorstadt gesichert wäre. Abgesehen von den Werkstattaufenthalten sei die Fähre in den Wintermonaten bei Eisgang nur eingeschränkt einsetzbar. Zudem häuften sich bei zunehmendem Freizeitverkehr auf der Havel die Havarien von Motorbooten und Seilfähre.

Die Kosten des Brückenneubaus könnten nach Schätzung des SPD-Politikers im unteren einstelligen Millionenbereich liegen. Genauere Zahlen sollen die Prüfungen der Stadt liefern. Der Antrag von SPD und CDU/ANW steht am Mittwoch auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung. Wird er bestätigt, sollten im November erste Prüfergebnisse vorliegen.

Zuletzt ist in Potsdam der Bau einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke zwischen Nuthewiesen und Freundschaftsinsel über die Neue Fahrt diskutiert worden. Das Projekt mit einer Durchfahrtshöhe von 5,25 Metern über der Bundeswasserstraße wurde aber nicht zuletzt wegen Kritik von Gartenexperten und Denkmalpflegern nicht weiter verfolgt. Eine weitere Radfahrerbrücke soll demnächst neben der Bahnbrücke zwischen Werder und Wildpark-West über die Havel gebaut werden.

Die Fähre nach Hermannswerder wird schon seit den 1930er Jahren von den Stadtwerken betrieben. Eine weitere zentrale Fähre in Potsdam, die bis zum Ende der 1970er Jahre zwischen Babelsberg und der Holzmarktstraße pendelte, wurde nach dem Bau der Humboldtbrücke als dem zweiten innerstädtischen Havelübergang eingestellt.

Von Volker Oelschläger

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