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Bürgerbegehren für Potsdams Mitte läuft

650 Unterschriften am ersten Tag Bürgerbegehren für Potsdams Mitte läuft

Am Freitag Punkt 10 Uhr ist am Infostand vor dem Bildungsforum das Bürgerbegehren „Kein Ausverkauf der Potsdamer Stadtmitte“ eröffnet worden. Erstunterzeichnerin ist die 80-jährige Rosemarie Preuß (80), die ganz in der Nähe wohnt. Rund 650 Menschen haben es ihr am ersten Tag gleich getan.

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Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Rosemarie Preuß (80) ist die erste Unterzeichnerin des Bürgerbegehrens „Kein Ausverkauf der Potsdamer Mitte", das am Freitag Punkt 10 Uhr vor dem Potsdamer Bildungsforum gestartet wurde. Ein Jahr haben die Initiatoren von der Gruppe „Potsdamer Mitte neu denken“ Zeit, um die für einen Erfolg nötigen rund 13.600 Unterschriften zu sammeln. Am ersten Tag haben bereits 650 Menschen beim Bürgerbegehren mitgemacht.

– Alle Fakten zum Bürgerbegehren können Sie hier nachlesen

Das Bürgerbegehren richtet sich gegen den Abriss der alten Fachhochschule, des Mercure-Hotels und der Wohnblocks am Staudenhof, drei in den 1960er und 1970er Jahren errichteten stadtbildprägenden Gebäuden in der Potsdamer Stadtmitte, die für die Rekonstruktion der historischen Innenstadt weichen sollen.

Rosemarie Preuß ist Erstmieterin im Wohnblock am Staudenhof. Seit 45 Jahren lebt sie dort. Die Lehrerin für Deutsch und Geschichte zog 1963 von Kremmen bei Oranienburg nach Potsdam, wo sie als Dozentin an der Pädagogischen Hochschule „Karl Liebknecht“ arbeitete, einer Vorgängereinrichtung der heutigen Universität Potsdam.

Die Seniorin beteiligt sich am Bürgerbegehren, weil sie die Forderung zum Erhalt von bezahlbarem Wohnraum in der Innenstadt unterstützt. „Ich will, dass normal verdienende Potsdamer sich auch künftig Wohnungen in der Innenstadt, und nicht nur JWD leisten können“, sagte sie. Der Wohnblock am Staudenhof mit seinen rund 160 kleinen Wohnungen sollte ihrer Ansicht nach maßvoll saniert werden und erhalten bleiben.

Für den Staudenhof-Wohnblock gilt laut Stadtverordnetenbeschluss ein Moratorium bis 2022. Die Fachhochschule hingegen soll 2017 abgerissen werden. Der Beschluss zum Fall des früheren Interhotels, das einer „Wiese des Volkes“ weichen soll, wurde von den Stadtverordneten Anfang März verabschiedet. Ein Begleitantrag der Linken auf Bürgerbefragung zum Abriss des „Mercure“ wurde von einer bürgerlichen Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.

An diesen Orten liegen Unterschriftenlisten aus

Unterschriftenlisten für das Bürgerbegehren „Kein Ausverkauf der Potsdamer Mitte“ liegen aus an einem Informationsstand vor dem Bildungsforum am Platz der Einheit, im Hotel „Mercure“ an der Langen Brücke, im Pavillon der „Schifffahrt in Potsdam“ an der Langen Brücke, sowie im „Freiland“, Haus 2, Friedrich-Engels-Straße 22.

Dabei sind auch die Bürgerinitiative Waldstadt , Saarmunder Straße 44, das Thalia Programmkino Babelsberg, Rudolf-Breitscheid-Straße 50, die Stadtteilkneipe Nowawes, Großbeerenstraße 5, die Waschbar, Geschwister-Scholl-Straße 82, und der Buchladen Sputnik, Charlottenstraße 28. Einen Stand soll es auf dem Wochenmarkt auf dem Bassinplatz geben.

Gesammelt wird außerdem im Bürgerbüro der Landtagsabgeordneten Anita Tack (Linke) und in der Geschäftsstelle der Linken im Atrium, Dortustraße 53, im Bürgerbüro des Landtagsabegordneten Hans-Jürgen Scharfenberg im „Sternzeichen“, Galileistraße 37/39, im Büro der Linken und der Anderen im Rathaus, Friedrich-Ebert-Straße 79/81.

Weitere Informationen zum Bürgerbegehren auf www.potsdamermitteneudenken.de. Unter 0176/948 55 366 ist eine Hotline eingerichtet.

Mit der Änderung der Sanierungsziele für den Lustgarten soll der Weg für den Erwerb und Abriss des Hochhauses gebahnt werden. Allerdings steht dieser Beschluss unter dem Vorbehalt eines Finanzierungsnachweises, der bis Anfang Juli vorliegen soll. Der Termin ist fast deckungsgleich mit dem Zieltermin der Initiative „Mitte neu denken“, die nach Angaben von Mit-Initiator Steffen Pfrogner innerhalb von drei Monaten die nötigen Unterschriften gesammelt haben will.

Von Volker Oelschläger

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