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Heli-Landeplatz in Potsdam ist abgesagt

Bundespolizeipräsidium muss umplanen Heli-Landeplatz in Potsdam ist abgesagt

Der umstrittene Hubschrauberlandeplatz für das Bundespolizeipräsidium am Horstweg in Potsdam wird nun doch nicht gebaut. Das teilte die zuständige Bundesanstalt für Immobilienaufgaben auf MAZ-Anfrage mit. Mit dem rund 60 Millionen Euro teuren Neubau auf dem Gelände soll 2017 begonnen werden, Ende 2019 soll er fertig sein.

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Helikopter der Bundespolizei.

Quelle: dpa

Potsdam. Der Neubau eines Hubschrauberlandeplatzes für das Bundespolizeipräsidium am Horstweg ist abgesagt. Thorsten Grützner, Sprecher der zuständigen Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), teilte auf Anfrage mit, dass „die Bedarfsanforderung für die Errichtung eines Hubschrauberlandeplatzes nach erneuter Prüfung zurückgezogen“ worden sei: „Die Planungen werden derzeit nicht weiter verfolgt.“

Der geplante Landeplatz sollte mit einer Fläche von 900 Quadratmetern auf Stelzen in sechs Metern Höhe errichtet werden. Das Projekt war vor allem wegen des befürchteten Fluglärms ein Politikum. Zeitweise war die Rede von bis zu 400 möglichen Starts und Landungen im Jahr. Neben anderen Helikoptern sollte auch der „Super-Puma“ einfliegen, ein 16 Meter langes und 30 Tonnen schweres Ungetüm für bis zu 30 Personen. Wegen des Hubschrauberlandeplatzes wurde ein Teil des Baulandes für die neue Eigenheimsiedlung am Nuthewinkel in ein Gewerbegrundstück umgewandelt. Lärmbelästigung ist in geringerem Umfang auch ohne die erhöhte Plattform möglich: Auf der als Landeplatz ausgewiesenen Grasfläche neben der Straße An den Kopfweiden gab es nach Mitteilung des Bundespolizeipräsidiums in den Jahren 2013 und 2014 zwei Starts und Landungen.

Mit dem Neubau des Polizeipräsidiums soll nach Angaben von Bima-Sprecher Grützner im zweiten Quartal 2017 begonnen werden. Die Fertigstellung sei für das vierte Quartal 2019 anvisiert. Das Bauvorhaben auf dem früheren Regierungsgelände an der Ecke Horstweg/Heinrich-Mann-Allee soll mehr als 60 Millionen Euro kosten. 1,6 Millionen Euro waren allein der Helikopterlandeplatz auf Stelzen geplant. Kritik an den Kosten des Stelzenbaus gab es nicht zuletzt im Haushaltsausschuss des Bundestages, der den Präsidiumsneubau im Juni 2013 bestätigte. Das Gesamtprojekt hatte die Bundestagsausschüsse mehr als drei Jahre beschäftigt.

2020 ist die Husarenkaserne frei

Die Stadt will im Gebäude der früheren Husarenkaserne am Eingang zum Kulturviertel Schiffbauergasse ein Künstler- und Gründerzentrum mit 8000 Quadratmetern Nutzfläche etablieren. Noch wird das Haus von der Bundespolizei genutzt, die den Block voraussichtlich Anfang 2020 nach ihrem Umzug in den Neubau an der Heinrich-Mann-Allee abgibt.

Ein vergleichbares Projekt, mit dem Künstlern zu günstigen Konditionen Arbeitsräume geboten werden sollen, wird im alten Rechenzentrum an der Breiten Straße etabliert. Dort werden freie Büros schrittweise an die neuen Nutzer übergeben. Mehr als 5000 Quadratmeter sind verfügbar. Am Dienstag ist die offizielle Eröffnung des neuen Kunst- und Kreativhauses in der Stadtmitte, das zunächst für eine Testphase von dreieinhalb Jahren läuft.

Das Bundespolizeipräsidium führt die Dienst- und Fachaufsicht für 40 000 Mitarbeiter nachgeordneter Dienststellen und koordiniert auch internationale Einsätze. In der Zentrale sollen 815 Dienststellen Platz finden. Aktuell sind die Mitarbeiter des Bundespolizeipräsidiums auf mehrere Standorte in der Heinrich-Mann-Allee und an der Berliner Straße verteilt: Das gelbe Kasernengebäude der Bundespolizei am Eingang zum Kulturviertel Schiffbauergasse ist als künftiges Künstler- und Gründerzentrum im Gespräch.

Von Volker Oelschläger

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