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Bundesverdienstkreuz für Liebe zu Italien

Romanistin Maria-Luise Döring wurde geehrt Bundesverdienstkreuz für Liebe zu Italien

Es war eine doppelte Premiere: Brandenburgs Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers (Linke) verlieh gestern zum ersten Mal ein Bundesverdienstkreuz, die Romanistin Maria-Luise Döring bekam den Orden erstmals angesteckt.

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Maria-Luise Döring.

Quelle: Olaf Möldner

Seit 23 Jahren baut die Potsdamerin symbolisch Brücken zwischen Brandenburg und Italien – als Vorsitzende des Vereins „Il Ponte“ fördert sie den Dialog von Kulturschaffenden und bringt Märker auf ihren Bürgerreisen nach Bella Italia.

Gleich nach der Wende 1990 schloss sich Maria-Luise Döring mit einem Dutzend Italien-Begeisterter zusammen und gründete die „Brandenburgische Gesellschaft der Freunde Italiens“. Mittlerweile zählt der Verein an die 200 Mitglieder. Seit das italienische Perugia Potsdams Partnerstadt ist, fährt Maria-Luise Döring jedes Jahr nach Umbrien. Ihre persönlichen Kontakte zu Italienern bringen die Reisenden an Orte, die mancher Tourist nicht sehen würde, wie ins Atelier eines Künstlers oder in den Keller eines Weinguts.

Die Brücken, die Maria-Luise Döring baut, führen aber nicht nur in eine Richtung. Die Romanistin bringt auch Italiener nach Brandenburg. So stellt beispielsweise der Maler Luigi Marzo seine Arbeiten derzeit in Teltow aus. Was Maria-Luise Döring mit ihrem Verein noch in die Mark bringt, betonte Ralf Christoffers: „Ein Stück italienische Lebensart.“

Von der war die Potsdamerin schon als Studentin fasziniert. Bei ihrem Studium der Romanistik in Berlin spezialisierte sie sich auf italienische Literatur- und Sprachwissenschaft. Später unterrichtete sie an der Leipziger Universität, arbeitete für Opernhäuser und übersetzte Libretti.

Das Bundesverdienstkreuz sieht Maria-Luise Döring als Ansporn weiterzumachen. „Der Orden ist auch eine Pflicht“, sagte sie. „Ich kann mich nicht zurücklehnen.“ Gerade jetzt will sie das auch gar nicht. Nach der Wahl in Italien sei der Austausch zwischen den Ländern umso wichtiger. „Ich versuche, in Gesprächen mit meinen italienischen Freunden für den europäischen Sparkurs zu werben“, sagte Maria-Luise Döring. Bald kann sie das auch wieder persönlich: Am 27. April startet die 18. Bürgerreise nach Perugia. (Von Meike Jänike)

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