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Potsdam Bundeswehr-Big-Band kommt wieder
Lokales Potsdam Bundeswehr-Big-Band kommt wieder
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19:37 09.03.2018
Die Big-Band der Bundeswehr spielt Swing, Rock und Pop und bringt Gastsänger mit. Quelle: Johannes W. Langendorf
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Potsdam

Die zweite Ausgabe nach 2016 soll am 6. September 2018 ab 20 Uhr wie vor zwei Jahren vorm Brandenburger Tor stattfinden, das bis zum Juli vom Baugerüst befreit werden soll, sagte am Donnerstag bei einem Pressetermin Initiator Generalleutnant a.D. Rainer Glatz.

Beim Pressegespräch zum Benefizkonzert der Bundeswehr-Big-Band, die am 6.9.2018 in Potsdam spielt: Johannes M. Langendorf, Tourmanager der Bundeswehr Big Band; Imke Eisenblätter, Leiterin der Potsdamer Tafel; OB Jann Jakobs (SPD); Generalleutnant a.D. Rainer L. Glatz; Peter Niepenberg, Bundesvorsitzender Bundeswehr Sozialwerk (v.l.n.r.) Quelle: Michaela Grimm

Die Big-Band unterscheidet sich von den 13 anderen Musikkorps der Bundeswehr. „Wir spielen keinen Marsch. Wir machen Swing, Rock und Pop mit Show und Unterhaltung“, sagt Tourmanager Johannes Langendorf zum Dienstauftrag der rund 20 studierten Musiker im Hauptberuf, die auch Soldaten sind. Das Programm für Potsdam erarbeiten sie gerade.

Seit 1972 Teilnehmer bei Olympia

1970 hatte der damalige Verteidigungsminister und Musikliebhaber Helmut Schmidt (SPD) die Idee für moderne Töne einer modernen Armee.

Seit ihrer Aufstellung 1971 spielt die Big Band der Bundeswehr ohne Gage für gute Zwecke. 20 Millionen Euro hat das Militärmusikkorps nach eigenen Angaben seitdem eingespielt.

Die Big Band ist in Nordrhein-Westfalen stationiert und spielt gut 80 Konzerte pro Jahr, davon etwa 30 Open-Air-Shows.

Olympische Spiele sind seit 1972 feste Tourtermine. So waren die Musiker gerade in Südkorea. Sie touren als „Musikdiplomaten“ weltweit, auch in Einsatzländer deutscher Soldaten.

Drei Solosänger für die große Tour 2018 sind aber schon gecastet: Susan Albers, Jemma Endersby und Marco Matias. Lichtdesigner Bertil Mark, der bereits für Rammstein, die Beginner und Helene Fischer Showdesigns gestaltete, entwirft das Lichtprogramm zur Show.

Die Big Band der Bundeswehr gibt es seit 1971 – und Dank einer Idee des damaligen Verteidigungsministers Helmut Schmidt, der sich eine moderne Musikkombo für eine moderne Armee wünschte. Quelle: Promo

Das rund zweistündige Bühnenprogramm kostet keinen Eintritt – es werden Spenden gesammelt. Zwei Einrichtungen wird das Geld zugute kommen: der Potsdamer Tafel und dem Bundeswehr-Sozialwerk. „Soldatenfamilien sind Schicksalsschlägen genauso ausgesetzt wie andere Familien auch“, sagte der Bundesvorsitzende des eingetragenen Vereins, Peter Niepenberg. Der Anteil von Dienenden mit Familien wachse ebenso wie der Altersdurchschnitt in der Wehr seit dem Aussetzen der Wehrpflicht.

Peter Niepenberg, Bundesvorsitzender des Bundeswehr-Sozialwerks Quelle: Michaela Grimm

Niepenberg: „Wir sind ihr unbürokratischer Ansprechpartner. Wir geben im Jahr mehr als eine halbe Million Euro für Soldatenfamilien in Not aus.“ Etwa nach Unfällen für den Umbau behindertengerechter Autos und Bäder; für dringende Umzüge, wenn die Wohnung ausgebrannt ist; oder auch für Therapien nach traumatischen Einsätzen. „Eine posttraumatische Belastungsstörung betrifft nicht nur den einzelnen Soldaten, sondern wirkt in die ganze Familie hinein“, sagte Peter Niepenberg, dessen Organisation auch kostengünstige Ferienplätze in eigenen Ferienanlagen und Hotels vergibt.

Den anderen Teil der Spenden erhält die Potsdamer Tafel. „Ich freue mich sehr über diese Wertschätzung“, sagt deren Leiterin, Imke Eisenblätter. Mit dem Geld soll der Betrieb am Laufen gehalten und der Grundstock für das nächste Kühlfahrzeug geschaffen werden. „Die Lebensdauer so eines Kühlfahrzeugs beträgt drei bis vier Jahre“, sagt Imke Eisenblätter. Im Prinzip sei eins der vier Spezialautos immer in der Reparatur. Montag bis Samstag sammelt die Tafel in Potsdam Lebensmittel von Verkaufsstätten, um sie an Bedürftige zu verteilen, darunter viele Kinder, Alleinerziehende, Rentner und Geflüchtete. „Der Bedarf reißt nicht ab. Wir haben jede Woche zehn bis 15 Neuanmeldungen.“ Für die Ehrenamtler ist das ein Kraftakt, auch körperlich.

Imke Eisenblätter leitet die Potsdamer Tafel Quelle: Michaela Grimm

Die Tafel benötigt nicht nur Essen- und Geldspenden, sondern vor allem freiwillige Helfer. „Wir brauchen dringend gute Fahrer“, sagt Imke Eisenblätter. Damit sich der Andrang – rund 1200 Menschen gehen wöchentlich zur Tafel – besser verteilt, werden die Lebensmittel wie geplant künftig auch montags ausgegeben.

2016 gasierte die Bundeswehr-Big-Band zum ersten Mal mit einem Benefizkonzert in Potsdam. Es kamen 4500 bis 5000 Zuhörer und 35 000 Euro Spenden zusammen. Der Erlös kam damals zu gleichen Teilen der Behandlung von zumeist minderjährigen traumatisierten Kriegsflüchtlingen im Klinikum „Ernst von Bergmann“ zugute und an Soldaten im Berliner Krankenhaus der Bundeswehr, die nach Auslandseinsätzen unter posttraumatischen Belastungsstörungen leiden.

Blick von der Bühne beim Benefizkonzert am Potsdamer Brandenburger Tor der Bundeswehr-Big-Band mit MAZ-Lesern im Jahr 2016 Quelle: Bernd Gartenschläger

Schirmherren des Potsdam-Konzerts am 6. September 2018 sind Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hans-Peter Bartels.

Von Michaela Grimm

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