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Buntes Straßenfest in der Dortustraße

„Die Innenstadt soll kiezig bleiben!“ Buntes Straßenfest in der Dortustraße

Der „Konsens e.V.“ feierte am Samstag unter dem Motto „Bunt statt mono“ ein gut besuchtes Straßenfest in der Dortustraße. Bis ein Uhr nachts wurde friedlich gefeiert - am nächsten Tag war alles aufgeräumt. Ein gelungenes Fest für linke und alternative Kultur in Potsdam.

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Gute Stimmung bis in die Nacht.

Quelle: Nadine Fabian

Innenstadt. Kleidung selber nähen, Perlenarmbänder basteln, auf der Hüpfburg herumtollen oder Graffiti sprühen: So bunt war der Samstagnachmittag in der Dortustraße im Abschnitt zwischen der Gutenbergstraße und Hegelallee. Der „Konsens e.V.“ feierte hier ein sommerliches Straßenfest unter dem Motto „Die Innenstadt ist für alle da! Bunt statt Mono! Vielfalt statt Einfalt“.

Der gemeinnützige „Konsens“-Verein wurde 2007 für den Erhalt der Dortustraße 65 als alternatives Wohnprojekt gegründet. 2013 haben die Mitglieder das Haus von der Stadt gekauft. 

Aus der Idee von der kleinen Feier vor der „Dortu 65“ wurde ein Fest über einen ganzen Straßenabschnitt. „So groß hatten wir das gar nicht geplant“, sagt Christiane Schneider vom Konsens e.V. Doch während der Vorbereitung kamen immer mehr soziokulturelle Einrichtungen dazu – etwa der Verein „Freifunk“, der sich für kostenloses W-Lan in der Stadt stark macht, der Buchladen „Sputnik“, der Jugendklub „Archiv“, der Allgemeine Studierenden-Ausschuss (AStA) der Uni Potsdam und das Netzwerk „Kulturlobby“. „Es ist toll, dass so viele Leute hier ohne großen Gewinn mit anpacken“, sagt Schneider. Am Samstagnachmittag wurde die Dortustraße zum Treffpunkt:  Familien trafen sich, die Kinder wurden geschminkt, Jugendliche konnten ihrer Kreativität an den Graffitiflächen freien Lauf lassen oder auf die Torwand schießen. Livemusik und DJs sorgten für gute Stimmung.

Gutes Wetter, gute Stimmung, nette Menschen.

Quelle: MAZonline

Das Straßenfest sollte ein Raum für linke und alternative Kultur sein, die es derzeit in Potsdam schwer hat: Die Fête de la Musique fällt aus, die Proben-und Atelierräume in der Alten Brauerei mussten geräumt werden. Gerade deswegen bekamen ein paar Musiker aus der Initiative Alte Brauerei am Samstag auch die Möglichkeit, ihre Musik auf der Bühne zu präsentieren. Das ebenfalls alternative Jugendzentrum „Freiland“ war beim „Dortu 65“-Straßenfest nicht dabei. Es hatte in der Vergangenheit Verstimmungen wegen der Türsteher-Politik beim Spartacus-Club auf dem Freiland-Gelände gegeben.
„Die Innenstadt soll kiezig bleiben“, wünscht sich Christiane Schneider, die das Straßenfest, wie die rund 20 anderen Organisatoren und Helfer, in ihrer Freizeit auf die Beine gestellt hat. Auch die Innenstadt solle für alle Leute bewohnbar bleiben und „nicht zum Museum werden“ – ein bekannter Slogan aus dem Wahlkampf. In ihrem Kiez in der Dortustraße fühlt Christiane Schneider sich wohl. „Man kennt sich untereinander, grüßt sich auf der Straße. Manchmal trinkt man auch mal etwas zusammen“, sagt sie. Das Kiezgefühl in der Dortustraße machen für sie zudem die vielen Restaurants und Kneipen aus. „An den Wochenenden sieht man viele Autos aus dem Potsdamer Umland hier stehen. Scheinbar ist die Dortustraße nicht nur für ihre Bewohner attraktiv, so wie sie ist“, sagt Schneider.

Auf einer Bühne spielten verschiedene Bands.

Quelle: MAZonline

Am Samstag wurde bis um ein Uhr in der Nacht friedlich zusammen gefeiert. „Wir haben neun Fässer Bier verbraucht“, sagt Schneider. Nach einer ersten Kalkulation wurden die entstandenen Kosten für das Fest gedeckt, ein Plus in der Vereinskasse wird voraussichtlich nicht übrig bleiben.

Von Friederike Steemann

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