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Potsdam Busfahrer will Mutter mit Kinderwagen im Regen stehen lassen
Lokales Potsdam Busfahrer will Mutter mit Kinderwagen im Regen stehen lassen
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18:49 11.11.2016
Mandy Schünke mit ihrem Sohn Tayler (2) im Sommer an der Bushaltestelle Kaiserplatz in Potsdam. Mittlerweile hat die 37-Jährige entbunden. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Bornstedt

Mandy Schünke (37) hat sich wieder bei uns gemeldet. Die Mutter von mittlerweile zwei kleinen Kindern – Sohn Tayler ist zwei Jahre alt, Sohn Ryan kam vor zwei Monaten auf die Welt – hatte am Montag auf der Buslinie 609 des Potsdamer Verkehrsbetriebes (ViP) zwischen Potsdam und Karzow erneut Stress. An der Haltestelle Kaiserplatz wollte sie der Busfahrer mit den Söhnen und dem Kinderwagen mal wieder im Regen stehen lassen. Und das im Wortsinne. Doch Frau Schünke wehrte sich und stieg mit Hilfe anderer Fahrgäste dennoch in den Bus ein. Nun verweigerte der Fahrer die Weiterfahrt. Erst nach zehnminütiger Diskussion und einem längeren Telefonat lenkte er schließlich ein und gab Gas.

Bereits im Sommer hatte der Fall der damals hochschwangeren Frau, die mehrfach auf der Linie 609 mit Tayler und Kinderwagen nicht mitgenommen wurde, für Schlagzeilen gesorgt. Nach einem Bericht in der MAZ und empörten Reaktionen in den sozialen Medien, schien das Problem gelöst. Der Fahrer des Subunternehmens wurde offenbar auf eine andere Linie beordert. Es gab keinerlei Beschwerden mehr.

Der unhöfliche Busfahrer sitzt wieder am Steuer

Doch nun sitzt der unhöfliche Busfahrer offenbar wieder am Steuer. Anne-Marie Aust (29), die im Juni mit ihren Kindern Matilda (5) und Carl (11 Monate) nach Fahrland gezogen ist, hat jedenfalls Ähnliches wie Mandy Schülke erlebt. „Das erste Mal wollte mich der Busfahrer an der Haltestelle Am Schragen Richtung Fahrland nicht mitnehmen“, berichtet sie der MAZ. „Ich mit Kinderwagen und noch eine Mama mit Kinderwagen wollten den Bus nutzen. Da fing der Busfahrer an zu diskutieren. Wir sollen uns doch entscheiden, wer jetzt mitfahren will. Er nimmt nur einen Wagen mit.“ Als sich beide Frauen weigerten, den Bus zu verlassen, gab er klein bei. „Mich hat dieser Vorfall so schockiert“, erinnert sich Frau Aust. Zumal das Erlebte kein Einzelfall blieb. Mittlerweile hat Anne-Marie Aust „Angst, den Bus zu nutzen. Angst mein Kind nicht pünktlich abholen zu können. Angst draußen in der Kälte stehen gelassen zu werden.“ Mit anderen Busfahrern gäbe es nie Probleme, betont die gebürtige Berlinerin. „Da ist nur der eine Busfahrer, der dieses Verhalten aufweist. Die anderen sind superfreundlich.“

Die Verkehrsbetriebe reagieren zunächst nicht auf die Beschwerde

Auf eine Beschwere bei den Verkehrsbetrieben erhielt Anne-Marie Aust zunächst keine Antwort. Die MAZ konfrontierte ViP-Pressesprecher Stefan Klotz mit den Vorfällen. „Das geschilderte Verhalten ist inakzeptabel und entspricht nicht unserer Unternehmensphilosophie“, bestätigte Klotz. „Wir nehmen die erneuten Hinweise zum Anlass, eine Beseitigung dieses offenbar erneut aufgetretenen Mangels der Servicequalität einzufordern.“ Zu den Regeln schreibt der Pressesprecher: „Grundsätzlich können so viele Kinderwagen mitgenommen werden, wie sicher im Multifunktionsbereich des Busses aufgestellt werden können. In der Regel ist die Mitnahme von zwei normalen Kinderwagen möglich.“ Die MAZ bleibt dran

Von Jens Trommer

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