Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam CDU: Unhaltbare Zustände im Bornstedt-Carree
Lokales Potsdam CDU: Unhaltbare Zustände im Bornstedt-Carree
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:33 02.05.2018
Das Bornstedt-Carree war nach der Wende eines der ersten Einkaufszentren der Stadt und lockte mit verschiedenen Geschäften, darunter einem Rewe-Markt. Inzwischen gibt es mächtige Konkurrenz schräg gegenüber. Quelle: Julian Stähle
Bornstedt

Das Bornstedt-Carree hat als Einkaufszentrum keine Chance mehr. Wirtschaftsförderchef Stefan Frerichs sagt, eine Revitalisierung sei nicht möglich: „Dafür ist die andere Straßenseite zu stark.“ Gemeint ist der so genannte „Aldi-Hof“ schräg gegenüber, auf dem der Discount-Riese vor ein paar Jahren einen neuen, deutlich größeren Markt errichtet hat als er ihn vorher hatte. Gegen den kleineren Aldi und den Getränkemarkt hatte das Bornstedt-Carree mit seinem kleinen Rewe-Nahkauf-Vollsortimenter noch bestehen können, gegen die neue Filiale immer weniger. Ein Gutachten im Auftrag der Stadt sprach schon vor zehn Jahren dem dort ansässigen Rewe-Nahkauf eine wirtschaftliche Zukunft mit der Begründung ab, er sei als Nahversorger viel zu klein und kein Kundenmagnet im Interesse der anderen Ladengeschäfte im Center. Rewe wollte sich eigentlich erheblich vergrößern, weil die Kapazitäten des nahe gelegenen Marktes an der Pappelallee erschöpft waren. Daraus wurde nichts. Trotzdem wirtschaften Rewe und mehrere Geschäfte noch im Bornstedt-Carree, doch hat der Leerstand zugenommen.

Der CDU-Stadtverordnete Lars Eichert beobachtet eine „unerfreuliche Entwicklung“ und „unhaltbare Zustände“ im Center. Die Stadt müsse „Einfluss nehmen auf den privaten Eigentümer“, um das zu ändern. Der Oberbürgermeister soll sich „dafür einzusetzen, dass die überwiegend ungenutzten Ladenlokale ... belebt werden und das Carree zu einem lebendigen Ort in Bornstedt wird.“ Man müsse Möglichkeiten einer Nutzungsänderung prüfen, also auch zu anderen gewerblichen und so sozialen Zwecken. Dazu soll die Wirtschaftsförderung der Stadt aktiv werden.

„Wir können einen toten Hund nicht mehr zum Laufen bringen“, versinnbildlicht der Bürgerbündnis-Abgeordnete und Wohnungsunternehmer Wolfhard Kirsch das Problem.

Das Bornstedt-Carre in der Potsdamer Straße hat es sehr schwer als Einkaufszentrum. Quelle: MAZ/Gartenschläger

Es sei „sicher besser, andere Nutzungen zu finden“, um den Leerstand zu beenden, der auch dem Eigentümer schadet. Das Bornstedt-Carree sei ein zentraler Ort im Stadtteil Bornstedt und könne dazu beitragen, den Stadtteil weiterzuentwickeln, finden die CDU und die SPD als Einreicher des „Wiederbelebungs-Antrages.“ Ziel müsse sein, einen attraktiven Kiez zu entwickeln. Es sollten daher alle Nutzungsmöglichkeiten geprüft werden, die zu dem gegenüber entstehenden Versorgungsbereich passen, ihn ergänzen und weiterentwickeln, so dass beiderseits der Potsdamer Straße ein Stadtteilzentrum entstehen und sich weiteres soziales Leben entwickeln kann.

Es sei im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung notwendig, alle Bereiche so zu entwickeln, dass Potsdam überall seine Attraktivität bestätigt, heißt es in dem Antrag. „Aufgrund der prominenten Lage im Stadtteil muss es als Verpflichtung angesehen werden, sich intensiv um dessen Entwicklung zu bemühen.“

Wirtschaftsförderchef Frerichs räumt ein, das Problem seit fünf Jahren zu kennen und sichert zu, mit dem Eigentümer zu verhandeln. Er glaubt, im Februar 2019 Ergebnisse präsentieren zu können.

Zu den denkbaren sozialen Nutzungen zählt eine altersgerechte Wohnstätte, die schon in einem Gutachten von 2008 vorgeschlagen worden, aber damals auf massiven Widerstand bei der Bornstedter Bevölkerung und den Ladeninhabern des Centers gestoßen war.

Von Rainer Schüler

Heute könnte es regnen und gewittern – feuchtfröhlich wird es bestimmt. Ein schöner Tag ist es für Bio-Fans und für Autofahrer, die einen kostenlosen Parkplatz in der Innenstadt suchen. Zudem nimmt der OB-Wahlkampf an Fahrt auf. Und Mädchen kommen groß raus.

26.04.2018

In der zurückliegenden Saison ereigneten sich 83 Schiffsunfälle im Bereich der Polizeidirektion West – also zwischen Potsdam und der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Das entspricht etwa der Hälfte aller im Land Brandenburg aufgenommenen Havarien. Die meisten Unfälle gehen auf das Konto von Freizeitkapitänen.

26.04.2018
Potsdam Zukunftszentrum in der Schiffbauergasse - VW entwickelt in Potsdam selbstfahrende Autos

Das 2005 eröffnete Volkswagen Design Center am Tiefen See in Potsdam ist nach einer Umstrukturierung die weltweit größte Zukunftswerkstatt des Konzerns. Wissenschaftler arbeiten hier an der Entwicklung selbstfahrender Autos.

26.04.2018