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Potsdam CDU: Wirbel um Ex-NVA-Offizier
Lokales Potsdam CDU: Wirbel um Ex-NVA-Offizier
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20:27 24.03.2013
POTSDAM

Stein des Anstoßes ist Ottos Vergangenheit. „Wir möchten uns auf das Schärfste von der Personalie Otto distanzieren. Hintergrund ist seine fragwürdige Vergangenheit als Offizier in der NVA und die freiwillige Mitgliedschaft in der SED“, erklärten gestern die Ortsverbände Groß Glienicke (vertreten durch Karen Knorre), Babelsberg/Zentrum Ost (Hans-Wilhelm Dünn) und Golm/Eiche/Grube (Torsten Kalweit) sowie die Junge Union: „Die CDU kann nicht glaubhaft andere Parteien und deren Politiker mit einer bekannten DDR-Vergangenheit kritisieren und sich selbst in ihr Führungsgremium genau solch eine fragwürdige Personalie holen.“ Sie „fordern eine Überprüfung von Herrn Otto durch die Stasi-Unterlagenbehörde, veranlasst durch den Kreisvorstand“. Otto solle das Amt bis zum Ende der Überprüfung ruhen lassen.

Wie Torsten Kalweit gestern zur MAZ sagte, hätten sich auf dem Parteitag mehrere Mitglieder geweigert, im zweiten Wahlgang gegen Otto anzutreten: Er selbst, Hans-Wilhelm Dünn, Junge-Union-Chef Tino Fischer und Götz Th. Friederich. Im ersten Wahlgang waren Dünn, Fischer, Friederich, Kalweit und Otto bei der Wahl der neun Beisitzer leer ausgegangen.

Kalweit hat 2009 die Montagsdemos gegen die rot-rote Landesregierung mit organisiert. Auf dem CDU-Parteitag hätten Mitglieder erzählt, dass Otto als Offizier sogar einen „Ehrendolch“ als Auszeichnung bekommen habe, so Kalweit: „Den kriegt man ja nicht einfach so.“ Auf MAZ-Anfrage sagte Otto, dies sei gängige Praxis gewesen: „Den Ehrendolch bekam man bei der Ernennung zum Offizier. Das ist auch heute noch so.“ Otto, der ein Lohnsteuerhilfeverein-Büro leitet, zeigte sich erstaunt über die Vorwürfe: „Ich verstehe die Aufregung nicht. Ich bin nicht der einzige Offizier der NVA, der in der CDU ist und in einen Kreisvorstand gewählt wurde.“ Auch Ex-Fraktionschef Michael Schröder war bekanntlich bei der NVA.

Zu seiner Vergangenheit als Artillerie-Hauptmann sagte Otto: „Ich war Soldat und das war ich gerne. Ich war als Zugführer der NVA für 30 Leute verantwortlich – nicht mehr und nicht weniger.“ Ende 1990 nahm er seinen Abschied aus der Bundeswehr. Nach seinem SED-Austritt Ende 1989 trat er 1998 in Golm in die CDU ein – auf Anregung von Horst Heinzel und Saskia Ludwig, so Otto. „Ich war nie bei der Stasi“, betont er, räumt aber ein: „Jede Einheit hatte einen Verbindungsoffizier zur Staatssicherheit. Ich war dienstlich verpflichtet, mit diesen Leuten zusammenzuarbeiten.“ Es sei rein „um militärische Aufgaben“ gegangen. Die aktuellen Vorwürfe würden in „gekränkten Eitelkeiten von Wahlverlierern“ wurzeln, vermutet Otto. Kreisgeschäftsführer Karl-Heinz Kollhof erklärte gestern, jedes neue CDU-Mitglied müsse Auskunft über eine Stasi-Mitarbeit geben. Kreischefin Katherina Reiche verwies auf die „klaren Wahlergebnisse“ des Parteitags. Es habe „eine offene Aussprache“ zu Otto gegeben. Zu den Stasi-Vorwürfen sagte Reiche: „Dem Kreisverband liegen keine Erkenntnisse vor.“ (Von Ildiko Röd)

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