Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 0 ° Schneefall

Navigation:
CDU fordert mehr Geld für Studentenwerk

Potsdam CDU fordert mehr Geld für Studentenwerk

Gerade einmal neun Prozent der Studenten kommt in Wohnheimen des Potsdamer Studentenwerkes unter. Die Lage ist prekär. Die Landesregierung prüft nun, ob sie dem Werk weitere Mittel zur Verfügung stellen kann. Das geht aus einer Antwort der Regierung auf eine Anfrage des CDU-Landstagsabgeordneten Steeven Bretz hervor.

Voriger Artikel
Potsdam am Mittwoch: Das ist heute wichtig
Nächster Artikel
Fikkefuchs-Tickets für Potsdam zu gewinnen

Studentenwohnheim in der Breiten Straße

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Mit gerade einmal 2833 Wohnungen für knapp 30 400 Studenten ist das Studentenwerk Potsdam alles andere als gut aufgestellt, wenn es darum geht, den Studenten in Potsdam, Brandenburg an der Havel und Wildau ein Dach über dem Kopf zu bieten. Das entspricht einer Versorgung von 9,08 Prozent. Der Bundesdurchschnitt liegt nur wenig höher bei 9,69 Prozent.

In einer Antwort auf eine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten, Steeven Bretz, betonte die Landesregierung aus SPD und Linke jedoch, dass sich die Versorgungsquote erhöhen werde. 2019 entstehen insgesamt etwas über 400 neue Wohnheimplätze. „Dadurch steigt die Rate auf einen Wert von 10 Prozent“, heißt es in der Antwort der Landesregierung. „Und damit über den derzeitigen bundesdeutschen Durchschnitt.“ Dass die Studentenzahlen bis 2019 steigen können, ist in der Rechnung allerdings nicht inbegriffen.

Bretz wollte wissen, ob es weitere geplante Bauvorhaben gebe, die mit Landesmitteln bezahlt werden sollen. Das verneinte die Regierung. Stellte jedoch klar: Im Zuge der Planungen für den Doppelhaushalt 2019/2020 prüfe die Regierung, ob sie einen eigenen Posten für Bau- und Sanierungsmaßnahmen des Studentenwerkes einrichten könne. Zudem kläre das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, ob es auch ihm, neben dem sonst zuständigen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur , zukünftig möglich sei, einen Topf für die Förderung von studentischen Wohnungen einzurichten. Bisher war es dem Ministerium nicht möglich, Bauvorhaben des Studentenwerkes zu fördern.

CDU-Kreischef Steeven Bretz gehen die angekündigten Reaktionen der Landesregierung auf die prekäre Wohnungslage für die Studenten in der Region freilich nicht weit genug. Er ist der Meinung, dass die sie die Situation schönrede. „Der Ernst der Lage ist der Landesregierung offensichtlich nicht bewusst. Die Zahl der Wohnungen des Potsdamer Studentenwerkes ist innerhalb der letzten zehn Jahre sogar leicht gesunken“, schreibt Bretz in seiner Reaktion auf die Antwort der Landesregierung. „Es wäre an der Zeit, dass die Landesregierung endlich mehr tut als nur zu prüfen. Es braucht mehr Investitionen des Landes, gesetzliche Bedingungen , die dem Studentenwerk ermöglichen, auf Mittel der Wohnraumförderung zuzugreifen und rechtliche Veränderungen, die eine schnellere Abwicklung von Bauvorhaben ermöglichen.“

Von Annika Jensen

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
dfdbc0d4-af48-11e7-b225-97bf4e5da6db
Potsdam – damals und heute

Zeitreise durch Potsdam: Anhand von historischen und aktuellen Aufnahmen zeigt die MAZ, wie sich die Stadt Potsdam verändert hat – und was wieder aufgebaut wurde. Besuchen Sie mit Klick durch die Galerie Potsdams markante Ecken – damals und heute.

Die Karikaturen von Jörg Hafemeister aus 2018

Jörg Hafemeister karikiert seit Jahren die Potsdamer Lokalpolitik. Nun hat er immer mittwochs seinen festen Platz im Potsdamer Stadtkurier. Wir zeigen an dieser Stelle alle Karikaturen aus dem Jahr 2018.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg