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Potsdam Chaotische Detektive suchen die Liebe
Lokales Potsdam Chaotische Detektive suchen die Liebe
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18:15 01.03.2017
Schnickschnack (l., Leonie Rainer) und Schnuck (r., Peter Wagner) machen sich in der Detektiv-Parodie gemeinsam auf die Suche nach der Liebe Quelle: HL BOEHME
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Potsdam

„Je weniger wir über unseren Fall wissen, desto weniger können wir verraten“, belehrt Detektiv Schnuck (Peter Wagner) seine Assistentin Schnickschnack (Leonie Rainer). So ganz wissen die beiden noch nicht, was ein Detektiv zu tun hat. Ihre Unwissenheit zieht sich durch das gesamte Kinderstück „Schnickschnack und Schnuck auf der Jagd nach der Liebe“, das gestern im Hans-Otto-Theater Premiere feierte.

Die beiden eröffnen ein Detektivbüro. Durch ein Missverständnis meint Schnuck, seinen ersten Auftrag ergattert zu haben: Es gilt, die Liebe zu finden. Also begeben sie sich auf eine abenteuerliche Reise.

Schnickschnack und Schnuck auf ihrer gefährlichen Reise durch den Dschungel Quelle: HL BOEHME

Das Clowns-Theaterstück vom Autoren Jörg Isermeyer wurde 2011 am Trotz-Alledem-Theater in Bielefeld uraufgeführt. Die Idee vom Detektivpaar nach Sherlock Holmes und Dr. Watson ist nicht neu. In einer Parodie das ungleiche Paar nach der Liebe suchen zu lassen, ist jedoch eine angemessene Übertragung ins Kindertheater.

Marita Erxleben setzte die Komödie in Potsdam für Kinder ab sechs Jahren neu um. Seit 2009 inszeniert die gelernte Tänzerin und Choreographin für das Hans-Otto-Theater Stücke für junge Zuschauer. Ihre Darstellerwahl war goldrichtig: Die Gastschauspieler Peter Wagner und Leonie Rainer scheinen wie gemacht für die Rollen des Zwei-Personen-Stückes. Sie verleihen der Inszenierung die nötige Lebendigkeit, Komik und viel Charme. Die Hauptdarstellerin sprüht vor Esprit und lässt keinen Satz ohne schelmische oder zutiefst bewegte Mimik vorüberziehen. Wagner überzeugt mit reservierter, wichtigtuerischer Miene.

Die Komödie im Hans-Otto-Theater

Der Autor Jörg Isermeyer erhielt für sein Theaterstück „Ohne Moos nix los“ u.a. den Berliner Kindertheaterpreis.

Weitere Aufführungen von „Schnickschnack und Schnuck auf der Jagd nach Liebe“ folgen am So, 12. März, um 15 Uhr und am Mo, 17. März, um 15 Uhr im Hans-Otto-Theater, Schiffbauergasse 11, Karten: 0331/ 98 11-8

Ein charakteristischer Dialog aus der Komödie: Schnuck erklärt Schnickschnack die Liebe, nach der sie Ausschau halten soll: „Sie ist prickelnd, tief und doch wohlig-warm wie eine Badewanne. Und sie hat lange, blonde Haare“. Schnickschnack erwidert, nachdem sie durch das Fernrohr schaut: „Ich sehe aber keine Badewanne mit langen, blonden Haaren!“

Matthias Müllers treffende Kostümwahl bereichert die Komödie. Er vereint die Begriffe „Detektiv“ und „Clowns-Theater“ in raffinierter Kleidung. Ein Buch, so groß wie die halbe Bühne, dient als Kulisse der etwa 60-minütigen Aufführung. Die Regisseurin verzichtet auf aufwendige technische Effekte. Lieber lässt sie ausgesuchte Requisiten weitere parodische Akzente setzen: Zum Beispiel die klapprige Brotdose, die Schnickschnack vor ihrem Dauerhunger bewahren soll oder Schnucks Fernrohr, das er mit sich trägt, weil im Laden keine Lupe verkauft wurde, die doch alle Detektive bei sich tragen.

Erwartungsgemäß kommt Marita Erxleben ihrer Profession nach und lässt die beiden Darsteller – wenn auch nur kurz- steppen und singen. Zunächst etwas unvermittelt, lockerte diese Einlage die sonst musikarme Vorstellung auf. Alles in allem eine unterhaltsame Komödie für die ganze Familie.

Von Josefine Kühnel

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