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Charakterfeste Politik sieht anders aus

Kommentar zur Wahl von Mike Schubert Charakterfeste Politik sieht anders aus

Erst im dritten Durchgang ist Mike Schubert (SPD) am Mittwochabend zu Potsdams neuem Sozialdezernenten gewählt worden. Auch, wenn er seinen Kandidaten schließlich durchbrachte – für Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs und seine Anhänger ist die Abstimmung eine schallende Ohrfeige. Ein Kommentar.

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Mike Schubert ist am Mittwoch zum neuen Sozialdezernenten in Potsdam gewählt worden.

Quelle: Gartenschläger

Potsdam.
Drei Wahlgänge hat Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) gebraucht, ehe sein Wunschkandidat als Sozialbeigeordneter, SPD-Fraktionschef Mike Schubert, vom Stadtparlament doch noch eine hauchdünne Mehrheit erhielt. Als das Ergebnis verkündet wurde, gab es Buh-Rufe und hämisches Lachen. Viele der Anwesenden sprachen von einem beschämenden Ausgang. Denn gleich mehrere Abgeordnete hatten ihr Stimmverhalten innerhalb weniger Minuten geändert. Charakterfeste Politik sieht anders aus. Schubert hat einen schwachen Start erwischt, er ist ein Beigeordneter auf tönernen Füßen. Nicht einmal alle Mitglieder der SPD-dominierten Rathauskooperation stehen derzeit hinter ihm. Er hat die Wahl dennoch angenommen.

Jens Trommer, Mitglied der MAZ-Chefredaktion

Jens Trommer, Mitglied der MAZ-Chefredaktion.

Quelle: Friedrich Bungert

Ob ihm die Schuhe zu groß sind, in die er geschlüpft ist, muss sich zeigen. Für Jakobs und seine Anhänger war das Abstimmungsprozedere auf jeden Fall eine schallende Ohrfeige, auch wenn der Oberbürgermeister letztlich „triumphierte“. Es könnte ein Pyrrhussieg gewesen sein, zu offensichtlich wurden von der SPD die Bewertungen der Personalberatungsfirma Kienbaum negiert, die die Sozialbeigeordnete von Hamburg-Altona, Imogen Buchholz, vorn sah. Kein Wunder, dass das Wort vom Potsdamer Filz die Runde machte. Fraglich bleibt, warum die Grünen das traurige Spiel mitgemacht haben. Anstatt sich als selbstbewusste, frauenfördernde Partei zu profilieren, übten sie sich in Nibelungentreue und warfen sich letztlich vor der SPD in den Staub.

Von Jens Trommer

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