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Charlie Hebdo erhält Potsdamer Medienpreis

Von Anschlag heimgesuchte Karikatur-Zeitschrift bei M100 Charlie Hebdo erhält Potsdamer Medienpreis

Bei dem Anschlag am 7. Januar in Paris hat das Satiremagazin Charlie Hebdo einen großen Teil seiner Belegschaft verloren. Im September wird die Zeitschrift als Vorkämpferin für die Pressefreiheit in Potsdam geehrt – wie zuvor der von Islamisten bedrohte dänische Zeichner Kurt Westergaard.

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„Charlie Hebdo“-Herausgeber Laurent Sourisseau.

Quelle: DPA

Potsdam. Die französische Satirezeitung „Charlie Hebdo“ bekommt den in Potsdam vergebenen deutschen Medienpreis M100 Media Award. Das Martyrium von „Charlie Hebdo“ sei von „epochaler Bedeutung, und die freie Welt muss sich in jeder Weise solidarisch mit den Opfern zeigen“, erklärte der Co-Chairman im M100-Beirat, Lord George Weidenfeld, am Montag in Potsdam zur Begründung. Der undotierte Preis soll demnach am 17. September in der Orangerie von Schloss Sanssouci in Potsdam dem Chefredakteur von „Charlie Hebdo“, Gérard Biard, übergeben werden.

Zwei Islamisten hatten am 7. Januar die Pariser Redaktionsräume der Satirezeitung gestürmt, die mehrfach mit Mohammed-Karikaturen für Aufsehen gesorgt hatte. Sie erschossen dort und auf ihrer Flucht zwölf Menschen, unter ihnen den „Charlie Hebdo“-Herausgeber Stéphane Charbonnier und fünf der bekanntesten Zeichner.

Der Chefredakteur des Berliner „Tagesspiegel“ Stephan-Andreas Casdorff, der dem M100-Beirat angehört, erklärte: „Wir zeichnen keine Karikatur aus – wir würdigen den Wert der Presse- und Meinungsfreiheit“.

Der ebenfalls zum Beirat zählende Chefredakteur der „Bild“-Zeitung, Kai Diekmann, erklärte, die Attentäter hätten sich nicht bloß gegen die Kollegen von „Charlie Hebdo“ gerichtet, sondern gegen die Freiheiten, die die Gesellschaft ausmachten - „die Freiheit der Presse, die Freiheit der Meinung, die Freiheit der Künste. Es sind diese Freiheiten, die uns abheben von den düsteren Winkeln der Welt.“

Der M100 Media Award wird jährlich anlässlich des Sanssouci-Colloquiums verliehen, der Preis versteht sich als Preis der europäischen Presse. Zu den Preisträgern der vergangenen Jahre zählt auch der dänische Karikaturist Kurt Westergaard. Dieser hatte Mohammed-Karikaturen gezeichnet, die auch von „Charlie Hebdo“ gedruckt wurden. Westergaard lebt unter Personenschutz. AFP

Von AFP

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