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Potsdam Gold für Pro-Potsdam-Chef
Lokales Potsdam Gold für Pro-Potsdam-Chef
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18:49 06.11.2018
Horst Müller-Zinsius (2.v.r.) umrahmt von Ex-Turbine-Trainer Bernd Schröder und den Mit-Geschäftsführern Bert Nicke und Michael Westphal (v.l.) . Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Nein, sein Relief klebt (noch) nicht am Obelisken auf dem Alten Markt, den die Pro Potsdam für mehr als eine halbe Million Euro hat sanieren lassen. Ehrerweisungen en masse waren dem scheidenden Geschäftsführer der städtischen Immobilienholding auf seiner vorgezogenen Abschiedsfeier mit Vernissage am Dienstagabend aber auch so gewiss. „So viel Personenkult“, seufzt Horst Müller-Zinsius (67) ins Mikrofon – da ist der krönende Abschluss des Defilees noch nicht mal in Sicht: die Ehrennadel in Gold vom Verband der Berlin-Brandenburgischen Wohnungsunternehmen (BBU) für „herausragende Verdienste um die Wohnungswirtschaft“ in der Region.

Ein kritisch-konstruktiver Teamplayer

BBU-Vorstand Maren Kern vergleicht Müller-Zinsius mit dem Schrittmacher auf der Rennstrecke – und mit dem Trommler auf der Galeere. Er sei schlagfertig, abgeklärt, ein stets kritisch-konstruktiver Teamplayer mit „extrem zartherber Art“. Mit der haben in Potsdam seit 1999 viele Bekanntschaft gemacht: Kollegen, Wegbegleiter, Geschäftspartner. Zum Danksagen und Schulterklopfen sind sie ins Foyer des Firmensitzes an der Pappelallee geradezu geströmt.

„Es war mir eine Ehre, für Potsdam gearbeitet zu haben“

„Meistens, nicht immer“ habe man gut zusammengearbeitet, sagt Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD): „Wenn man mit Horst Müller-Zinsius arbeitet, bleibt es nicht aus, dass man die eine oder andere Kontroverse auszutragen hat.“ Sehr heiter, oft flapsig, zuletzt wehmütig ließen Jakobs und Müller-Zinsius die gemeinsamen Jahre noch einmal aufziehen: die Konsolidierung der Gewoba, Gründung und Expansion der Pro, Sanierungen, Grundsteinlegungen, Richtfeste, aber auch Debatten am laufenden Band: ein wichtiges Stück Stadtgeschichte. Das ist in der Werkschau „Wir machen Stadt“ nachzuvollziehen. Sie bringt das auf den Punkt, woran Müller-Zinsius maßgeblich Anteil hat.

Sein Vertrag endet am 31. Dezember. Gern hätten ihn die Mit-Geschäftsführern Bert Nicke und Jörn-Michael Westphal überredet, noch ein wenig dranzuhängen. Müller-Zinius schüttelt den Kopf. „Es war mir eine Ehre, für Potsdam gearbeitet zu haben“, sagt er und scheint von seiner Rührung selbst überrascht.

Von Nadine Fabian

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