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Potsdam Hilfe für seltenen Potsdam-Fotoschatz
Lokales Potsdam Hilfe für seltenen Potsdam-Fotoschatz
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00:21 14.01.2019
Historischer Blick auf die Potsdamer Mitte von Fotograf Werner Taag. Heute steht dort das Museum Barberini. Quelle: Werner Taag / Potsdam Museum Forum für Kunst und Geschichte
Innenstadt

Dort wo einst der große freie Demonstrationsplatz war, steht heute die Häuserzeile mit dem Museum Barberini. Geschäfte und Lokale laden dort zum Flanieren und Verweilen an der Alten Fahrt ein.

Die historische Aufnahme des Alten Marktes stammt von Werner Taag (1915-1998). Der Potsdamer Fotograf war insbesondere ab dem Ende des zweiten Weltkrieges in der Stadt aktiv. Anders als Fotograf Max Bauer (1898-1988), der die Stadt als Kunstfotograf ins Visier nahm, verstand sich Taag vor allem als Chronist der ungeschminkten Realität. So entstand eine Sammlung sehr seltener, wertvoller Ansichten, welche die Entwicklungen in der Stadt ab den 40er Jahren bis in die 90er hinein dokumentieren.

Gemeinsam mit den Stadtwerken und privater Unterstützer konnte der Förderverein Potsdam nun diesen Fotoschatz von Werner Taag für die städtische Sammlung ankaufen. Der Nachlass beinhaltet mehrere Tausend Negative und Abzüge sowie Dokumente zur Biographie des Potsdamers.

Bilder müssen erst zugeordnet werden

Die Herausforderung: Die Bilder sind nicht beschriftet. „Wahrscheinlich hatte Werner Taag ein System, aber damit muss man sich jetzt genau auseinandersetzen, um die Bilder zu bestimmen und zeitlich zuzuordnen“, erklärt Markus Wicke, Vorsitzender des Fördervereins Potsdam-Museum. Genau dafür wird jetzt Hilfe benötigt. Der Verein setzt auf die Unterstützung der Potsdamer und hat dafür auf der Potsdamer Crowd-Plattform der Stadtwerke ein Spenden-Projekt gestartet. 5000 Euro sollen zusammenkommen, damit die Bilder digitalisiert und aufbereitet werden können.

Seltene Verkehrsansichten

In Nowawes, als Sohn eines kaufmännischen Angestellten aufgewachsen, fotografierte Werner Taag bereits im Alter von 12 Jahren mit seiner ersten Stereo-Plattenkamera. In der 30er Jahren machte er eine Lehre zum Elektriker bei der Lokomotivfabrik „Orenstein & Koppel“. Als er nach sowjetischer Gefangenschaft 1945 nach Potsdam zurückkehrte, hielt er die Folgen des Krieges zuerst mit einer geliehenen Kamera fest. So fotografierte er in den 50er Jahren den Platz der Einheit mit der alten Straßenbahnführung, wo heute die Bibliothek steht. Wie kaum ein anderer Fotograf in der Region dokumentierte er die Potsdamer Verkehrsgeschichte, die DDR-Architektur, den Abriss und den Wiederaufbau.

Als Dankeschön für die Unterstützung können Spender Postkartensets mit Werner Taag Fotografien gewinnen. In den limitierten Auflagen stehen Gebäude im Mittelpunkt, die heute nicht mehr existieren oder umgebaut wurden.Außerdem können Sie eine Eintrittskarte zur exklusiven Vorstellung des Nachlasses im Potsdam Museum gewinnen, die zum Ende des Projektes mit ausgewählten Fotos und den jeweiligen Geschichten vorgestellt wird.

Die Aktion läuft noch bis zum 10. März. Details finden Sie auf der Plattform www.potsdam-crowd.de.

Von Anne Knappe

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