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Potsdam Potsdamer Friseurkette „Cut + Care“ feiert 60-jähriges Bestehen
Lokales Potsdam Potsdamer Friseurkette „Cut + Care“ feiert 60-jähriges Bestehen
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01:15 03.08.2018
Ralph Bührig, Geschäftsführer der Handwerkskammer Potsdam (r.) gratuliert „Cut + Care“-Chef Ingo Thalmann und Ilona Bargunecht. Quelle: Bernd Gartenschläger
Babelsberg

Hier lassen sich Potsdams Politiker und Prominente gerne die Haare schneiden – wer genau kommt, das verrät Ingo Thalmann (47), der seit 1999 die Geschicke der Friseur Kette „Cut + Care“ leitet, natürlich nicht. Die Friseurgenossenschaft blickt auf eine lange Tradition zurück: Gestern feierte die bekannte Potsdamer Friseur-Kette ihr 60-jähriges Bestehen, zu dem Ralph Bührig, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, gratulierte.

Mit vier Friseurmeistern, zehn Facharbeitern und vier Lehrlingen legte „Cut + Care“ 1958 als Produktionsgenossenschaft des Handwerks los. Die ersten drei Geschäfte waren damals in der Innenstadt, jeweils in der Gutenbergstraße, der Friedrich-Ebert-Straße und in Babelsberg. In den Folgejahren ging der Wachstum, als die sogenannten Versorgezentren eingerichtet wurden, schnell vonstatten, erzählt Vorsitzende Ilona Bargunecht. „Ein Friseur hatte damals noch einen ganz anderen Status“, sagt sie. Zu DDR-Zeiten bestand das Kernproblem vor allem darin, Material zu ranzuschaffen, um den „Riesenbedarf zu decken“, sagt Thalmann. Er erinnert sich auch noch an Phasen, in denen 20 bis 25 Menschen morgens vor den Türen warteten.

Heute betreibt das Unternehmen zehn Filialen in Potsdam und beschäftigt 84 Mitarbeiter. Einige Mitarbeiter sind schon 40 Jahre dabei, erzählt Thalmann. Kunden seien für sie inzwischen zu Freunden geworden. Daher arbeiten sie in Altersteilzeit auf geringfügiger Basis gerne für das Unternehmen weiter. Für die Zukunft gilt es erstmal, den Bestand zu sichern. In den letzten Jahren wurde viel Geld in die Modernisierung der Läden gesteckt. „Es ist nicht geplant, aus Potsdam rauszugehen“, erzählt Thalmann. „Potsdam wächst, wir haben einen unheimlichen Zuzug. Der Bedarf wäre also da, aber eine Expansion geht personell nicht“, erklärt er. Besonders zu den Stoßzeiten am späten Nachmittag und Samstag, gebe es Phasen geben, „in denen nichts mehr geht“. Termine würden kaum noch verpasst, weil die Kunden wissen, dass sie mittlerweile schwerer zu bekommen sind.

Das Hauptproblem des Unternehmens besteht darin, Nachwuchs zu finden. „Der Wind hat sich gedreht“, bestätigt Ralph Bührig. Dass es hapert, schreibt Thalmann auch der Mindestlohn-Debatte zu, die dem Handwerk ein schlechtes Image verpasste. Dabei habe man den Lohn für die Ausbildung in den letzten Jahren sogar erhöht. Im ersten Jahr bekommen die Lehrlinge mittlerweile 400, im zweiten erhalten sie 500 und dritten 600 Euro. Seit 1991 ist das Unternehmen in der Ausbildung aktiv. Insgesamt begleitete „Cut + Care“ schon 157 Auszubildende bis zur Gesellenprüfung.

Bis zu sieben Lehrstellen könnte die Kette anbieten, diese Zahl erreiche man aber schon seit Jahren nicht mehr, sagt Thalmann. Ein Bild, das sich durch alle Handwerksberufe zieht. So sind derzeit im westlichen Brandenburg noch 700 freie Lehrstellen zu besetzen. Drei Ausbildungsverträge konnte der Friseurmeister Thalmann schon für den Start am 20. August auf den Weg bringen. Für die anderen Stellen sucht der Inhaber der Friseur- Kette weiter nach talentiertem Nachwuchs.

Von Anne Knappe

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