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DHL-Erpresser schlägt zum dritten Mal zu

Verdächtiges Päckchen in Berlin-Steglitz DHL-Erpresser schlägt zum dritten Mal zu

Lange war es um den DHL-Erpresser ruhig, nun hat er zum dritten Mal zugeschlagen und einen großen Polizeieinsatz ausgelöst. Dieses Mal in Berlin, auf einer belebten Einkaufstraße. Die Briefbomben in den drei Fällen weisen frappierende Ähnlichkeiten auf.

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Polizisten stehen vor einer Bankfiliale in Berlin-Steglitz und bringen einen zuvor in der Bank entdeckten verdächtigen Gegenstand in einer Papiertüte aus dem Gebäude.

Quelle: Georg Moritz

Berlin. Sechs Wochen nach dem Fund einer Paketbombe in Potsdam ist in Berlin eine verdächtige Versandtasche mit einer Zündvorrichtung und vermutlich Schwarzpulver aus Feuerwerkskörpern aufgetaucht. Experten der Polizei entschärften am Freitag das Päckchen, das an eine Bankfiliale ging. Der Umschlag im DIN-A4-Format habe „pyrotechnisches Material“ enthalten. Das sei zwar explosionsfähig, aber nicht so gefährlich und hochexplosiv wie Plastiksprengstoff oder Dynamit, sagte Polizeisprecher Thomas Neuendorf. Er betonte aber auch: „Dieser Brief und der Inhalt hätte Menschen verletzen können.“

Zusammenhang zu Potsdamer Paketbombe ist wahrscheinlich

Das gefährliche Päckchen steht nach Angaben der Behörden im Zusammenhang mit dem DHL-Erpresser. Die Versandtasche mit einer Zündvorrichtung und vermutlich Schwarzpulver aus Feuerwerkskörpern war am Freitag in einer Bankfiliale aufgetaucht. „Einen Sachzusammenhang mit der DHL-Erpressung in Brandenburg können wir bestätigen“, schrieb die Berliner Polizei auf Twitter. Das gefährliche Päckchen in Berlin ähnelt nach dpa-Informationen den Paketbomben des DHL-Erpressers. Es gebe bauartbedingte Ähnlichkeiten zu den Bomben, die in den vergangenen Monaten in Potsdam und Frankfurt (Oder) gefunden worden waren, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitagabend.

Auch die Brandenburger Behörden gehen von einem Zusammenhang mit den in den vergangenen Monaten in Potsdam und Frankfurt (Oder) entdeckten Paketbomben aus, wie ein Sprecher des Innenministeriums am Abend sagte. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Der Berliner Umschlag wurde jedoch nicht vom Paketdienstleister DHL zugestellt, der mit der Potsdamer Paketbombe erpresst werden sollte.

Gegen 11.30 Uhr wurde der Umschlag von einem Post-Briefträger in der Bank in der Schloßstraße in Steglitz abgegeben. Als ein Bankangestellter ihn öffnete, sah er Drähte und alarmierte die Polizei.

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Schon wieder taucht ein Umschlag mit verdächtigen Drähten auf - diesmal in einer Bank im Berliner Süden. Die Polizei sperrt alles ab. Und stellt fest: Der Inhalt hätte Menschen verletzen können. Jetzt werden Verbindungen zur DHL-Erpressung geprüft.

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Das komplette Bank- und Wohngebäude sowie die direkte Umgebung an der beliebten Einkaufsstraße wurden geräumt und stundenlang abgesperrt. Mehrere Buslinien wurden umgeleitet. Schaulustige säumten das Absperrband der Polizei.

Sprengstoffroboter im Einsatz

Kriminaltechniker entfernten die sichtbare Zündvorrichtung. Anschließend untersuchte ein Sprengstoffroboter, gesteuert von Spezialisten der Polizei in Schutzanzügen, die Versandtasche. Das gefundene Pulver müsse noch genauer analysiert werden, sagte Neuendorf. Die Kripo untersucht nun, ob sich Fingerabdrücke oder DNA-Spuren an dem Umschlag finden lassen, um einen Absender zu identifizieren. Kurz nach 16.00 Uhr wurden die Sperrungen auf der viel befahrenen Straße wieder aufgehoben.

Erpresser verlangt mehrere Millionen Euro

In Potsdam war in der Nähe des Weihnachtsmarktes eine Paketbombe in einer Apotheke abgegeben worden. In der Sendung entdeckten die Ermittler neben einem sogenannten Polenböller, Batterien und einer Metalldose voller Nägel einen mit einem QR-Code verschlüsselten Erpresserbrief. Damit sollten von dem Paketdienstleister DHL mehrere Millionen Euro erpresst werden.

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Potsdam, 1. Dezember 2017 – Riesenaufregung am Freitagnachmittag in der Innenstadt von Potsdam. An eine Apotheke in der Brandenburger Straße war ein verdächtiges Paket geliefert worden. Das verdächtige Paket wurde von Spezialkräften entschärft. Der Weihnachtsmarkt und die Dortustraße waren stundenlang abgesperrt.

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Die Brandenburger Polizei könne bislang nicht beurteilen, ob es in dem aktuellen Fall eine Verbindung zu der DHL-Erpressung gebe, sagte der Sprecher des Polizeipräsidiums, Torsten Herbst, der Deutschen Presse-Agentur am Freitagmittag in Potsdam. „Wir haben bislang keine Informationen von der Polizei darüber, was genau in dem Päckchen war“, sagte er. Die Brandenburger Soko „Quer“ ermittele weiterhin intensiv. Bislang habe man den oder die Erpresser aber noch nicht fassen können. Die Berliner Sendung kam nicht über DHL.

Anfang November war zudem eine Paketbombe an ein Geschäft in Frankfurt (Oder) geschickt worden. Weitere Paketbomben tauchten bislang nicht auf.

Von dpa

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