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Potsdam Das Café Heider ist in neuen Händen
Lokales Potsdam Das Café Heider ist in neuen Händen
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11:38 08.10.2016
René Dost ist der neue Chef des Café Heider. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Innenstadt

Das Café Heider am Nauener Tor hat einen neuen Eigentümer. Gastro-König René Dost ist der neue Betreiber des Traditionshauses der Potsdamer Kaffeehauskultur. Das Café Heider hat „Redo“, wie er sich selbst gern in der Kurzform nennt, von der Potsdamer FE 29 Gastronomie GmbH übernommen. Doch damit nicht genug: Insgesamt hat der 47-Jährige nun drei Locations am Platz vor dem Nauener Tor. Neben dem Heider sind dies das Daily Coffee an der Ecke zur Kurfürstenstraße und das benachbarte Lokal, in dem bis 2009 das Restaurant Barokoko von Wolfgang Joops Tochter Florentine beheimatet war.

Wernesgrüner braut eigens ein „Heider Bräu“

Das Daily Coffee soll nun nach kurzer Schließzeit – vom 15. bis 28. Oktober – als „Daily Coffee Burger Bar“ wiedereröffnen. Die Pläne für die Nachbar-Location liegen zeitlich etwas mehr in der Ferne. Hier ist die Eröffnung des „Heider Bräu“ für den 1. März 2017 geplant. Grund ist der komplette Umbau mit Neudesign des Lokals. Das Restaurant wird auf deutsche Küche und eine eigene Biersorte setzen, die von der Wernesgrüner Brauerei geliefert wird. Das neue Heider Bräu, das es auch in der Flasche zu kaufen geben soll, beschreibt Dost als „grob-würziges Bier“.

Vom Tellerwäscher zum Top-Gastronom

Bei dem neuen Gastronomie-Zampano am zentralen Innenstadtplatz am Nauener Tor handelt es sich um den Inhaber und Gründer der Redo Unternehmensgruppe mit 200 festen Mitarbeitern. Der Name Redo ist zusammengesetzt aus dem Vor- und Nachnamen des Gründers. In der Landeshauptstadt ist René Dost kein Unbekannter. Der gebürtige Ketziner führt bereits das Lindencafé und das benachbarte „Burgerbüro“ in Babelsberg. Redos Werdegang auf der Internet-Seite der Firma liest sich ein bisschen wie die klassische Geschichte vom Tellerwäscher, der zum Top-Unternehmer wird. 1991 fing der gelernte Koch und ausgebildete Gaststättenleiter mit einem kleinen Imbisswagen in der Potsdamer Großbeerenstraße an. Bald erweiterte er auf Catering für Großveranstaltungen wie das Ketziner Fischerfest.

Film-Catering für das TV-Projekt „Newtopia“

Danach eröffnete er Wirtshäuser in Ketzin, Wildau, Cottbus, Frankfurt (Oder) und Berlin, die Riesenschnitzel und Riesenburger „im XXL-Format“ auf der Speisekarte haben. Außerdem gründete der bekennende Workaholic Dost ein mexikanisches Restaurant in Frankfurt (Oder), expandierte ins Eis-Geschäft und fütterte die Teilnehmer des TV-Projekts „Newtopia“ mit seinem Film-Catering-Service. Mit dem Heider kehrt Redo gewissermaßen zu seinen Wurzeln zurück: „Ich habe in der Nähe im Klosterkeller in der Friedrich-Ebert-Straße gelernt. Potsdam ist eine tolle Geschichte und die Liebe zum Heider gehört für mich dazu“, sagt der neue Inhaber.

Alter Charme des Heider soll bewahrt bleiben

Am bewährten Konzept und Charme des Kultcafés will er nichts verändern. In den vergangenen fünf Wochen wurde allerdings das in die Jahre gekommene Interieur renoviert – allerdings nachts, um tagsüber den Betrieb am Laufen halten zu können. Neu ist auch das weiße Piano, mit dem es künftig Klavierabende geben wird.

Von Ildiko Röd

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