Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° Sprühregen

Navigation:
Gastro-Engpass im Norden

Café im Volkspark Potsdam schließt zum Jahresende Gastro-Engpass im Norden

Potsdams Norden wächst, alle Altersgruppen zieht es in die neu entstehenden Stadtgebiete rund um den Volkspark. Dabei mangelt es an Freizeitangeboten. Nun schließt auch noch das Café im Volkspark – eines der wenigen beliebten Ausflugsziele.

Potsdam, Erich-Mendelsohn-Allee 70 52.4184913 13.0437583
Google Map of 52.4184913,13.0437583
Potsdam, Erich-Mendelsohn-Allee 70 Mehr Infos
Nächster Artikel
„Walk of fame“ für Potsdams Olympiasieger

Das Café im Volkspark ist vor allem für Familien mit Kindern ein beliebtes Ziel.

Quelle: Christel Köster

Potsdam. Potsdams Norden wächst und wächst, junge Familien zieht es ebenso in die modernen Neubauten rund um den Volkspark wie Studenten und Senioren. Doch den neuen Nordpotsdamern wird nicht allzu viel geboten, Begegnungsstätten, Cafés und Freizeitangebote muss man lange suchen. Nun schließt auch noch ein beliebtes Ausflugsziel – zum Ende des Jahres macht das Café im Volkspark dicht. „Unsere Pacht- und Betriebskosten sind leider so hoch, dass wir uns entschlossen haben, unser liebgewordenes Kind aufzugeben“, so Betreiber Lutz Lehmann auf der Homepage des Cafés.

2006 hatte Lehmann das Café eröffnet, seitdem hat es sich zu einem der beliebtesten Ziele im Volkspark gemausert. Direkt neben dem Wasserspielplatz gelegen bietet es in kinderfreundlicher Umgebung die einzige gastronomische Einrichtung im weitläufigen Potsdamer Volkspark – eine Institution mit Publikumsmagneten wie regelmäßigen Trödelmärkten, dem Inklusionsprojekt Iron Roll und Käsekuchenwettbewerben.

CDU-Vorstoß zur Gastronomie im Park

erwartet von Oberbürgermeister Jakobs, dass dieser sich beim Entwicklungsträger Bornstedter Feld für die Entwicklung eines erweiterten Nutzungskonzepts stark macht. Ein entsprechender Antrag wurde in der Stadtverordnetenversammlung gestellt.

soll gleichzeitigen Service im Außenbereich und eine Nutzung des Innenraumes möglich machen. Ohne erhebliche gegenseitige Störungen sei dies momentan nicht möglich, so die Fraktion.

sollen unter anderem die Nutzung als Begegnungsstätte, Veranstaltungen sowie die Versorgung von Wasserspielplatz und Terrasse.

will soziales Leben im Wohngebiet, er wünscht sich einen„anwohnerfreundlichen Ort, der zum Verweilen und für kleinere kulturelle Veranstaltungen“ dient.

 

Entwicklungsträger des Bornstedter Feldes und damit auch für die Verpachtung der Caféräume zuständig ist die stadteigene Pro Potsdam. Pressesprecherin Anja Winkler teilt auf Anfrage der MAz mit : „Der aktuelle Pächter hat uns im April mitgeteilt, dass er seinen im Dezember 2015 auslaufenden Vertrag nicht verlängern wolle. Meines Wissens will er sich auf ein anderes Projekt konzentrieren.“ Die Pro Potsdam sucht nun einen neuen Pächter. „Die Unterlagen für Interessenten können bei uns angefordert werden“, so Anja Winkler, „ab 1. Januar 2016 soll der Betrieb nahtlos weiterlaufen.“

Ausgewählt wird der neue Betreiber des Cafés im Volkspark dann vom Entwicklungsträger unter anderem zusammen der Interessenvertretung Bornstedter Feld. Deren Sprecher Matthias Finken sagt: „Dem Bornsteder Feld fehlt ein Raum, in dem man einfach verweilen will, es gibt kaum Gastronomie. Wenn man sich mal verabreden will, muss man zum Bäcker gehen.“ Er hofft auf ein neues Nutzungskonzept für die Räumlichkeiten, das Café solle „attraktiver gestaltet und endlich auch ganzjährig nutzbar gemacht werden“,so Finken, „da muss man das gesamte Konzept überprüfen.“ Ihm schwebt eine räumliche Trennung der Terrasse und des Innenbereiches vor, um den Innenraum für Gäste attraktiver zu machen. Besonders an der Selbstbedienungsschlange am Tresen stört sich Matthias Finken: „Es kann doch nicht sein, dass man sich da die ganze Zeit wie im Wartesaal fühlt“, sagt er gegenüber der MAZ.

Lutz Lehmann widmet seine Kraft derweil einem neuen Projekt. Der alte Golmer Bahnhof wurde von ihm entkernt, restauriert und mit neuem Leben gefüllt, ein Café und ein großer Biergarten sind entstanden, ein Tonstudio im Keller soll folgen.Auf eine weitere Zusammenarbeit mit dem Entwicklungsträger Bornstedter Feld will er in Zukunft verzichten.

Von Saskia Popp

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg